Islamverbände sind eben keine Religionsgemeinschaften

Das heutige Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster (OVG) ist ein Schlag ins Gesicht von Islamrat und Zentralrat der Muslime. Die beiden Islamverbände haben sich stets in der Öffentlichkeit als Religionsgemeinschaften präsentiert und nutzten gerne das Wort „Religionsgemeinschaft“ in ihren Selbstdarstellungen. Noch vor ein paar Jahren war man auch bereit das zu glauben. Doch die Zweifel an der Eignung haben sich letztlich durchgesetzt. Und so wurde bestätigt, was vor 20 Jahren galt und auch für die Zukunft weiter gelten wird. Die Verbände tragen dafür selbst die Verantwortung. Sie haben in den vergangenen Jahren alles getan um diesen – heute im Urteil bestätigten – Eindruck zu verfestigen.

Islambeauftragte: Eine Idee für eine inklusive Gesellschaft

Ich hatte vor ein paar Monaten bereits über die Idee für Jugendimame geschrieben. Die Resonanz war eher Mau. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Anträge diverser Gruppen, die jetzt versuchen die Idee „Jugendimam“ weiterleben zu lassen. Das hängt jetzt auch in einzelnen Bundesländern vom Förderwillen der staatlichen Stellen ab. Ich drücke den Leuten dafür stark die Daumen, weil die mir vorliegenden Informationen zu den Projekten durchaus interessant und positiv sind. Ich bin da auf die Entwicklungen gespannt. Natürlich ist das aber nur ein Baustein in einer Reihe von Ideen, für eine neue Richtung in der Islam-Debatte. Muslimische Organisationen und Gruppen zu stärken und sie stärker in die Gesellschaft einzubinden, kann auch über andere Wege geschehen. Es gibt auch eine weitere Idee, die ich schon seit einigen Jahren immer wieder thematisiere: Islambeauftragte. Im Folgenden möchte ich meine Sicht der Dinge zum Thema darstellen und hoffe auch hier ein paar Ideen, gerade im politischen Diskurs, anzustoßen.