KategorienSEO/SEA

Google Ads führt neues Verwarnungssystem ein

Werbeanzeigen sind das wichtigste Kerngeschäft von Google Ads. Doch immer wieder gibt es wegen der Anzeigen Ärger im Netzwerk. Nun hat Google Ads ein neues Verwarnungssystem angekündigt, dass ab September eingeführt werden soll. Das System soll schrittweise ausgebaut und auf verschiedene Bereiche erweitert werden. Google kommt damit Kritikern entgegen, die der Plattform einen zu laschen Umgang mit Richtlinienverstößen vorwerfen.

Google hat vor einigen Tagen seine Ads-Kunden per Mail angeschrieben und informiert über die Einführung eines neuen Verwarnungssystems ab dem 21. September 2021. Das System soll laut Mail in einer dreimonatigen Anlaufzeit für folgende Richtlinien eingeführt werden: „Unlauteres Verhalten ermöglichen“, „Nicht freigegebene Substanzen“, „Schusswaffen, Schusswaffenteile und ähnliche Produkte“, „Sprengkörper“, „Sonstige Waffen“ und „Tabak“.

Werbetreibende, die wiederholt gegen die Richtlinien von Google Ads verstoßen, müssen mit einem konsequenteren Vorgehen rechnen. Google wird nach eigenen Angaben gegen Richtlinienverstöße stärker vorgehen und diese auch ahnden. Mit der Einführung der Maßnahme wollen man dazu beitragen, dass die „sichere und positive Nutzererfahrung“ erhalten bleibe. Deshalb müssten Werbetreibende die Google Ads-Richtlinien einhalten.

Verwarnungen und Kontosperrungen

Wer sich nicht an die Richtlinien hält, wird künftig Verwarnungen durch Google erhalten. Werbetreibende werden dabei auch per E-Mail benachrichtigt. Laut Google führt der erste Richtlinienverstoß zu einer Warnung. Bei fortgesetzten Verstößen bekommen Werbetreibende dann die erste Verwarnung. Laut Google sind bis zu drei Verwarnungen (3 Strikes Regel) möglich. In der Konsequenz soll es vorübergehende Kontosperrungen geben. Nach der dritten Verwarnung ist eine dauerhafte Kontosperrung vorgesehen.

Google wird prüfen, ob nach temporären Sperren die beanstandeten Werbemaßnahmen korrigiert und die Verstöße behoben wurden. Für Werbetreibende bedeutet das neue Verfahren insgesamt mehr Aufwand. Wer wegen eines Richtlinienverstoßes verwarnt wird, muss die beanstandeten Fehler korrigieren und danach ein Bestätigungsformular ausfüllen, damit Anzeigen wieder geschaltet werden können. Wer nach einer Verwarnung nichts unternimmt, muss für mindestens 90 Tage mit der Sperre auskommen.

Google reagiert auf Kritik

Bei möglicherweise falschen Sperrungen und Verwarnungen sollen Einsprüche der Werbetreibenden möglich sein. Das neue Verwarnungssystem soll auf weitere Bereiche ausgedehnt und um Richtlinien ergänzt werden. Insgesamt reagiert Google mit dem neuen System auf scharfe Kritik am Anzeigengeschäft. Zwar hat Google im Anzeigengeschäft weiterhin deutliche Sprünge nach oben geliefert, allerdings ist die Branche immer stärker ins Visier öffentlicher Kritik geraten.

So werden über das Anzeigengeschäft auch immer häufiger Anzeigen geschaltet, die durchaus kontrovers und in manchen Ländern auch als illegal eingestuft werden können. Bisher gab es kaum Mechanismen – außer einer Sperre eines Accounts – dem habhaft zu werden. Das neue System schafft insofern einen neuen Prozess zum Umgang mit dem Thema. Doch löst es bei weitem nicht die eigentlichen Probleme. Problematische Werbung sollte eigentlich gar nicht erst ausgespielt werden.

Wird das Anzeigen-Problem bei Google dadurch gelöst?

Google verspricht sich durch das neue Verwarnungssystem eine Handhabe gegen unlautere und unerlaubte Werbung. Es bleibt abzuwarten, ob das neue System wirklich eine Verbesserung bringt. Für Werbetreibende mit fragwürdigen Geschäftspraktiken und Anzeigen dürfte es dennoch einen Mehraufwand bedeuten, bei Google weiterhin ungestört Anzeigen zu schalten.

Doch auch auf Publisher-Seite ist einiges im Argen. So haben viele seriöse Seiten auch immer wieder mit Werbeeinblendungen zu kämpfen, die von fragwürdigen Werbetreibenden ins Netz eingefügt werden. Eine händische Überprüfung wird umso schwieriger, je größer und frequentierter eine Website ist. Entsprechend schauen sich Publisher auch nach Alternativen um oder wechseln gar vom Anzeigengeschäft zum Affiliate- und Influencer-Marketing.

KategorienTech-Net

PayPal stellt MoneyPool ein

Der Online-Bezahldienst PayPal stellt seine Funktion „MoneyPool“ Anfang November ein. Die beliebte Funktion ist vor allem für einfache und private Spendensammlungen genutzt worden. Warum PayPal MoneyPool wirklich einstellt, wurde aus einer heute verbreiteten Infomail nicht ersichtlich. Stattdessen wird auf der offiziellen Hilfe-Seite auf den schwammigen Begriff der „Kundenerfahrung“ hingewiesen.

Wahrscheinlicher könnte sein, dass die Funktion ins Visier der Terror- und Finanzermittler geraten ist. Über MoneyPool können zwar Gelder als (private) Spenden eingesammelt werden, doch die finanzrechtliche Behandlung bleibt in einer Grauzone. Denn auch Privatspenden müssen versteuert werden. Auch ist es möglich die Dienste über Hinterleute zur Geldwäsche und Terrorfinanzierung zu nutzen, weil Kleinstbeträge in MoneyPools gesammelt und anschließend an einzelne Personen ausgezahlt werden.

