Tagebuch von Akif Sahin

Instagramlos

Vor etwas über einer Woche habe ich meinen Instagram-Account gelöscht. Mir hat nicht gefallen, was Meta aus dem Ding versucht zu machen. Ich brauche keinen TikTok-Klon und ich brauche vor allem auch keine so merkwürdig falsch laufenden Algorithmen. Meine Reichweite war ohnehin zuletzt sehr gering. Das ist nun mal das Geschäftsmodell von Meta. Wer mehr Reichweite möchte, muss zahlen.

Doch dies allein hätte vermutlich nicht ausgereicht, da ich auch viele Bekannte und Freunde auf Instagram hatte, die mich immer wieder angeschrieben haben. Dieser direkte Draht zu mir fehlt. Aber das ist auch das Plus. Ich werde nämlich von Menschen, die mich kennen und brauchen auch weiterhin angeschrieben werden können, aber nicht mehr von Menschen, die mich einfach nur nerven möchten.

Instagram als Kanal gescheitert

Und dann ist da die Frage der Selbstinszenierung. Was vermitteln uns eigentlich all die Bilder, Reels, Videos und Stories auf Instagram für ein Menschenbild? Zuletzt hatte ich immer mehr das Gefühl, dass ich da einfach nicht mehr hingehöre und auch längere Auszeiten bewiesen mir immer wieder aufs Neue, dass sich die Mühe nicht lohnt, dort zu posten. Instagram ist für mich als Kanal gescheitert.

Dennoch bleibe ich dem Dienst (aus beruflichen Gründen) treu. Ich habe aber keinen eigenen Account mehr und werde mir vielleicht irgendwann später einen Fake-Account anlegen, um zumindest bestimmten Personen und Entwicklungen folgen zu können. Doch bis dahin gibt es eine längere Auszeit und die Gewissheit, dass das nächste Instagram-Projekt zunächst noch auf sich warten lässt.

Zu alt für Instagram? Löschen ist einfach!

Vielleicht bin ich aber auch nie wirklich bei Instagram angekommen. Zwischendurch gab es schöne Live-Sessions, einen guten Austausch, aber das ist längst nicht der normale Alltag. Stattdessen verliert man sich dabei, ständig den Newsfeed zu aktualisieren und zu schauen, was die anderen machen. Doch muss ich niemandem mehr etwas beweisen. Und mir selbst kann ich nur beweisen, auch ohne einen Instagram-Account leben zu können.

Wer wissen möchte, wie man seinen Instagram-Account löscht, der schaue hier in den Beitrag auf heise.de. Wer nur kurzfristig seinen Account deaktivieren möchte, dem wird auch dort geholfen. In diesem Sinne, auf mehr guten und schönen Austausch in der digitalen Welt und in der echten Welt.

Akif Şahin

Ich bin Akif Şahin aus Hamburg. Schreibe hauptsächlich zu den Themen Online-Marketing, Suchmaschinenmarketing und Islam. Hier gibt es Einsichten, Aussichten und Islamisches.

  • Mir geht es genauso. Ich mag diese Reels gar nicht. Die Werbung, die man mir präsentiert ist eine Katastrophe. Mir werden nur halbnackte, mit Unterwäsche bekleidete Frauen angezeigt. Da nutzt auch kein verbergen dieser Werbung. Ich besitze zwar einen Account, nutze ihn aber nicht mehr!

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