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Mixer: Microsoft baut eigenes Social Streaming Angebot für Gamer und Gaming-Communities aus

Microsoft startet mit seinem neuen Dienst "Mixer" einen Frontalangriff auf bestehende Livestreaming Plattformen für Gamer. Mixer könnte zu einer neuen Anlaufstelle für Gamer werden oder aber den Markt positiv beeinflussen.

Es war nur eine kurze Meldung, die Microsoft vor fünf Tagen (25. Mai 2017) auf seinem Windows-Blog reinstellte. Die Meldung hatte es aber in sich. Die Plattform „Beam“ wurde zu „Mixer“ umbenannt. Gleichzeitig wurden der „interaktiven Livestream-Plattform für Gamer“ neue Funktionen spendiert. Gamer und Plattformen wie Twitch sollten aufhorchen.

Es ist eine massenhafte Industrie. Leute, die spielen und sich dabei über die Schulter gucken lassen. Livestreaming, nennt sich das Angebot. Einige Spieler haben sich allein damit einen großen Namen gemacht und verdienen sich auch nebenbei eine Menge Geld. Ein ganz großer in diesem Bereich ist Gronkh. Er spielt alles mögliche queerbeet und streamt dabei auch live auf Twitch. Gronkh hat mehrere Hundertausend bis Millionen Follower auf verschiedenen Netzwerken. Alleine bei seinen Live-Streams gucken mehrere Zehntausend User gerne zu. Aufrufe seiner Videos sind schnell mal im zweistelligen Milliionenbereich. Gronkh kommentiert, bleibt lässig und vor allem authentisch. Da macht es selbst Spaß ihm über die Schulter zu gucken, wenn er in einer Mitternachtsaktion Minecraft spielt und orientierungslos umherläuft.

Plattformen wie Twitch sind ideal für Gamer. Sie bieten alle benötigten Funktionen, pushen die Videos und lassen den Nutzern trotzdem viel Freiraum für ihre eigenen Möglichkeiten. In diesen Markt drängt jetzt aber auch immer stärker Microsoft. Den Start machte der Software-Riese mit Beam vor einiger Zeit. Nun kommt das Update. Es nennt sich Mixer und tatsächlich scheint sich da was am Horizont zu bilden.

Mixer – Die interaktive Livestreaming Plattform für Gamer und Communities von Microsoft

Mit dem neuen Namen kündigte Microsoft auch mal schnell neue Funktionen, auch für die mobile App, an. Mixer übernimmt damit eine neue Stellung im Microsoft-Universum. Der Dienst ist ein Frontal-Angriff auf bisherige Streaming-Plattformen und die Entwickler und Macher scheinen wirklich den Fokus auf die Bedürfnisse der Community zu legen. Social Streaming macht mit Mixer auf jeden Fall Spaß.

Der Name ist auch nicht falsch gewählt. Tatsächlich verbindet Microsoft seine Dienste und auch die Möglichkeiten für Gamer in einer Plattform. Der Austausch ist einfach, das Streamen noch einfacher. Microsoft Produkte wie die XBOX werden auch eingebunden und immer stärker vernetzt. HDR-Streaming ist auch bereits möglich, was gerade für viele interessierte Nutzer ein Plus ist. Worin Microsoft aber besonders punktet ist der Livestream. Hier gibt es keine Latenz von mehrere zehn bis 20 Sekunden. Wir sprechen von einem schnellen Dienst mit schneller Live-Übertragung, die man auch so nennen kann.

Interessant ist auch die Möglichkeit sich einzumischen, wenn da Jemand streamt. Nutzer können unter bestimmten Voraussetzungen auch die Quests und Tools mitbestimmen, die ein Gamer ausführen bzw. nutzen kann. Damit ist die Einmischung bei Mixer durchaus interessanter als bei anderen Plattformen, wo die Interaktion ausschließlich beim Chat bleibt. Es kann gerade für Gamer herausfordernd sein, mal was anderes machen zu müssen, weil die Community einen dazu drängt. Andererseits bleibt es fraglich, ob die Gamer das wirklich wollen.

Aussichten: Mixer könnte erfolgreich sein oder aber das Angebot insgesamt beeinflussen

Über alle Funktionen und Neuigkeiten wird ausführlich im englischsprachigen Artikel auf dem Mixer-Blog berichtet. Fest steht: Mixer ist ein Frontalangriff auf bewährte Systeme wie Twitch. Die direkte Anbindung an Windows 10 und die XBOX, die verschiedenen weiteren Tools für eine Anpassung und Ideen für ein noch interaktiveres Livestreaming machen das Angebot ziemlich interessant. Es bleibt aber abzuwarten, ob Mixer gestandene Größen wie Gronkh zum Umzug oder zur Nutzung bewegen kann. Hier hängt auch viel davon ab, wie schnell der Dienst lukrativ für die Gamer sein kann.

Das funktioniert aber nur, wenn die Community das Angebot auch wirklich annimmt. Während beispielsweise Gronkh über 32.000 Zuschauer verzeichnete waren auf den Mixer-Streams maximal 300 Personen in einem Spiel als Zuschauer zu sehen. Dennoch: Microsoft schafft Innovationen. Eventuell wird sich die Konkurrenz auch an diesen Vorgaben orientieren. Eventuell werden auch Gamer die Möglichkeiten für mehr Interaktivität selbst übernehmen. Es bleibt jedenfalls spannend, weil Microsoft langsam aber sicher Druck auf die gestandenen Portale aufbaut.

Präsentationsvideo mixer

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