Letztlich könnten aber auch zusätzliche Belastungen bei der Zahlungsabwicklung den Ausschlag gegeben haben. Denn so groß über Möglichkeiten und Probleme gesprochen wird: Jede Transaktion von und zu PayPal kostet am Ende Geld. MoneyPools könnten am Ende für PayPal zu teuer geworden sein. Das Unternehmen hatte erst vor Kurzem seine Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn war bei gleichzeitig höheren Umsätzen gefallen. Ein Zeichen dafür, dass die Transaktionskosten bei weitem nicht kompensiert wurden, wie gewünscht.

In der Vergangenheit hat PayPal mit seinem Dienst aber auch viele Kampagnen ermöglicht, die in dieser Form auf anderen Plattformen nicht möglich gewesen wären. Auch kleinere Vereine nutzten den Dienst, um während der Corona-Pandemie digitale Spenden zu sammeln. Die letzten MoneyPools können laut PayPal noch bis zum 30. September erstellt werden. Diese haben aber nur noch eine Restlaufzeit von 30 Tagen.

Weitere Informationen gibt es auf der Infoseite von PayPal.

KategorienSEO/SEA

AMP wird weniger wichtig für SEO

AMP (Accelerated Mobile Pages) genoss als HTML-Derivat viele Jahre lang eine gewisse Bevorzugung durch Google. Mit dem Page-Experience-Update nimmt Google AMP diese Vorteile wieder weg. AMP ist dadurch nicht tot. Für SEO wird AMP aber weniger wichtig.

Google hat AMP gepusht und bevorzugt

Ein Kunde aus dem Verlagswesen hat mich schon 2015 gefragt, was man machen könnte, um einen gewissen Vorteil gegenüber Mitbewerbern zu haben. Er hatte damals etwas von Facebook Instant Articles gehört. Ich riet ihm direkt davon ab, weil man damit die gesamte Kontrolle über seine Inhalte letztlich Facebook überlässt, es sich um ein geschlossenes System handelt und sich eine solche Entscheidung spätestens bei Problemen mit der Plattform wieder rächen könnte. Eine Alternative war damals bereits das von Google massiv unterstützte AMP-Project. Das würde auf jeden Fall wichtiger werden, habe ich vorausgesagt.

Im Laufe der Zeit hat Google die Accelerated Mobile Pages (AMP) attraktiver gemacht und gepusht. Wer früh auf den Trend gesetzt hat, hat sich immense Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffen können. Wer den Trend verschlafen hat, musste Abstriche in der Sichtbarkeit hinnehmen. Beispielsweise ist es schon längere Zeit so, dass AMP-Seiten bei den Karussels in den Suchergebnisseiten bevorzugt angezeigt werden. Auch bei den mobilen Suchergebnissen können AMP-Seiten bevorzugt behandelt werden. Doch mit der Bevorzugung ist es sehr bald schon wieder vorbei.

AMP hat für einen Qualitätsverlust gesorgt

Google hat wie viele Kritiker erkannt, dass die Bevorzugung zwar zu einer Verbreitung der Technologie aber nicht zur Lösung des ursprünglich angedachten Zieles beigetragen hat. Neben der Geschwindigkeit hat vor allem die Qualität in den Suchergebnissen und auch bei den Google-News abgenommen. Stattdessen konnten von den Vorteilen profitieren, wer technisches Wissen und technischen Unterbau aufstellen konnte. Und für SEO bedeutete AMP einen gewissen sinnfreien Mehraufwand.

Anstelle von qualitativen Inhalten und Content-Marketing stand plötzlich die Technik im Fokus und versprach schnellen und dauerhaften Erfolg bei der Suchmaschinenoptimierung. Die Auswüchse bei AMP sind aber mittlerweile so schlimm, das sie häufig zu längeren Ladegeschwindigkeiten führen, als bei konventionellen Webseiten. AMP war am Anfang ziemlich simpel und begrenzt in seinen Möglichkeiten ausgestattet. Je weiter AMP ausgebaut wurde, desto stärker wurden Skripte, Tracking und Ads eingebaut. Irgendwie musste sich die Technik ja finanziell lohnen.

Google nimmt AMP die Vorteile

Ab Mitte Juni wird das bereits im November 2020 angekündigte Page-Experience-Update von Google langsam und schrittweise eingespielt. Eigentlich sollte das „Update zur Nutzerfreundlichkeit von Seiten“ bereits früher am Start sein, doch die Dinge haben sich verzögert. Die Roadmap ist hingegen klar. AMP wird weniger wichtig und gewisse Vorteile wird es in Zukunft nicht mehr geben. Google führt unter anderem folgende Veränderungen auf:

  • Im Schlagzeilenkarussell werden AMP-Seiten nicht mehr bevorzugt
  • In Google News werden AMP-Seiten nicht mehr so stark bevorzugt
  • AMP-Logo wird für Inhalte nicht mehr eingeblendet
  • In der mobilen Google Suche werden AMP-Seiten nicht mehr so stark bevorzugt

AMP muss sich jetzt mit allen Seiten messen

Die wichtigste Änderung ist aber die Tatsache, dass sich AMP-Seiten ebenfalls künftig an den Messgrößen der „Web Vitals“ bewerten lassen müssen. Dabei haben AMP-Seiten durchaus einen Vorteil gegenüber anderen. Wenn AMP ordentlich und konform implementiert wurde, ist es bereits fit für die Web Vitals. Dennoch gibt es eine ausführliche Seite zum Thema, auf der sich prüfen lässt, ob die eigenen Inhalte für Web Vitals optimiert sind. Dort wird auch erklärt, dass rund 60 % aller AMP-Seiten bereits fit für das Update zur Nutzerfreundlichkeit sein könnten.

Und das könnte der Suchmaschinenoptimierung endlich wieder etwas mehr Bedeutung bringen. Denn jetzt geht es nicht mehr nur einfach darum irgendwelche Werte zu erfüllen und Seiten technisch blitzschnell zu machen. Das HTML-Derivat AMP wird endlich so bewertet, wie alle anderen Seiten auch. Die Privilegien fallen und so könnte sich im Internet doch noch das durchsetzen, was eigentlich immer mehr in Vergessenheit gerät: schnelle Seiten mit gutem Content.

