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Das erste Mal: Smartphone-Akkutausch

Manchmal lohnt es sich, Dinge zu reparieren, statt sie zu ersetzen. Als der Akku meines Smartphones nach drei Jahren kaum noch durchhielt, wagte ich mich an meinen ersten Akkutausch. Eine kleine Reparatur, die mich daran erinnerte, wie viel Freude im Selbermachen steckt.

In meinem Leben habe ich schon sehr viele Dinge repariert. Als Teenager habe ich beispielsweise schon Netzwerk-Kabel (damals noch Koaxialkabel) repariert und Netzwerkdosen gepatcht. Ich habe im IT-Support der Universität immer wieder mal Hardware repariert und natürlich auch meinen eigenen PC-Tower mit viel Liebe gepflegt und defekte Hardware sowohl fachmännisch repariert, als auch gesichert oder ersetzt. Aber tatsächlich habe ich nie den Akku bei einem Smartphone mal selbst ausgetauscht.

Ich musste es auch nie. Eigentlich habe ich immer meine Smartphones entweder bis zu ihrem Lebensende benutzt oder halt maximal zwei Jahre, ehe sie an die Verwandtschaft verschenkt oder direkt verkauft wurden. Ich war also auf diesem Gebiet unerfahren. Zwar gibt es auch eine neuere Version meines Smartphones, aber ich hänge schon an meinem aktuellen Gerät sehr. Es begleitet mich nun seit 2023 und ich bin rundum zufrieden. Nur der Akku macht nicht mehr viel mit. Als ich in Flensburg war, war der Akku bereits nach nur sechs Stunden alle. Also musste ein Wechsel her oder ein neues Gerät. Ich entschied mich erst mal für einen Akkutausch-Versuch. Wäre das gescheitert, wäre das neue Gerät bereits morgen angekommen.

Eine schwierige Entscheidung – am Ende gewann iFixit

Das bestellte Paket kam heute früh an. Der DHL-Bote weckte mich aus dem Bett und ich konnte nicht widerstehen, sofort loszulegen. Es soll an dieser Stelle keine unvoreingenommene Werbung sein, aber die Jungs von iFixit haben mir ein vernünftiges Kit und einen super Ersatzakku zugeschickt. Kostenpunkt am Ende: knapp 30 €. Immer noch günstiger als die 60 €, die man im günstigsten Service vor Ort oder online vorab veranschlagt hat. Ich hätte aber bei einem externen Anbieter mein Smartphone aus der Hand geben müssen und vor allem hätte ich auch mehrere Tage warten müssen (schnell sein kostet meistens extra).

Auf iFixit bin ich nicht per Zufall gestoßen, weil die Jungs immer wieder mal Videos veröffentlicht hatten und in der Vergangenheit auch gute Einschätzungen zur Reparierbarkeit von Apple-Produkten oder Ähnlichem geliefert haben. Auf Amazon kam ich zwar auf Ersatzakkus, die auch für mein Xiaomi 13 T geeignet gewesen wären, aber die Bewertungen haben mich abgeschreckt. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Original-Akku, den ich hätte selbst einbauen können. Aber ich wurde am Ende nicht dort fündig.

Der Akkutausch war kinderleicht

Stattdessen kam dann iFixit. Aber das war auch hier nicht komplett hilfreich. Das Kit und der Ersatzakku kamen schnell an, die Ware ist super, auch wenn es kein Original-Akku ist. Was mir aber gefehlt hat, war eine Anleitung auf der Website für genau meinen expliziten Fall. Den gab es leider nicht, stattdessen war das Pro-Modell drin. Also doch auf YouTube nachgeschaut und ich bin fündig geworden.

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Weitere Informationen

Am Ende war der Akkutausch kein Hexenwerk und ich habe wieder mal in meinem Leben etwas Neues gemacht und gelernt. Was ich beim nächsten Mal anders machen würde? Vermutlich nichts, ich würde mir nur einen noch besseren und flüssigeren Kleber zum Verschließen besorgen, damit ich vielleicht noch die Dichtigkeit des Geräts wiederherstellen kann, die zumindest für „spritzwassergeschützt“ gilt.

Am Ende war es doch irgendwie kinderleicht. Und die Kalibrierung des Akkus läuft (wobei ich jetzt schon von der Durchhaltefähigkeit des neuen Akkus begeistert bin). Um 13.30 Uhr vom Netz genommen, seither läuft unentwegt irgendein Video und wir haben noch mindestens 45 % Akkukapazität. Für die Kalibrierung muss das Gerät komplett auf 0 % runter und sich selbst ausschalten. Dann laden wir es neu auf 100 % und wir haben die Kalibrierung abgeschlossen.

Wir sollten mehr reparieren

Die Erfahrung heute hat mich daran erinnert, dass wir mehr daran arbeiten sollten, uns lieb gewonnene Dinge zu reparieren. Wir sind eine Wegwerfgesellschaft, ja, aber wir sollten uns liebe Dinge dann doch anders behandeln. Ich überlege deshalb auch, ob ich nicht doch einen Auffrischungskurs im Löten belege. Dann ergäben sich auch neue Möglichkeiten für Reparaturen.

Auf jeden Fall habe ich den Akkutausch nicht zu spät vorgenommen. Vorhin erreichte mich die Nachricht, dass Xiaomi das Update für HyperOS 3 bzw. Android 16 langsam für das 13 T ausrollt. Es wird vermutlich noch ein paar Wochen dauern, aber ich bin für den Release gewappnet. Der neue Akku sollte zumindest bis zum versprochenen Ende der Sicherheitspatches bis ins Jahr 2028 halten.

Geschrieben von

Akif Şahin

SEO-Manager

Akif Şahin aus Hamburg ist auf SEO (Suchmaschinenoptimierung) und digitale Strategien spezialisiert. Vorher war er als Content-Manager, Journalist und Marketing-Manager an der Realisierung von großartigen Projekten beteiligt.