Testbericht: Amazon Fire Tv

Wie es der Zufall mal wieder wollte, lief ich in der Elektro-Abteilung bei Saturn rum, um für meinen Vater ein kleines Tablet zu kaufen und entdeckte dabei, dass das Amazon Fire Tv im Preis herunter gesenkt war. Für 66 € war das Gerät, das es Online bei Amazon nur über Weihnachten etwas vergünstigt gab, ein Schnäppchen. Zugegriffen und gleich mit nach Hause genommen wurde das Amazon Fire Tv gleich an das nächste Gerät angeschlossen.

Für den Anschluss an einen Fernseher ist beim Amazon Fire Tv ein eigenes HDMI-Kabel notwendig. Ein solches Kabel ist im Lieferumfang nicht inbegriffen. Das Gerät braucht zudem einen externen Stromanschluss. Anders als beim Chromecast-Stick von Google kann man hier nicht per USB-Strom das Gerät versorgen. Außerdem braucht das Amazon Fire Tv auch einen Internet-Anschluss. Dabei kann man wählen, ob man das Gerät per Kabel oder W-Lan ins Internet bringt.

Ich habe mich für W-Lan entschieden. Gleich nach dem Start fragt das Amazon Fire Tv diverse Informationen ab. Die W-Lan Verbindung wird bequem eingerichtet, so dass das Gerät sich auch direkt und eigenständig im Netz bewegen kann. Die gesamte Einrichtung ist kinderleicht und es kamen keine Probleme auf. Nach der Einstellung wird zuerst auch die Software des Geräts eventuell aktualisiert. Im Anschluss muss das Gerät noch freigeschaltet werden. Dafür benötigt man einen Amazon-Account. Die Aktivierung kann mit einem bestehendem Account oder einem ganz neuen Account vorgenommen werden.

Apps müssen installiert werden

Das Prinzip von Amazon Fire Tv weicht von dem des Chromecast von Google ab. Beim Amazon Fire Tv handelt es sich letztendlich um einen kleinen Computer mit einem Betriebssystem. Es können spezielle und ausgesuchte Apps installiert werden. Jede App hat ein eigenes Angebot. Ein Streamen über andere Geräte ist nicht möglich. Das Amazon Fire Tv dient insofern als Streaming-Box. Wer einen Amazon Instant Prime Video Account hat, kann diesen auch mit dem Fire Tv benutzen. Dadurch ist die Auswahl an Serien und Filmen durchaus größer, was die kleine Box auch attraktiver macht.

Ich selbst habe die Box benutzt um eine große Anzahl von Serien anzuschauen und ausgiebig getestet. Neue Apps ließen sich leicht und einfach installieren. Einige Angebote sind besonders hervorzuheben, wie beispielsweise die ARD-Mediathek oder die YouTube-App. Die ARD-Mediathek erlaubt es auch vergangene Sendungen und Formate noch anzuschauen. Besonders die Tagesschau konnte immer wieder angesehen werden, aber auch Dokumentationen und Filme.

Amazon hat sich dafür entschieden Apps auch von Konkurrenten wie Google zuzulassen. Was der Box allerdings aus meiner Sicht fehlt ist eine Software, mit der man auch E-Books, die man für den Kindle gekauft hat, lesen kann. Das wäre eine Bereicherung. Ansonsten stimmt das System und auch die Praxis- und Benutzerfreundlichkeit überzeugt. Ein kleines Spielzeug ist die Sprachsuche. Diese funktionierte erstaunlich gut und konnte fast alle Eingaben übernehmen. Die Bedienung mit der Fernbedienung ist auch einfach und intuitiv.

Spiele

Bei Amazon Fire Tv sind viele Spiele – auch einfach nur zum Testen – verfügbar. Wer einen echten Spielegenuss will, muss sich allerdings für knapp 30 € einen Gamecontroller dazu kaufen. Hier setzt Amazon auf den Kauf eines solchen Controllers. Die Spiele sind meistens als Arcade-Klassiker zu bezeichnen oder in Sonder-Editionen wie „Minecraft Pocket Edition“ erhältlich. Das tut dem Spiele-Spaß allerdings nicht ab. Tatsächlich machen alte Klassiker, aber auch einfache und kleine Spiele durchaus Spaß und können sich vielleicht nicht mit der Grafik von großen Spiele-Konsolen messen lassen. Sie sprechen dafür eine breitere Masse an.

Fazit zum Amazon Fire Tv

Amazon hat mit der kleinen Box vieles richtig gemacht. Doch ohne einen Prime Instant Video Account wäre die Box nicht so lukrativ und ansprechend. Es wird sich daher vermutlich noch an einen kleinen Kreis von Usern wenden. Die werden dafür aber ihren großen Spaß mit einer guten Box für Video-Streaming und kleine Games haben.

Technische Daten

Größe: 115 mm x 115 mm x 17,5 mm
Gewicht: 281 Gramm
Prozessor: Qualcomm Krait 300, Quad-Core bis 1,7 GHz
GPU: Qualcomm Adreno 320
Speicherplatz: 8 GB
Arbeitsspeicher: 2 GB
Anschlüsse: W-LAN, Bluetooth, HDMI, Optical Audio, Ethernet, USB
Unterstützte Formate: H.263, H.264, MPEG4-SP, VC1, AAC, AC-3, E-AC-3, HE-A, PCM, MP3, JPG, PNG
Auflösung: 720p und 1080p bis zu 60 fps

  1. Schau dir mal smbc im Appstore an oder installiere dir Kodi.tv drauf. Dafür braucht man noch ein paar Änderungen auf der Box
    und ein Programm auf dem PC.

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