AMP wird weniger wichtig für SEO

Insofern verliert AMP zwar seine Privilegien, dadurch gewinnt aber das Web. Die Web Vitals als Bewertungsfaktor dürften zunächst nicht dazu führen, dass es eine neue Ungleichheit gibt. Vielmehr ist davon auszugehen, dass sich SEO Gedanken machen müssen, ob es Vorteile bringt auf ein HTML-Derivat zu setzen oder doch lieber in guten Content investiert werden sollte.

Zumindest beim letzten Punkt dürften wir in Zukunft durch das Page-Experience-Update mehr Einsatz und einen Mentalitätswandel bei SEO beobachten. AMP ist nicht mehr einfach nur ein Standard, der in vielen Branchen eingesetzt werden muss, wenn man Sichtbarkeit schaffen möchte. Es wird also auch weniger wichtig für SEO, die sich nicht mehr um verschiedene Aufbereitungen und Formate kümmern müssen. Denn gute Ergebnisse hängen nicht mehr vom HTML-Derivat ab. Es geht wieder um guten Content.

KategorienTech-Net

All-Inkl: Serverupdate ersetzt MySQL durch MariaDB

Der bekannte WordPress-Experte und Entwickler, Perun, hatte bereits auf seinem Blog Anfang Mai darüber berichtet, dass ein Update auf PHP 8 die MySQL-Datenbank bei All-Inkl mit MariaDB ersetzt. Nun gibt es Hinweise darauf, dass das Unternehmen aus Friedersdorf grundsätzlich künftig kein MySQL mehr anbieten wird.

MariaDB statt MySQL künftig bei All-Inkl

In einer E-Mail kündigt All-Inkl ein Serverupdate an. In der Mail wird ausgeführt, dass man den Entwicklungen und modernen Standards beim Hosting gerecht werden und deshalb die Serverstandards erhöhen möchte. Entsprechend wird angekündigt, dass dabei die bestehende MySQL Version 5.7 durch MariaDB 10.5 ersetzt werde.

Das ist insofern unproblematisch, da MariaDB als „binärkompatibel“ und 1-zu-1-Ersatz für MySQL bis Version 8 gilt. Da MariaDB eine Weiterentwicklung von MySQL darstellt und beide Systeme ebenfalls auf der SQL-Sprache basieren sind für bestehende Installationen in aller Regel keine Probleme zu erwarten. Aus Sicherheitsgründen sollte dennoch ein Backup gemacht werden. All-Inkl rät dazu selbst an.

Änderungen bei PHP und Verschlüsselung für E-Mails

Die Ankündigung geht noch etwas weiter auf die Änderungen ein. So sollen alle bestehenden PHP-Versionen auf dem Shared-Host erhalten bleiben. In diesem Fall ist aber unklar ob PHP 8 nach dem Update tatsächlich verfügbar sein wird. Wichtig ist, dass PHP als Apache-Modul endgültig abgeschafft wird. Die Technik gilt als veraltet und unsicher.

Außerdem wird die Verschlüsselung für den Empfang und Versand von E-Mails weiter verbessert. So soll künftig nur noch TLS1.2 zur Verfügung stehen. Die früheren Versionen entfallen dann und Nutzer sollten prüfen, ob ihre eigenen Clients den Verschlüsselungsstandard unterstützen. Auch hier könnte ein eigenes Update bei den Clients notwendig sein.

Bessere Performance durch MariaDB?

MariaDB hat unter Laborbedingungen und Benchmarktests zwar immer wieder Hinweise auf eine bessere Performance gegeben, allerdings ist das immer nur relativ. Es hängt von vielen Faktoren ab, ob eine bestehende WordPress-Instanz nach dem Update schneller und performanter wird. Eine Garantie dafür gibt es nicht.

Zwar zeigt auch PHP 8 etwas bessere Performance-Daten, aber auch hier ist wichtig, ob das bestehende Webprojekt überhaupt insgesamt kompatibel ist. Es kann sein, dass Plugins und Themes noch nicht bereit sind für die neueste PHP-Version. In solchen Fällen ist es gut, dass man bei All-Inkl auswählen kann, welche PHP-Version man einsetzen möchte. Bloß auf viel zu alte Versionen sollte man allein schon aus Sicherheitsgründen verzichten.

Warum MariaDB?

Warum All-Inkl insgesamt auf MariaDB setzt, lässt sich nur erahnen. Vermutlich sind die Lizenzbedingungen und Möglichkeiten bei MySQL mittlerweile so eingeschränkt, dass man dann doch lieber auf MariaDB zugreift, dass vor allem für die Zukunft mit Weiterentwicklungen gut vorbereitet zu sein scheint.

MySQL gehört mittlerweile zu Oracle und die Community-Edition, die als Open Source weitergeführt wird, kommt schnell an die Grenzen. Entsprechend müssen Hoster und Shared-Space-Hoster größere Kosten stemmen, wenn sie alle Funktionen und Möglichkeiten der Datenbanksysteme nutzen wollen. Das kann ein wichtiger Grund für die aktuelle Änderung bei All-Inkl sein.

KategorienSocial Media

Twitter: Tipps zum Thema Blockieren, Stummschalten, Entfolgen und Kommentare Löschen

Das soziale Netzwerk Twitter verbindet Menschen. Doch manche Userinnen können auf Twitter nervig sein. Dabei will man nur in Ruhe seine maximal 280 Zeichen absetzen und die eigenen Freundinnen und Follower*innen über Neuigkeiten informieren. Wenn eine Person einem jedoch zu sehr auf die Nerven geht, wird diese am besten einfach blockiert. Das ist auch eine gewisse Freiheit im Netz, die man glücklicherweise hat. Manchmal kann man sich aber auch anderer Lösungen bedienen, die nicht so hart ausfallen, wie das Blockieren von Accounts. Ein kleiner Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten in der Desktop-Version. Diese lassen sich auch auf die mobile Version und Twitter-App übertragen. Neu! Jetzt auch als kurzes Video.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Keine Zeit zum Lesen? Schau dir das kurze Video zu Twitter an.

