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Ramadan: Zwischen Schlaf, Sahur und Sonntag

Ramadan hat seine ganz eigenen Momente zwischen Wachsein und Schlaf, zwischen Pflicht und Gnade. In dieser Nacht verschwimmen Traum, Realität und Verantwortung miteinander.

Ich schlafe. Ich träume. Mir brummt der Schädel und ich denke daran, dass ich gleich aufwachen muss, um zum Sahur genügend zu trinken, bevor das Fasten losgeht. Der Traum war ohnehin nicht gut. Er hat mich zwischendurch echt ratlos hinterlassen. Ich möchte also aufwachen. Also wache ich langsam auf.

Meine Augen sind nur halb offen, aber mein Zimmer ist in Licht eingetaucht. Oh nein! Ich habe verschlafen. Ich mache die Augen zu. Kann ich überhaupt fasten? Ich bin doch noch gesundheitlich angeschlagen. Ohne Wasser am frühen Morgen, wird das echt schwer. Die Gedanken kreisen. Ich öffne jetzt meine Augen komplett und schaue auf dem Handy nach, wie spät es ist. 4:50 Uhr zeigt das Display an.

Dann wird mir bewusst, dass etwas nicht stimmt. Ich strecke meinen Kopf und schaue zum Fenster im Schlafzimmer. Draußen ist es stockfinster, aber die LED-Lampe leuchtet mein Zimmer in einem grellen Weiß besonders hell. Mein Schädel brummt und nun wird mir alles wieder klar.

Ich hatte mich gegen 21 Uhr kurz hinlegen wollen und habe im Bett noch etwas in der Literatur zum Thema Fasten gelesen. Dabei bin ich dann wohl vor Müdigkeit einfach eingeschlafen. Das Licht ist natürlich angeblieben. Ich schaue noch einmal auf meine Handy-Uhr — die Morgendämmerung ist in einer guten halben Stunde.

Ich mache mich frisch, trinke zwei Gläser Wasser, mache mir Kaffee und nehme ein drittes Glas voll Wasser mit. Am Laptop arbeite ich noch kurz weiter an einem Artikel. Der Kaffee schmeckt frühmorgens besonders gut. Mein Wecker klingelt: Erinnerung, dass ich zu Ende trinken muss und meine Medikamente für den Tag schlucken sollte.

Die Morgendämmerung tritt ein, ich verrichte das Pflichtgebet und lese danach weiter. Irgendwann werde ich doch müde. Der Kaffee hat nicht gewirkt. Ich lege mich wieder hin. Ich träume von M. Auch im Traum frage ich mich, ob es ihr wohl gut geht. Es ist kurz vor 10 Uhr, als ich aufwache. Ich fühle mich wieder topfit und trotzdem nehme ich mir diesen Sonntag nichts vor, außer ein wenig zu lesen.

Am Nachmittag stolpere ich mit den Gedanken an den Morgen auch über diesen Vers, der mir dann doch Mut macht für die Zukunft.

وَلَا تَهِنُوا وَلَا تَحْزَنُوا وَاَنْتُمُ الْاَعْلَوْنَ اِنْ كُنْتُمْ مُؤْمِنٖینَ ﴿١٣٩﴾

“Werdet nicht schwach und seid nicht traurig; wenn ihr wahrhaft gläubig seid, werdet ihr siegreich sein.”

Eine Erinnerung, nicht aufzugeben und weiterzumachen.

Geschrieben von

Akif Şahin

SEO-Manager

Akif Şahin aus Hamburg ist auf SEO (Suchmaschinenoptimierung) und digitale Strategien spezialisiert. Vorher war er als Content-Manager, Journalist und Marketing-Manager an der Realisierung von großartigen Projekten beteiligt.