Neumünster: SCHURA-Vorsitzender Mutlu ist CDU-Kandidat für die Ratsversammlung

Der Vorsitzende der SCHURA Schleswig-Holstein, Fatih Mutlu, ist Direktkandidat der CDU für die Ratsversammlung der Stadt Neumünster.

Fatih Mutlu CDU-Direktkandidat für die Ratsversammlung in Neumünster
Fatih Mutlu – CDU-Direktkandidat für die Ratsversammlung in Neumünster

Der Islam-Funktionär Fatih Mutlu tritt am 6. Mai 2018 bei den Kommunalwahlen in Neumünster für die CDU als Direktkandidat im Wahlkreis XV (Stadtmitte-Mühlenhof) an. Mutlu will den bisherigen SPD-Ratsherren Karsten Schröder ablösen und für die CDU ins Rathaus einziehen. Bei einer Wahl wäre Mutlu der erste SCHURA-Vorsitzende, der direkt Einfluss auf die Lokalpolitik in einer deutschen Stadt ausüben und aktiv mitgestalten könnte.

Bereits im Februar 2018 wurde Mutlu, bei der Wahlkreismitgliederversammlung der CDU Neumünster, als Direktkandidat Nummer 12 aufgestellt. Der SCHURA Vorsitzende hat damit durchaus Chancen auf einen möglichen Einzug in die Ratsversammlung. Spitzenkandidatin für die CDU ist die aktuelle Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger (Wahlkreis VII). Im Programm der CDU Neumünster geht es vor allem um Lösungen für die lokalen Probleme der Stadt Neumünster. Mutlu unterstütz das Programm, in dem es unter anderem um mangelnden und bezahlbaren Wohnraum und eine bessere Sozialpolitik geht.

Fatih Mutlu: Engagierter Muslim im Norden für ein besseres Zusammenleben

Seit Jahren setzt sich der engagierte Muslim für seine Glaubensgeschwister im Norden ein. Er ist als Vorsitzender der SCHURA auch öfter mit gesellschaftspolitischen Themen und versöhnenden Worten in Erscheinung getreten. Mutlu genießt in der muslimischen Community, ebenso wie in der lokalen Politik, ein sehr hohes Ansehen. Kenner schätzen Mutlu für seine Offenheit, Ehrlichkeit und sein Engagement für Integration und ein besseres Zusammenleben. Mutlu ist 41 Jahre alt, verheiratet, Vater von drei Kindern und hat Management und Wirtschaft an der FOM (B.A.) studiert.

Der SCHURA-Vorsitzende wird sein Amt für die Muslime im Norden auch vermutlich nach einer Wahl in die Ratsversammlung fortführen können. Möglich wäre das. Die Ratsherren und Ratsherrinnen sind– rein juristisch betrachtet – ehrenamtlich tätig und nicht Vollzeit-Politiker. Die Entschädigungszahlungen für den Einsatz in den Ratsversammlungen sind entsprechend auch niedrig angesetzt. Ebenso ist das Amt des SCHURA-Vorsitzenden ehrenamtlich. Zu seiner Zukunft nach der Wahl, hat sich Mutlu öffentlich nicht geäußert.