Wer einem gewaltig auf die Nerven geht, der wird blockiert. Das ist eine einfache und praktikable Möglichkeit, sich nerviger Twitter-Nutzer*innen endgültig und schnell zu entledigen. Die Blockierung nimmt man auf der Profilseite der betreffenden Person vor. In der rechten oberen Ecke, neben dem Folgen Button, finden sich drei Punkte, die ein Menü öffnen. Wenn man darauf klickt, öffnet sich das Auswahlmenü mit verschiedenen Optionen. Hier kann man den Unterpunkt blockieren auswählen. Klickt man darauf, wird noch einmal gefragt, ob man sich sicher ist, das Profil zu blockieren. Eine Bestätigung führt zum gewünschten Ergebnis.

Nutzer*innen auf Twitter blockieren, kann man über die drei Punkte. Hier Beispielhaft dargestellt an einem Account auf Twitter.
Nutzer*innen auf Twitter blockieren, kann man über die drei Punkte. Hier Beispielhaft dargestellt an einem Account auf Twitter.

Twitter-User*innen zum Entfolgen zwingen

Blockieren von User*innen ist jedoch oft nicht die beste Lösung. Denn die blockierte Person kann sehen, dass sie blockiert wurde. Nervige Personen – man nennt diese in der Netzwelt auch gerne Trolle – fühlen sich dadurch dazu ermuntert andere Accounts zu eröffnen oder mit anderen Mitteln weiter zu nerven. Es gibt aber auch die einfache Ausgangslage, dass man nicht möchte, das bestimmte User*innen einem folgen. Man möchte diese Profile nicht blockieren, nur das Folgen ist einem unangenehm. Das kann berechtigte Gründe haben.

Für solche Fälle gibt es eine Funktion, die im „alten“ Twitter noch vorhanden war, heute aber über einen einfachen Trick ausgeführt werden kann. Man geht auf das Profil der Person, die man entfernen möchte und klickt auf den Punkt blockieren. Dann hebt man die Blockierung wieder auf. Der Effekt ist: Die Person folgt einem nicht mehr und kann meistens sogar für eine gewisse Zeit auch nicht mehr einem einfach so folgen. Der Vorteil ist: Diese Aktion geschieht geräuschlos. Die betroffene Person merkt von dem Zwang zum Entfolgen erst einmal nichts und wird darüber auch nicht informiert. Falls es auffallen sollte, dann eher durch Zufall oder den Einsatz von Software.

Twitter-User*innen stummschalten

Eine andere Methode ist das Stumm schalten eines Profils. Dies eignet sich für Fälle, in denen man nicht möchte, dass die Person weiß, dass man sie und ihre Tweets gar nicht mehr verfolgt. Das Menü für stummschalten befindet sich ebenfalls im drei Punkte Menü. Einmal aktiviert, sieht man keine Tweets der Person mehr in der eigenen Timeline. Diese Funktion eignet sich z.B. für Freund*innen, die man nicht kränken möchte. Denn ein Entfolgen in der Netzwelt kann auch Auswirkungen auf das soziale echte Umfeld haben.

Gleichzeitig kann man das Blockieren und stumm schalten von Accounts auch kombinieren. Das hat vor allem den Effekt, dass man dann auch Tweets, die von Freund*innen geteilt bekommt, in denen blockierte Accounts beispielsweise erwähnt werden, auch nicht mehr sieht. Das ist ideal, wenn man bestimmte Personen wirklich für immer aus dem Leben und vor allem aus der eigenen Twitter-Timeline heraus haben möchte.

Kommentare von Twitter-User*innen löschen?

Eine häufige Frage ist, ob man Kommentare von Twitter-User*innen unter eigenen Beiträgen löschen kann. Das ist nicht möglich. Man kann aber in den betreffenden Kommentar gehen und dort das Drei Punkte-Menü auswählen. Hier kann man jetzt den Kommentar ausblenden wählen. In diesem Fall wird der Kommentar zwar nicht gelöscht und entfernt, er wird aber ausgeblendet für viele Nutzer*innen. Angezeigt können solche Kommentare zwar immer noch, aber erst durch Umwege und zusätzliche Klicks. Deshalb kann es sich lohnen, unliebsame Kommentare unter eigenen Beiträgen auszublenden. Dies geht aber wirklich nur für Kommentare von anderen unter den eigenen Beiträgen.

Überblick behalten, rückgängig machen: Twitter hat alles übersichtlich geordnet

Angesichts der vielen stumm geschalteten und blockierten User kann man schnell den Überblick verlieren. Muss man aber nicht. In den Datenschutz-Einstellungen, gibt es zwei Bereiche, über die man sich auflisten lassen kann, wen man Stumm geschaltet hat oder wen man blockiert hat. Dort kann man jeweils die Dinge auch schnell wieder ändern, wenn man sich eine andere Meinung über das Blockieren und stumm schalten gebildet hat.

Im Übrigen kann man sich auch bestimmten Tools bedienen, die diese Funktionen automatisch erledigen und anbieten. Es gibt verschiedene und gute Dienste, die auch zeigen, welche User einem auf Twitter beispielsweise nicht mehr folgen. Das ist praktisch, wenn man den Überblick nicht verlieren möchte. Wichtig ist hier aber auch, den Datenschutz nicht zu missachten. Einige Tools funktionieren beispielsweise nur, wenn man Zugriff auf den eigenen Account erteilt. Das kann aus Datenschutzgründen problematisch sein.

Frage: Können blockierte User mich trotzdem sehen oder finden?

