#freedeniz

Gemeinsam mit rund 50 jungen Menschen war ich im vergangenen Jahr unterwegs zu einer Veranstaltung. Während der Busfahrt wurden, wie üblich, viele verschiedenen Themen angesprochen. Irgendwann kamen wir auf das Thema Deniz Yücel. Der ehemalige taz-Kolumnist und spätere WELT-Korrespondent saß zu dem Zeitpunkt bereits mehrere Wochen im türkischen Knast. Eine Anklageschrift gab es nicht und es war nicht klar, was genau Yücel überhaupt vorgeworfen wurde. Wir diskutierten ziemlich kontrovers. Ich machte aus meiner Haltung keinen Hehl: Deniz Yücel saß für mich zu Unrecht im Gefängnis.

Zwei Seiten pro Tag…

Viele Menschen sprechen zu Jahresbeginn über ihre guten Vorsätze für das neue Jahr. Ich tue das auch und gerne. Vorsätze sind wichtig, damit man ein Ziel vor Augen hat. Man kann darauf zuarbeiten. Und man freut sich, wenn man dieses Ziel erreicht hat. Seit einigen Jahren gibt es für mich immer drei Vorsätze. Der erste ist es, den Qur’an al Karim vollständig auf Arabisch einmal gelesen zu haben. Der zweite ist es, die Übersetzung des Qur’an al Karim vollständig auf Deutsch oder Türkisch gelesen zu haben. Und der dritte Vorsatz ist es, den Qur’an al Karim während des gnadenreichen Monats Ramadan einmal vollständig auf Arabisch gelesen zu haben.

#LiesEinBuch – Was liest du?

Ich liebe es mich in Bücher zu vertiefen und einfach mal etwas neues kennen zu lernen. Deshalb hab ich mal vor einiger Zeit den Hashtag #LiesEinBuch eingebracht. Es ist eine Aufforderung an alle Lesemuffel, sich mal wieder ein Buch zu schnappen und was neues kennen zu lernen. Dieser Beitrag soll den Gedanken weiterführen und meine eigene Liste aktuell zeigen.

Zeytindalı und Ich

Es ist Sonntagfrüh. Das morgendliche Licht vor Sonnenaufgang bahnt sich sehr langsam seinen Weg. Der alte Mann (69) hat gerade mit vielen Muslimen gemeinsam das Morgengebet in einer Moschee im Hamburger Stadtteil Billstedt verrichtet. Es ist eine DITIB-Moschee. Hier haben sich verschiedene Menschen aus dem gesamten Stadtgebiet getroffen. In einer Art Kampagne findet jede Woche das Morgen-Gebet in einer anderen Gemeinde statt. Der Mann schaut mich auf meine Frage zu dieser Veranstaltung hin an und sagt: „Ich finde die Lesung der Fetih-Suresi, gerade jetzt, sehr wichtig. Nur durch diesen Glauben können wir gewinnen. Allah schütze unser Vaterland und unser Volk.“

Krankenbesuch nach dem Familienbesuch

Am Samstag (25.11.2017) haben wir meine Eltern besucht. Sie sind seit kurzem wieder in Hamburg und ich hatte aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen vorher keine Gelegenheit gehabt, sie zu besuchen. Ich mag solche Abende bei meinen Eltern sehr. Man spricht über alte Zeiten, über das Erlebte in Abwesenheit und man tauscht sich auch zu verschiedenen aktuellen und politischen Themen aus. Mein Vater und ich haben ein sehr gutes Verhältnis.

Online-Eignungstests und ihr Nutzen

Gestern habe ich ein Experiment gewagt und das erste Mal an einem Online-Eignungstest teilgenommen. Das kostete mich Überwindung, weil ich von solchen Tests grundsätzlich nichts halte. Es machte aber Sinn, sich mal anzuschauen was heutzutage so technisch möglich ist und was von Bewerbern abgefragt wird. Natürlich ist die Erfahrung nicht auf alle Bereiche oder Tests dieser Art übertragbar. Man kann aus einem einzigen Test nicht zu einer allgemeinen Ansicht gelangen. Dennoch gab es mehrere Aha-Momente, die ich gerne teilen möchte.

Ein Abschied.

„Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.“ – Mit diesen Worten habe ich ein Abschiedsessen eingeleitet. Meine private Situation lässt es für das nächste Jahr nicht mehr zu, mich im Bereich des Mentoring von Jugendlichen ehrenamtlich zu engagieren. Deshalb habe ich alle laufenden Betreuungen in die Hände von fähigen Menschen übertragen und mich verabschiedet.

Glücklich sein und glücklich fühlen

Was ist eigentlich Glück? Wie wird man eigentlich glücklich? Und wie schafft man es glücklich zu bleiben? Ein paar Gedanken eines leidgeprüften Zeitgenossen.

„Denn das Glück, sagte er sich, ist nicht, geliebt zu werden; das ist mit Ekel gemischte Genugtuung für die Eitelkeit. Das Glück ist, zu lieben und vielleicht kleine, trügerische Annäherungen an den geliebten Gegenstand zu erhaschen.“

Thomas Mann, Tonio Kröger

Tonio Kröger. Dieses Meisterwerk von Thomas Mann habe ich während meiner Jugend im Unterricht an der Schule gelesen. Es half mir durch die vermutlich schwerste Zeit meines Lebens. Heute, mit einem nüchternen Blick auf diese Vergangenheit, weiß ich, dass dieser eine Spruch aus dem Buch so viel Wahrheit in sich trägt, wie kaum eine andere Weisheit in dieser Welt. Liebe, das ist eine wichtige Zutat, um glücklich zu sein. Erfüllte Liebe hingegen nicht. Es muss unerfüllte Liebe sein. Erfüllte Liebe macht einen unglücklich.