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Google Android 8.0 Oreo ist da – zur Sonnenfinsternis

Google Android 8.0 Oreo ist erschienen. Wir informieren über die neueste Android-Version, Funktionen, Features und auf welche Geräte das Ding raufkommt.

Pünktlich zur Sonnenfinsternis in den USA hat das mittlerweile zum Alphabet-Konzern gehörende Google seine neue Android Version 8.0, mit dem bezaubernden Namen Oreo, veröffentlicht. Da eine Eclipse immer einen leuchtenden Rand hat, ist die Veröffentlichung von Android O mit dem neuen Namen Oreo durchaus sinnvoll und natürlich werbetechnisch ein Meilenstein.

Google hat den Namen seines Android Betriebssystems nicht nur mit einem weltweit bekannten Süßwaren-Gebäck verbunden, sondern gleich mit einem seltenen Naturspektakel in den USA. Android 8.0 Oreo soll auf jeden Fall besser und schneller als seine Vorgänger sein, verspricht Google. So wirbt das Unternehmen für den neuen Release mit den Worten: „Smarter, schneller, leistungsfähiger und süßer als je zuvor. Das Lieblings-Cookie der Welt ist jetzt deine Lieblings-Android-Veröffentlichung.“

Was kann Google Android 8.0 Oreo?

Google verspricht schnelleres Booten und eine bessere Handhabung von Apps im Hintergrund. Damit soll das Betriebssystem nicht nur schneller werden sondern auch die Akkuladung geschont werden. Die neue Funktion Autofill erlaubt auch das Abspeichern von Login-Daten für Apps und Accounts. Damit sollen vor allem längerdauernde Logins schneller möglich sein. Auch neu ist eine Picture-in-Picture Funktion. Damit lässt sich zum Beispiel ein Videogespräch führen, während man dennoch im Hintergrund Mails liest oder seinen Kalender mit einem Termin aktualisiert.

Eingeführt werden auch sogenannte „Notification Dots“. Diese Punkte zeigen an, ob es eine Nachricht oder Aktivität in einer App gibt. Android 8.0 Oreo will auch verstärkt auf Browser-Apps setzen. Sogenannte Instant-Apps sollen einfacher und ohne Installation funktionieren (Beispiel Twitter Lite) Einen starken Fokus hat Google bei Oreo auf das Thema Sicherheit gelegt. Dafür wurde auch eine neue Sicherheits-Überprüfung namens Google Play Protect eingeführt. Diese prüft Apps vor der Installation auf ein Gerät, meistens sogar schon vorher, auf schädliche Inhalte oder Gefahren.

Mehr Akkuschonung, neue Emojis – auch mit Hijab

Mit Android 8.0 Oreo will Google auch den Akku von Smartphones schonen. So wird versprochen, dass man sich keine Gedanken mehr darüber machen müsse. Das neue Android will auf jeden Fall schonender mit seinen Ressourcen umgehen. Sollte mal kein Stecker in der Nähe sein, kann man die Funktionen auf ein Minimum beschränken. Neu eingeführt werden außerdem auch ein paar Emojis, die es bereits bei iOS in die Neufassung geschafft haben. Google führt unter anderem auch das Hijabi-Emoji ein. Insgesamt soll es 60 neue Emojis geben, die in Android 8.0 Oreo verfügbar sind.

Viele Neuerungen sind aber eher technischer Natur. Die Massen wird es jedenfalls freuen, zu wissen, dass sich auch hier einiges getan hat. Google hat alle Änderungen und Features auf einer neuen Seite zum neuesten Release zusammengefasst. Allerdings ist Android 8.0 Oreo noch nicht für viele Geräte verfügbar. Google wird zunächst seine eigenen Geräte wie Nexus und Pixel mit dem neuen Android ausrüsten.

Welche Geräte bekommen Google Android 8.0 Oreo?

Das ist nicht so genau zu sagen. Bisher ist nur bekannt, dass alle Geräte, die bereits in der Beta-Roll mitgemacht haben, auf Android 8.0 setzen können. Neben den Google Produkten wie Nexus und Pixel gibt es auch noch eine Reihe von Partnern, die erst ihre eigenen Versionen adaptieren müssen. Google selbst gab an, mit folgenden Hardware-Herstellern im Gespräch zu sein: Essential, General Mobile, HMD Global Home of Nokia Phones, Huawei, HTC, Kyocera, LG, Motorola, Samsung, Sharp und Sony.

Diese Anbieter planen bei ihren Spitzenmodellen ein Upgrade auf Android 8.0 Oreo. Das dürfte sich allerdings bis mindestens zum Ende des Jahres hinziehen. Gerade die neuen Nokia-Modelle dürften allerdings bald in den Genuss des neuen Androids kommen. Nokia hat für seine neuen Modelle, die eigentlich von HDM Global erstellt werden, ein Update auf aktuelle Versionen versprochen. Mittelklasse Handys werden vermutlich länger auf ein Upgrade warten müssen.

Hier zeigt sich aber auch eine bekannte Schwäche des offenen Systems von Android. Weil Hardware-Hersteller ihr eigenes Android basteln können und basteln, dauert es mitunter bis die Endkunden an neuere und damit auch sicherere Versionen gelangen. Die Auslieferung wird also vermutlich noch einmal für viel Frust bei vielen Android-Fans sorgen.

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