Die Blockierung auf Twitter erfolgt auf Account-Ebene. Das bedeutet, dass ein eingeloggter Benutzer mit seinem Account einen Hinweis sieht, dass er blockiert wurde. Allerdings hält das nicht einfach davon ab, dass die blockierte Person die eigenen Beiträge lesen kann. Beispielsweise ist es möglich sich auszuloggen und den Profil-Link zu öffnen. Wenn der Account öffentlich ist, dann sind die Beiträge auch öffentlich. Blockierte Nutzer können aber nicht mehr auf die Beiträge und Tweets antworten oder mit diesen interagieren.

Wer auch hier eine Lösung möchte, müsste seinen Account auf Privat stellen. Aber auch dann ist es möglich, dass sehr kreative Stalker sog. Fake-Accounts anlegen und sich als fremde Personen ausgeben, um zu sehen, was die Person schreibt. Um es mit dem einfachen Credo zu halten: Das Web vergisst nie, deshalb sollte man auch immer bedenken, was man teilt und sagt.

Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine aktualisierte Fassung eines Beitrags aus dem Jahr 2015. Er wurde in der Zwischenzeit weiter angepasst und erweitert. Es werden auch gerne Fragen zu den Funktionen beantwortet.

KategorienSEO/SEA

Auto Ads: Google Adsense einfach auf Websites einbauen

Google hat seine Adsense Auto Ads überarbeitet und nach eigenen Angaben deutlich verbessert. Die Integration und Einbindung auf Websites ist jetzt einfacher. Interessanter sind die neuen Anpassungs- und Test-Möglichkeiten. In diesem Beitrag zeigen wir außerdem wie man Auto Ads als „Anzeige“ oder „Werbung“ per CSS kennzeichnen kann.

Google Auto Ads – nach dem Update

Ich habe mir die neuen Funktionen von Google Auto Ads genauer angeschaut und ausführlich getestet. Automatische Anzeigen von Google waren auch auf diesem Blog und in diversen externen Projekten im Einsatz. Die Künstliche Intelligenz (KI) hinter der Schaltung von Anzeigen funktioniert weiterhin ziemlich gut. Darstellung und Einbindung der Werbung erfolgt an Stellen, wo diese auch sinnvoll sind. Die Anzeigen fügen sich nahtlos in das Design oder den Text ein.

Allerdings können die Positionen, in denen Werbung erscheint, durchaus aus ästhetischen Gründen störend sein. Anders als klassische Anzeigenblöcke oder Anzeigen-Formate lassen sich Auto Ads kaum beeinflussen. Das führt dazu, dass die Werbung zwar ausgespielt und eingebunden wird, aber man so gut wie gar keine Möglichkeit hat, diese überhaupt in irgendeiner Form zu beeinflussen. Mit den jüngsten Updates in Bezug auf Adsense Auto Ads gibt es für Werbetreibende jetzt aber mehr Möglichkeiten.

Einfacheres Setup, mehr Anpassungsmöglichkeiten, besseres Reporting und Experimente bei Adsense Auto Ads

Auto Ads funktionieren jetzt über alle eingebundenen Adsense Codes für Werbeanzeigen. Eine erneute Einbindung von Code ist nicht notwendig. Auf neuen Websites kann man den Code einfach hinzufügen und muss dann nur noch die Funktion für Auto Ads einschalten. Man kann über URLs eine Liste (Seitenausschlüsse) erstellen und damit bestimmen, wo keine automatischen Anzeigen geschaltet werden sollen. Dabei kann man einzelne Seiten oder ganze Seiten-Abschnitte ausschließen. Einstellungen können hier auch übersichtlich für jede Website eingesehen werden.

Google ermöglicht über eine Vorschau, wie Auto Ads auf der eigenen Website aussehen können. Anzeigenplatzierungen können in der Vorschau auch entfernt werden. Auto Ads generiert dann sofort eine neue Platzierung, die man überprüfen kann. Außerdem kann man festlegen, welche Anzeigenformate überhaupt auf der eigenen Website genutzt werden sollen, einschließlich passender Inhalte. Ebenso kann man über einen Schieberegler bestimmen, wie viele Auto Ads auf den Seiten angezeigt werden sollen.

Google verspricht mit den Updates auch ein verbessertes Reporting, dass die Leistung zwischen Auto Ads und eigenen Anzeigenblöcken nebeneinander darstellen soll. Darüber hinaus sollen auch eigene Experimente möglich sein, damit Nutzer, die Auto Ads auch verbessert und diverser testen können. Interessant ist dies vor allem für Power-Nutzer, die über A/B-Tests beste Platzierungen und Leistungen für Anzeigen austesten wollen.

Datenschutz und Kennzeichnung: Einsatz von Adsense kann abgemahnt werden

Schon vor Einführung der DSGVO hat es immer wieder Abmahnungen gegen Websitebetreiber gegeben, die Google Adsense im Einsatz hatten. Oft waren unzureichende Kennzeichnungen oder fehlende Angaben auf der Website ein Grund. Die folgende Auflistung stellt keine Rechtsberatung dar. Es ist eine Zusammenfassung verschiedener weitestgehend generell als rechtlich geklärt geltender Dinge:

  • Wer Adsense nutzt, gilt als Unternehmer!
  • In der Folge sind Impressum, Disclaimer und Datenschutzerklärung eine Pflicht.
  • Anzeigen müssen als solche mit dem Wort „Anzeige“ oder „Werbung“ gekennzeichnet werden.
  • Seit Einführung der DSGVO stellt Google selbst klare Bedingungen an den Einsatz
    • So muss eine Datenschutzerklärung auch Angaben zu Google Ads und zu den möglichen Datenverarbeitungen enthalten
    • Opt-In und Hinweise auf Cookies
    • Opt-Out muss ebenfalls möglich sein
  • Die DSGVO und auch die Regelungen zur e-privacy setzen voraus, dass bei Schaltung von Anzeigen Nutzer einer Website per Opt-In Cookies zulassen müssen. Hierzu gab es auch erst kürzlich einige Hinweise vom Europäischen Gerichtshof. Die Auswirkungen sind noch abzuwarten, da sie erst noch in nationales Recht gegossen werden müssen. Es gilt aber unter Experten als aktuell sicher, dass ein Opt-In eigentlich eine Pflicht darstellt.

