SCHURA Hamburg: Mehr Heuchelei als Einheit und Zusammenhalt

Auf der Facebook-Seite der SCHURA Hamburg, auf dem privaten Profil von Mustafa Yoldaş und einiger weiterer Vorstandsmitglieder der SCHURA wurde gestern Abend konzentriert ein Bild geteilt. Es soll „Einheit und Zusammenhalt“ beim SCHURA-Vorstand darstellen.

SCHURA-Vorstand steht für Einheit und Zusammenhalt

Posted by Schura Hamburg on Dienstag, 13. Februar 2018

Tatsächlich ist das Bild eher als ein Ausdruck von Heuchelei zu sehen. Das Bild soll dazu dienen, nach außen hin den Eindruck zu vermitteln, alles sei in bester Ordnung.

Bild voller Widersprüche und Heucheleien

Dass nichts in Ordnung ist, erkennt man, wenn man das Bild mit folgenden Hintergrundinformationen betrachtet: Mindestens sechs Personen auf diesem Bild haben eine Pressemitteilung abgesegnet, die eine klare Distanzierung von Mustafa Yoldaş privaten Positionen auf seinem Facebook-Account war. Eine Person hat öffentlich den Rücktritt von Mustafa Yoldaş gefordert, eine Person hat Interna an die Presse weitergegeben (Vertrauensverlust?!) und eine weitere Person auf dem Bild war überhaupt für den gescheiterten „Putschversuch“ gegen Yoldaş verantwortlich (Ja! Das Ganze war nach meinen Informationen geplant!). Interessant ist auch, dass Mustafa Yoldaş angekündigt hatte, seine „Ämter“ ruhen zu lassen, aber an Sitzungen des SCHURA-Vorstands weiterhin teilnimmt.

SCHURA-Vorstand verleugnet Probleme und macht gute Miene zum bösen Spiel

Aber all diese Punkte passen nicht in das Bild, dass die SCHURA von sich selbst zeichnen und nach außen hin vermitteln möchte. Es geht um das öffentliche Bild, dass vermittelt werden soll. Dafür verleugnet man auch seine eigenen Positionen und versucht das „große Ganze“ – aus Machtinteressen – zu halten. In den letzten zehn Jahren erinnere ich mich an kein einziges Gruppenbild des SCHURA-Vorstands, dass öffentlich geteilt wurde. Nicht mal, als die SCHURA ihr zehnjähriges Bestehen feierte. Vermutlich sehen viele erstmals überhaupt die SCHURA-Vorstandsmitglieder.

Es gab nämlich keinen Anlass einen vermeintlich existenten „Religionsfrieden“ unter den muslimischen Gemeinschaften nach außen hin darstellen oder verteidigen zu müssen. Jetzt wird so getan, als sei beim SCHURA-Vorstand alles in bester Ordnung. Das ist es aber nicht. Es gibt Streit und der richtet sich nicht nur an Personen oder Personalien aus. Es geht um inhaltliche Positionierungen und das Überwinden von strategischen Problemen und Positionen. Die Personaldebatte um Yoldaş ist da nur ein Symptom, weil es von den eigentlichen Problemen ablenken sollte.

SCHURA Hamburg ist die SPD der muslimischen Verbände

Ein jetzt geteiltes Bild, dass „Einheit und Zusammenhalt“ darstellen soll, mag zwar kurzfristig irgendwelche dummen „Schäfchen“ beruhigen, es hilft aber nicht über die echten und gravierenden Probleme der SCHURA hinwegzusehen. Ihre Arbeit ist aktuell – ohne eine Lösung in den internen Querelen und klaren Positionen nach außen – nichts Wert. Und solange Personaldiskussionen nicht gelöst wurden, bleibt die SCHURA die SPD der muslimischen Verbände.

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