Zwei Seiten pro Tag…

Viele Menschen sprechen zu Jahresbeginn über ihre guten Vorsätze für das neue Jahr. Ich tue das auch und gerne. Vorsätze sind wichtig, damit man ein Ziel vor Augen hat. Man kann darauf zuarbeiten. Und man freut sich, wenn man dieses Ziel erreicht hat. Seit einigen Jahren gibt es für mich immer drei Vorsätze. Der erste ist es, den Qur’an al Karim vollständig auf Arabisch einmal gelesen zu haben. Der zweite ist es, die Übersetzung des Qur’an al Karim vollständig auf Deutsch oder Türkisch gelesen zu haben. Und der dritte Vorsatz ist es, den Qur’an al Karim während des gnadenreichen Monats Ramadan einmal vollständig auf Arabisch gelesen zu haben.

Koran erklärt im Deutschlandfunk: Beitrag fordert Intoleranz gegenüber Muslimen

Die Sendereihe „Koran erklärt“ im Deutschlandfunk gehört zu meinen liebsten Programmen im öffentlich-rechtlichen Hörfunk. Mit der Sendereihe haben die Macher durchaus einen Coup gelandet, weil sie kontroversen Erläuterungen und Diskussionen zu Koran-Versen und Suren einen Raum geben, den es so bisher in Deutschland nicht gab. Gleichzeitig profitieren die Hörerinnen und Hörer von Beiträgen, die fundiert Diskussionen und Interpretationen Raum geben. Ich höre die Reihe seit Beginn der Ausstrahlung und finde sie anregend. Man merkt sehr häufig, wie liebevoll gestaltet die Reihe eigentlich ist. Fern von den mit Vorurteilen behafteten Debatten in Deutschland bereichern uns die Beiträge um eine neue Perspektive und eine neue Herangehensweise im Lesen und Verstehen des Qur’an. Damit leistet die Reihe eigentlich einen Beitrag zum sog. Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Medien. Doch der heutige Beitrag (09.02.2018) von Prof. Dr. Otto Jastrow von der Universität Tallinn (Estland) gehört eindeutig nicht in diesen Kreis und schon gar nicht zu diesem hohen Anspruch.

Rückblick: NMA-Themenabend – Medizinethik im Islam

Am Freitag (02.02.2017) fand im Kuppelraum der Islamischen Gemeinde Hamburg – Centrum Moschee e.V. der Themenabend des Netzwerks Muslimischer Akademiker (NMA) mit einem Vortrag von Dr. Mahmud Martin Kellner zum Thema „Medizinethik im Islam – Organtransplantation, Sterbehilfe etc. zwischen Text und Kontext“ statt. Mehr als 50 Personen sind den Ausführungen von Dr. Mahmud Kellner, der als Vertretungsprofessor für Koranexegese am Institut für Islamische Theologie (IIT) an der Universität Osnabrück lehrt, gefolgt und haben im Anschluss Fragen gestellt.

SCHURA Hamburg, die IGMG und Mustafa Yoldaş: Rücktritt? Bitte die Anderen zuerst!

Ich mag Mustafa Yoldaş. Als Mensch ist er eigentlich richtig nett, als Funktionär eine Niete und als Schura-Vorsitzender schon länger untragbar. Und dennoch: Der Mann nötigt mir immer wieder Respekt ab, weil er überhaupt im Amt bleiben konnte. Am 28. Juni 2017 habe ich das letzte Mal Mustafa Yoldaş, der Führung der IGMG und des Islamrates, Vorstandsmitgliedern des Bündnisses der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland (BIG) und der SCHURA Hamburg einen brisanten Text per Mail zukommen lassen. Ich habe erwartet, dass es nach diesem Text Konsequenzen geben würde und die Ära Mustafa Yoldaş endlich sang und klanglos beendet wird. Das ist ausgeblieben.

Qurʾān: Glückseligkeit und die sieben Verse

Immer wieder suchen Menschen im Qurʾān al Karim nach Trost. Manchen genügt dabei schon allein die Rezitation des Qurʾān, um in ihren Herzen Ruhe zu finden. Andere lesen sich tiefer in die Verse hinein und suchen nach Stellen, an denen sie sich festhalten und orientieren können. Sie suchen nach Hoffnung, nach Versen, die ihnen eine Inspiration sein können. Sie suchen nach Versen, die eine Antwort für ihren Kummer bereithalten.

Deutsche Islam-Köpfe im Social-Web – Top Ten Influencer 2017

Immer wenn ich eine Liste anlege, gibt es auch schon Kritik. Warum hast du das jetzt so gemacht? Hast du das und jenes nicht vergessen? Findest du das so richtig? Meine Güte. Es ist meine Liste, meine persönliche Einschätzung und meine Meinung. Deshalb finde ich Listen richtig lustig. Man muss sie nicht toll finden, aber die Leute finden sie toll. Sie können dann nämlich herumkritisieren, sie können volllabern oder ihre Einwände hinzupacken.

Islamverbände sind eben keine Religionsgemeinschaften

Das heutige Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster (OVG) ist ein Schlag ins Gesicht von Islamrat und Zentralrat der Muslime. Die beiden Islamverbände haben sich stets in der Öffentlichkeit als Religionsgemeinschaften präsentiert und nutzten gerne das Wort „Religionsgemeinschaft“ in ihren Selbstdarstellungen. Noch vor ein paar Jahren war man auch bereit das zu glauben. Doch die Zweifel an der Eignung haben sich letztlich durchgesetzt. Und so wurde bestätigt, was vor 20 Jahren galt und auch für die Zukunft weiter gelten wird. Die Verbände tragen dafür selbst die Verantwortung. Sie haben in den vergangenen Jahren alles getan um diesen – heute im Urteil bestätigten – Eindruck zu verfestigen.