Eine ausführliche Auflistung, wie man Adsense einigermaßen Datenschutzkonform auf der eigenen Website einbinden kann, findet sich beispielsweise im Beitrag von Sören Siebert auf der Website e-recht24 oder dem Beitrag von Thomas Schwenke auf der Kanzlei-Seite. Wer ganz sichergehen möchte, sollte sich rechtlichen Beistand holen. Auch das ewige Thema um Cookies und die neue Privacy-Verordnung wird eine wichtige Rolle spielen.

Auto Ads automatisch mit „Anzeige“ oder „Werbung“ kennzeichnen

Ein Makel an Auto Ads bleibt, dass die Kennzeichnung von Werbung weiterhin dem Webmaster überlassen bleibt. Im Kommentar unter diesem Beitrag hat Frank darauf aufmerksam gemacht, dass man jedoch einfach per CSS und „content“ Code vor oder nach der Anzeige vorschalten kann. Ich habe daraufhin einen einfachen Code geschrieben, der eventuell auch für andere nützlich sein könnte.

Damit lässt sich vor oder nach Anzeigen das Wort „Anzeige“ oder „Werbung“ einbinden. Damit werden Auto Ads zumindest entsprechend markiert. Denn auch hieran verzweifeln viele Webmaster, weshalb sie Auto Ads erst gar nicht einsetzen. Der Code dafür ist in meinem Github Repository angeführt. Wichtig: Die Klasse wird standardmäßig von Adsense überschrieben. Der Text kann entsprechend nur mittig platziert werden, es sei denn man setzt entsprechend einen CSS-Befehl per important ein.

/*
Google AutoAds sind problematisch, weil sie nicht das Wort "Anzeige" aufführen können.
Um diesen Schönheitsfehler auszubügeln kann man allerdings per CSS die Klasse ansprechen,
die bei jeder Ausgabe von Google AutoAds eingebunden wird.
und per Befehl "content" vor oder nach der Anzeige das Wort "Anzeige" einbinden. 
Die unteren CodeZeilen zeigen genau diesen Prozess.
*/

*/Erst die Klasse ansprechen:*/
.google-auto-placed {
	font-size: 12px;
	font-family: "Arial",sans-serif;
	font-style: italic;	
}

/*Dann den Text per Content nach der Anzeige einbinden*/
.google-auto-placed::after {
    content: "Anzeige";
}

/*Oder den Text per Content vor der Anzeige einbinden*/
.google-auto-placed::before {
    content: "Anzeige";
}

Ihr dürft das CSS gerne verwenden, anpassen und benutzen. Ich freue mich über Feedback und auch neue Möglichkeiten und Hinweise!

Dieser Beitrag ist eine überarbeitete und neue Fassung des ursprünglichen Artikels vom Februar 2018. Der Beitrag wurde um die jüngsten Updates und Neuerungen bei Google Auto Ads ergänzt und erweitert.

KategorienTech-Net

Workaround für Fehlermeldung: „WordPress Aktualisierung fehlgeschlagen. Du bist wahrscheinlich offline.“

Die Fehlermeldung „WordPress Aktualisierung fehlgeschlagen. Du bist wahrscheinlich offline.“ kann verschiedene Gründe haben. Hier findet ihr eine Anleitung zur Feststellung des Fehlers und zur Behebung.

Nach der Aktualisierung auf WordPress 5.6 habe ich immer wieder bei der Erstellung eines Beitrags den Fehler erhalten „Aktualisierung fehlgeschlagen. Du bist wahrscheinlich offline.“ Das kann verschiedene Gründe haben. Um die Fehlersuche zu erleichtern, hier die häufigsten Gründe, die es bei mir schon bei verschiedenen Projekten gegeben hat. Und diesmal lag es am Zusammenspiel zwischen Template und Gutenberg.

Wichtig ist: In aller Regel ist der Fehler harmlos. Allerdings kann es sein, dass es bei manchen Projekten überhaupt nicht mehr möglich ist, einen Beitrag zu erstellen oder richtig abzuspeichern. Insofern empfiehlt sich die Liste unten als Reihenfolge für die Fehlerüberprüfung und als Ausschlussliste.

Unterschiedliche Adressen bei WordPress und Website URLs

Der häufigste Grund für diesen Fehler: Bitte prüft zunächst, ob folgendes Problem bei euch vorliegt: Geht auf Einstellungen und überprüft unter Allgemein die eingetragenen WordPress und Website URLs. Wenn diese nicht übereinstimmen, dann solltet ihr das korrigieren und eure Änderungen abspeichern. Das löst in den meisten Fällen das Problem.

Permanlink-Struktur aktualisieren

Es kann auch sinnvoll sein unter Permalinks die Permalink-Struktur noch einmal abzuspeichern. Das empfiehlt sich vor allem dann, wenn beide URLs gleich sind und hier kein Problem festzustellen ist.

Plugins in Verbindung mit Gutenberg

Einige Plugins können in Verbindung mit Gutenberg zu Problemen führen. In solchen Fällen empfiehlt es sich, zur besseren Fehleranalyse die Plugins der Reihe nach zu deinstallieren, um einen Fehler auszuschließen.

Themes

Sollte der Fehler nach der Installation eines neuen Templates oder besser gesagt eines Themes passieren, kann es sein, dass die Themeentwickler leider irgendwo einen Fehler gemacht haben. Für solche Fälle empfiehlt es sich entweder auf ein Update des Themes zu warten oder gleich das Theme komplett zu entfernen.

Sollte ein Child-Theme aktiv sein, kann es auch sinnvoll sein zunächst auf ein Backup-Template auszuweichen und das Child-Theme dann noch einmal zu aktivieren.

SSL-Zertifikat überprüfen

Unter Umständen liegt der Fehler an einer sog. mixed-type Verbindung zum SSL-Zertifikat für die Website. In einem solchen Fall könnt ihr versuchen zu erzwingen, das euer Zertifikat aktualisiert wird. Das ist aber nicht individuell machbar. Oftmals muss man sich dafür direkt an den eigenen Hoster wenden.

