#freedeniz

Gemeinsam mit rund 50 jungen Menschen war ich im vergangenen Jahr unterwegs zu einer Veranstaltung. Während der Busfahrt wurden, wie üblich, viele verschiedenen Themen angesprochen. Irgendwann kamen wir auf das Thema Deniz Yücel. Der ehemalige taz-Kolumnist und spätere WELT-Korrespondent saß zu dem Zeitpunkt bereits mehrere Wochen im türkischen Knast. Eine Anklageschrift gab es nicht und es war nicht klar, was genau Yücel überhaupt vorgeworfen wurde. Wir diskutierten ziemlich kontrovers. Ich machte aus meiner Haltung keinen Hehl: Deniz Yücel saß für mich zu Unrecht im Gefängnis.

Zwei Seiten pro Tag…

Viele Menschen sprechen zu Jahresbeginn über ihre guten Vorsätze für das neue Jahr. Ich tue das auch und gerne. Vorsätze sind wichtig, damit man ein Ziel vor Augen hat. Man kann darauf zuarbeiten. Und man freut sich, wenn man dieses Ziel erreicht hat. Seit einigen Jahren gibt es für mich immer drei Vorsätze. Der erste ist es, den Qur’an al Karim vollständig auf Arabisch einmal gelesen zu haben. Der zweite ist es, die Übersetzung des Qur’an al Karim vollständig auf Deutsch oder Türkisch gelesen zu haben. Und der dritte Vorsatz ist es, den Qur’an al Karim während des gnadenreichen Monats Ramadan einmal vollständig auf Arabisch gelesen zu haben.

#LiesEinBuch – Was liest du?

Ich liebe es mich in Bücher zu vertiefen und einfach mal etwas neues kennen zu lernen. Deshalb hab ich mal vor einiger Zeit den Hashtag #LiesEinBuch eingebracht. Es ist eine Aufforderung an alle Lesemuffel, sich mal wieder ein Buch zu schnappen und was neues kennen zu lernen. Dieser Beitrag soll den Gedanken weiterführen und meine eigene Liste aktuell zeigen.

Rückblick: NMA-Themenabend – Medizinethik im Islam

Am Freitag (02.02.2017) fand im Kuppelraum der Islamischen Gemeinde Hamburg – Centrum Moschee e.V. der Themenabend des Netzwerks Muslimischer Akademiker (NMA) mit einem Vortrag von Dr. Mahmud Martin Kellner zum Thema „Medizinethik im Islam – Organtransplantation, Sterbehilfe etc. zwischen Text und Kontext“ statt. Mehr als 50 Personen sind den Ausführungen von Dr. Mahmud Kellner, der als Vertretungsprofessor für Koranexegese am Institut für Islamische Theologie (IIT) an der Universität Osnabrück lehrt, gefolgt und haben im Anschluss Fragen gestellt.

Deutsche Islam-Köpfe im Social-Web – Top Ten Influencer 2017

Immer wenn ich eine Liste anlege, gibt es auch schon Kritik. Warum hast du das jetzt so gemacht? Hast du das und jenes nicht vergessen? Findest du das so richtig? Meine Güte. Es ist meine Liste, meine persönliche Einschätzung und meine Meinung. Deshalb finde ich Listen richtig lustig. Man muss sie nicht toll finden, aber die Leute finden sie toll. Sie können dann nämlich herumkritisieren, sie können volllabern oder ihre Einwände hinzupacken.

Islamverbände sind eben keine Religionsgemeinschaften

Das heutige Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster (OVG) ist ein Schlag ins Gesicht von Islamrat und Zentralrat der Muslime. Die beiden Islamverbände haben sich stets in der Öffentlichkeit als Religionsgemeinschaften präsentiert und nutzten gerne das Wort „Religionsgemeinschaft“ in ihren Selbstdarstellungen. Noch vor ein paar Jahren war man auch bereit das zu glauben. Doch die Zweifel an der Eignung haben sich letztlich durchgesetzt. Und so wurde bestätigt, was vor 20 Jahren galt und auch für die Zukunft weiter gelten wird. Die Verbände tragen dafür selbst die Verantwortung. Sie haben in den vergangenen Jahren alles getan um diesen – heute im Urteil bestätigten – Eindruck zu verfestigen.

Nachbarschaft im Islam

Eine gute Nachbarschaft ist ein wichtiger Bestandteil einer funktionierenden und starken Gesellschaft. Muslime sind dazu angehalten soziale Wesen zu sein. Sie müssen sich für den Zusammenhalt der Gesellschaft stark machen. Sie müssen sich für den Schutz der Gesellschaft einsetzen. Dort, wo der Zusammenhalt nicht funktioniert, müssen sie sich für Verbesserungen einsetzen.

Islambeauftragte: Eine Idee für eine inklusive Gesellschaft

Ich hatte vor ein paar Monaten bereits über die Idee für Jugendimame geschrieben. Die Resonanz war eher Mau. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Anträge diverser Gruppen, die jetzt versuchen die Idee „Jugendimam“ weiterleben zu lassen. Das hängt jetzt auch in einzelnen Bundesländern vom Förderwillen der staatlichen Stellen ab. Ich drücke den Leuten dafür stark die Daumen, weil die mir vorliegenden Informationen zu den Projekten durchaus interessant und positiv sind. Ich bin da auf die Entwicklungen gespannt. Natürlich ist das aber nur ein Baustein in einer Reihe von Ideen, für eine neue Richtung in der Islam-Debatte. Muslimische Organisationen und Gruppen zu stärken und sie stärker in die Gesellschaft einzubinden, kann auch über andere Wege geschehen. Es gibt auch eine weitere Idee, die ich schon seit einigen Jahren immer wieder thematisiere: Islambeauftragte. Im Folgenden möchte ich meine Sicht der Dinge zum Thema darstellen und hoffe auch hier ein paar Ideen, gerade im politischen Diskurs, anzustoßen.

Extremismus-Prävention: Das Konzept Jugend-Imam

Vor ein paar Wochen habe ich einer jungen Dame aus der muslimischen Community in Hamburg ein Interview zum Thema Extremismus-Prävention gegeben. Das Gespräch war vielseitig, kontrovers und interessant. Das Transkript des Gespräches ist noch nicht fertig. Ich werde dieses vermutlich noch nachliefern und als eigenen Beitrag in meinem Blog veröffentlichen. Die Thematik und die Positionierung von meiner Seite sind vielleicht auch für andere interessant. Es gab bei diesem Gespräch einen Punkt, bei dem ich etwas zurückhaltend war, weil ich selbst noch an einer Idee bzw. eigentlich einem Konzept gearbeitet habe.