Der Islam als Diskursfeld von Dirk Halm

Gestern wieder in der Hand gehabt und quasi im Handumdrehen verschlungen. Dirk Halm hat mit der zweiten Auflage seines Buches „Der Islam als Diskursfeld: Bilder des Islams in Deutschland“ (2008) die mögliche Entwicklung des Islams und der Muslime in Deutschland treffend analysiert. Obwohl die Interviews mit den Experten, auf denen die Thesen im Buch basieren, mindestens 8 Jahre zurückliegen, hat sich an der Situation von Islam, Muslimen und muslimischer Verbände in Deutschland nicht viel geändert.

Halm beschreibt sehr gut die Szenarien, in denen sich der Islam und die Muslime in Deutschland befinden. Welche Entwicklung das Ganze noch annehmen wird und in welche Richtung es weiter gehen soll, bleibt mit diesem Buch auch weiterhin offen. Halm beschreibt aber die jetzigen Konflikte und zeigt auch die Grundlagen für bestehende Konflikte. Unter anderem geht er sehr gut auf die Chancen und Risiken des Koordinationsrates der Muslime (KRM) ein.

Wer verstehen will, wie man sich aus dem gegenwärtigen Zustand des Islam und der Muslime in Deutschland befreien kann, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Halm, ziemlich vielen unbekannt, hat mit diesem Buch übrigens auch den Grundstein für einen Begriff gelegt, der uns heute immer noch stark begleitet: „Neo-Muslime“.

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