Fazit

Ich hoffe diese Anleitung hilft euch weiter, um das Problem schnell zu beheben. In aller Regel konnte ich mit diesen Lösungswegen und der Prüfung der Reihe nach, das Problem identifizieren und lösen.

KategorienTech-Net

eSIM: Einrichtung mit Google Pixel 5 und Congstar Prepaid Tarif

Das Google Pixel 5 funktioniert auch mit einer eSIM. Ein Hindernis kann aber die Einrichtung sein, wenn man Congstar-Kunde ist. Ein kleiner Erfahrungsbericht, wie das mit Congstar und einem Prepaid-Tarif funktioniert.

Mein Google Pixel 5 ist endlich da. Seit jetzt knapp zwei Wochen spiele ich damit schon rum und habe mir auch, weil ich zwei unterschiedliche Nummern nutze, eine eSIM eingerichtet. Das Google Pixel 5 bietet nämlich die Unterstützung für eSIM an und damit auch die Möglichkeit für die Nutzung des Smartphones für Dual-SIM. Das heißt, eine Karte kann eingesteckt werden, die andere kann als eSIM genutzt werden. Die eSIM wird in einem dafür vorgesehenen Bereich im Handy (integrierter Chip) selbst abgespeichert und dient als SIM-Karte. Das e in eSIM steht für embedded (integriert).

Ich bin tatsächlich kein Vieltelefonierer. Deshalb habe ich vor etwas längerer Zeit meinen Handy-Vertrag gekündigt und mir eine PrePaid-Karte von Congstar zugelegt. Ich habe eine aktive Option für 100 Minuten und 100 SMS, die ich seit Monaten nie voll ausschöpfe. Wichtig ist mir hingegen erreichbar für andere zu sein. Was viele nicht wissen: Congstar bietet selbst in seinen Prepaid-Angeboten die Möglichkeit an, eine eSIM zu nutzen. Dafür muss aber das Gerät eSIM-fähig sein. Wichtig ist auch: Die aktuelle eSIM-Lösung von Congstar funktioniert nicht bei allen Endgeräten, beispielsweise Smartwatches. Informiert euch hierzu am besten beim Kundenservice.

Der Prozess ist eigentlich einfach. Ich beschreibe hier den Prozess, wie ich ihn aktuell erlebt habe. Eure persönliche Erfahrung kann hiervon abweichen. Daher sollten euch vor allem die Schritte klar sein. Ein paar Tipps und Hinweise habe ich dann dennoch.

Bestellung der eSIM über Congstar

Der Bestellprozess der eSIM erfolgt aktuell ausschließlich über die Congstar-Hotline. Für den Bestellprozess benötigst du deine Congstar-Zugangsdaten. Außerdem muss dein Gerät eSIM-fähig sein (was das Pixel 5 ist) und es muss die aktuellste Betriebssystem-Software installiert sein (was du schnell selbst prüfen kannst, beim Pixel 5 aber aktuell meist von selbst schon erledigt ist). Nachdem du durch die Hotline durchgestellt wurdest, prüft Congstar zunächst deine Angaben und ruft dich nach Ansage und auflegen (ganz wichtig!) einmal zurück.

Damit wird geprüft, ob du auch wirklich die Person bist, die du vorgibst zu sein. Im Anschluss daran wird deine normale SIM-Karte nach kurzer Zeit deaktiviert. Du kannst also nicht mehr telefonieren! Der Prozess ist an sich einfach. Doch bei mir gab es kleinere Probleme. Bei meinem ersten Anruf lief eigentlich alles ganz nach Plan. Doch die Deaktivierung meiner SIM-Karte fand nicht statt. Ich rief deshalb am Folgetag vorsichtshalber an und wir stellten dann gemeinsam mit einer Mitarbeiterin fest, dass es einen Fehler gegeben hat.

Probleme vermeiden bei der eSIM-Bestellung und Einrichtung

Statt einer eSIM wurde mir eine Ersatzkarte zugesendet. Anscheinend sind die Felder, die man als Mitarbeiter anklicken kann, ziemlich nah beieinander. Statt eines Tausches zur eSIM kann dann auch mal ein Kartentausch angefordert werden. Deshalb solltet ihr unbedingt stutzig werden, wenn die Deaktivierung nicht wie angemeldet (nach etwa 15 Minuten) erfolgt und ihr auch nicht sehr zügig darauf eine E-Mail von Congstar erhaltet. Doch Vorsicht: Wartet bitte mit der Einrichtung eurer eSIM noch mindestens eine halbe Stunde.

Das hat einen einfachen Hintergrund. Eine Service-Mitarbeiterin von Congstar hat mir nämlich beim Plaudern erklärt, dass es sein kann, dass wenn man zu schnell die Einrichtung der eSIM abschließt es zu Fehlern im System kommen kann. Im schlimmsten Fall kann es sein, dass die Einrichtung nicht klappt. In diesem Fall muss Congstar zunächst eine normale SIM-Karte verschicken und der gesamte Prozess, wie oben beschrieben, muss neu aufgerollt werden. Deshalb solltet ihr unbedingt etwas Geduld aufbringen und mindestens 30 Minuten warten, bevor ihr die eSIM einrichtet.

eSIM einrichten auf dem Pixel 5

Nachdem ihr nun genug gewartet habt, ist es nun an der Zeit die Einrichtung im Google Pixel 5 vorzunehmen. Ihr öffnet die Mail von Congstar mit dem Betreff „Aktivierung Ihrer eSIM“ und klickt auf zum Congstar-Kundencenter. Anders als in der Mail geschrieben, gebt ihr dort eure Zugangsdaten ein. Ihr landet dann im Bereich „Meine Produkte“ und ihr seht euren Vertrag oder mehrere Verträge. Dort klickt ihr beim richtigen Vertrag auf „Zum SIM-Kartentausch“. Das ist nämlich in der Mail von Congstar nicht so schlüssig erklärt worden. Ihr solltet dann einen QR-Code sehen. Darin sind alle wichtigen Informationen eurer eSIM abgebildet. Dieses muss jetzt mit dem Pixel 5 gescannt werden.

