Islam

Kopftuchverbot für kleine Mädchen? Die Sicht eines muslimischen Vaters

Die aktuelle Diskussion um ein mögliches Kopftuchverbot für kleine Mädchen geht an den Realitäten in Deutschland vorbei. Was mir allerdings bei der aktuellen Debatte dennoch fehlt, ist die Stimme muslimischer Eltern. Ich denke, das bringt vielleicht mehr Einblick in eine höchst komplizierte Welt, die nicht über Verbote definiert werden kann. Ein sehr persönlicher Einblick.

Rückblick: SCHURA-Tagung – 5 Jahre Hamburger Vertrag mit muslimischen Verbänden

Die SCHURA Hamburg hat eine öffentliche Tagung zum Hamburger Vertrag mit den muslimischen Verbänden abgehalten. In zwei Inputvorträgen und mehreren Panels wurde der mutmaßliche Erfolg des vor gut fünf Jahren unterzeichneten Vertrages diskutiert. Ein ausführlicher Nachbericht.

DITIB und die Spenden für die Zentralmoschee in Köln

Spenden sind ein unverzichtbarer Teil der Finanzierung von muslimischen Vereinen, Moscheen und Organisationen. Allerdings fehlt in fast allen Fällen die Transparenz. Vielen Spendern bleibt unklar, wofür sie genau spenden und welcher Teil des Geldes wofür genau ankommt. Ein aktuelles Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte, liefert der Dachverband DITIB. Ein persönlicher Kommentar mit vielen Fragen und Anregungen.

Zwei Seiten pro Tag…

Viele Menschen sprechen zu Jahresbeginn über ihre guten Vorsätze für das neue Jahr. Ich tue das auch und gerne. Vorsätze sind wichtig, damit man ein Ziel vor Augen hat. Man kann darauf zuarbeiten. Und man freut sich, wenn man dieses Ziel erreicht hat. Seit einigen Jahren gibt es für mich immer drei Vorsätze. Der erste ist es, den Qur’an al Karim vollständig auf Arabisch einmal gelesen zu haben. Der zweite ist es, die Übersetzung des Qur’an al Karim vollständig auf Deutsch oder Türkisch gelesen zu haben. Und der dritte Vorsatz ist es, den Qur’an al Karim während des gnadenreichen Monats Ramadan einmal vollständig auf Arabisch gelesen zu haben.

Koran erklärt im Deutschlandfunk: Beitrag fordert Intoleranz gegenüber Muslimen

Die Sendereihe „Koran erklärt“ im Deutschlandfunk gehört zu meinen liebsten Programmen im öffentlich-rechtlichen Hörfunk. Mit der Sendereihe haben die Macher durchaus einen Coup gelandet, weil sie kontroversen Erläuterungen und Diskussionen zu Koran-Versen und Suren einen Raum geben, den es so bisher in Deutschland nicht gab. Gleichzeitig profitieren die Hörerinnen und Hörer von Beiträgen, die fundiert Diskussionen und Interpretationen Raum geben. Ich höre die Reihe seit Beginn der Ausstrahlung und finde sie anregend. Man merkt sehr häufig, wie liebevoll gestaltet die Reihe eigentlich ist. Fern von den mit Vorurteilen behafteten Debatten in Deutschland bereichern uns die Beiträge um eine neue Perspektive und eine neue Herangehensweise im Lesen und Verstehen des Qur’an. Damit leistet die Reihe eigentlich einen Beitrag zum sog. Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Medien. Doch der heutige Beitrag (09.02.2018) von Prof. Dr. Otto Jastrow von der Universität Tallinn (Estland) gehört eindeutig nicht in diesen Kreis und schon gar nicht zu diesem hohen Anspruch.

Rückblick: NMA-Themenabend – Medizinethik im Islam

Am Freitag (02.02.2017) fand im Kuppelraum der Islamischen Gemeinde Hamburg – Centrum Moschee e.V. der Themenabend des Netzwerks Muslimischer Akademiker (NMA) mit einem Vortrag von Dr. Mahmud Martin Kellner zum Thema „Medizinethik im Islam – Organtransplantation, Sterbehilfe etc. zwischen Text und Kontext“ statt. Mehr als 50 Personen sind den Ausführungen von Dr. Mahmud Kellner, der als Vertretungsprofessor für Koranexegese am Institut für Islamische Theologie (IIT) an der Universität Osnabrück lehrt, gefolgt und haben im Anschluss Fragen gestellt.

SCHURA Hamburg, die IGMG und Mustafa Yoldaş: Rücktritt? Bitte die Anderen zuerst!

Ich mag Mustafa Yoldaş. Als Mensch ist er eigentlich richtig nett, als Funktionär eine Niete und als Schura-Vorsitzender schon länger untragbar. Und dennoch: Der Mann nötigt mir immer wieder Respekt ab, weil er überhaupt im Amt bleiben konnte. Am 28. Juni 2017 habe ich das letzte Mal Mustafa Yoldaş, der Führung der IGMG und des Islamrates, Vorstandsmitgliedern des Bündnisses der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland (BIG) und der SCHURA Hamburg einen brisanten Text per Mail zukommen lassen. Ich habe erwartet, dass es nach diesem Text Konsequenzen geben würde und die Ära Mustafa Yoldaş endlich sang und klanglos beendet wird. Das ist ausgeblieben.