Doch wie geht das Scannen dieses QR-Codes richtig vonstatten? Ich kann euch schon mal sagen: Ihr braucht dafür keine zusätzliche Software. Die wird euch in aller Regel auch nicht weiterhelfen. Ich habe euch mal die einzelnen Schritte in einem kleinen Video aufgezeichnet und auf YouTube hochgeladen. Als letzten Schritt müsst ihr vom Kundencenter aus den QR-Code scannen. Dann wird die eSIM auf eurem Pixel 5 integriert. In der Folge könnt ihr dann wieder telefonieren und alles andere, was ihr gerne wollt.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Was sollte man noch wissen?

Falls ihr mit der Nutzung einer Dual-SIM nicht vertraut seid, hier noch ein paar kleine Hinweise: Ihr könnt über Einstellungen -> Mobilfunknetz festlegen, ob beispielsweise bei einer Karte die Mobilfunkdaten genutzt werden sollen. Das bietet sich häufig an, wenn man nur eine Karte nutzt, die ins Netz gehen soll, die andere aber nur für Anrufe. Außerdem könnt ihr auch festlegen, ob eine Nummer immer als Standard für ausgehende Anrufe genutzt werden soll oder ob bei jedem Anruf abgefragt werden soll, welche Nummer genutzt werden soll.

Diese Möglichkeiten werden auch als Dual SIM Dual Standby (DSDS) bezeichnet. Google hat hierfür auch eine Hilfe-Seite eingerichtet. Ich kann diese empfehlen.

KategorienTech-Net

Contao: Templates richtig erstellen

Aus beruflichen Gründen habe ich schon längere Zeit mit Contao zu tun. In der Vergangenheit hatte ich mit dem Content-Management-System (CMS) schon erste Websites erstellt, unter anderem für eine Hochschulorganisation. Zuletzt hatte ich auch Contao-Seiten betreut, die deutlich größer und Komplexer waren. Teilweise mit eigenen Plugins und Anbindungen an ERP-Systemen. Contao ist ziemlich einfach gestaltet, hat ein gutes Redaktionssystem und das Arbeiten damit fällt besonders leicht. Es gibt auch spezialisierte Agenturen für das CMS, mit denen ich seit einiger Zeit auch in Kontakt stehe und die spezielle Erweiterungen anbieten.

Ich bin, was Contao angeht, mittlerweile eher ein Poweruser als ein Administrator. Deshalb begegnen mir im Alltag immer wieder Themen, die eigentlich trivial sind, aber für viele schwierig bleiben. Ein solches Thema ist immer der Bereich der Gestaltung. Insbesondere mit Templates tun sich viele User sehr schwer. Daher hier ein kleiner Einblick und eine Anleitung, die sich wirklich an neuere Nutzer*innen richtet, die nicht verstehen, was da eigentlich in Foren und Anleitungen gemeint ist, wenn von neuen Templates die Rede ist.

Contao Template für News zum Bearbeiten erstellen

Nehmen wir einmal an, Sie wollen das News-Template für Contao bearbeiten. Was würden Sie tun? Das Naheliegendste wäre nach dem passenden FTP-Ordner zu suchen. Doch das wäre in diesem Fall der völlig falsche Weg. Sogenannte Core-Templates, aber auch Plugins und sonstige Elemente, die nicht selbst entwickelt wurden, sondern schon Bestandteil des Systems sind, sollten Sie immer über das System bearbeiten. Das ist kinderleicht, der Weg dahin aber nicht immer trivial. Zuerst loggen wir uns aber im Contao-Backend ein.

Dort suchen wir in der linken Spalte den Bereich „Templates“ und klicken darauf.

Der Bereich Templates ist im linken Menü zu finden, im Bereich Layout.

Danach klicken wir oben im neuen Bereich auf „Template erstellen“. Das ist wichtig, weil nur so systembedingte Templates auch richtig mit Datenbankangaben eingestellt werden können. Die Abhängigkeiten werden von Contao gesetzt. Wenn man das FTP selbst tun würde, gibt es keine Einbindung.

Danach müssen wir einige Angaben machen. Dazu gehört die Auswahl des richtigen Templates. Contao zeigt uns sofort an, welche Original-Templates existieren. Eine Suche nach News würde uns beispielsweise die verschiedenen News-Templates für Full, Simple und Latest ausgeben. Das ist in der Version 4.9.x so, kann aber auch für die 4.4.x ähnlich aussehen. Nach der Wahl des Original-Templates ist es wichtig das Zielverzeichnis auszusuchen. Wenn wir die Standardeinstellung belassen, wird das Template als „globales Template“ angelegt und kann dann für alle Einstellungen gültig sein. Deshalb sollte man den Ordner ändern, wenn man nur ganz bestimmte Elemente mit dem neuen Template ausstatten möchte.

Jetzt kann man das Template auch über das Backend bearbeiten. Im Zweifel kann man den Ordner nach diesem Schritt auch per FTP oder SCP aufrufen und die Datei bearbeiten.

Wichtig ist, dass man im Contao-Editor nach dem Bearbeiten des Quell-Codes (weil man z.B. das Datum-Format ändern möchte oder auch die Darstellung der Angaben zu den Autoren am Ende des Artikels haben möchte) auf Speichern klickt. Neben dem Bearbeiten Button kann man das Template auch mit anderen Templates vergleichen. Wenn man das Template löscht, sollte man sichergehen, dass es keine besonderen Abhängigkeiten gibt.

Das Beispiel zeigt den Quellecode für das News-Full-Template

Ich hoffe, diese Anleitung hilft vielen neuen Nutzer*innen weiter. Ich freue mich über Feedback, damit diese Anleitung vielleicht auch noch besser wird. Es ist ein erster Entwurf.