Das soziale Netzwerk Twitter arbeitet womöglich an einer neuen Powerfunktion, die vor allem Blogger:innen und Autor:innen Freude bereiten könnte. Wie Jane Manchun Wong auf Twitter mitteilte, arbeitet das Unternehmen anscheinend an einer neuen Funktion, die sich “Twitter Articles” nennt. Auf die versteckte Funktion ist Wong beim sog. Reverse Engineering gestoßen.

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Noch scheint es sich wirklich nur um eine Spielerei und Idee zu handeln, doch sollte Twitter tatsächlich die Funktion einführen, wäre das ein immenser Schritt hin zu einer noch relevanteren Veröffentlichungsplattform. Twitter würde mit einer solchen Funktion in direkte Konkurrenz mit Anbietern wie WordPress und Medium treten.

Twitter Articles würde Vorteile für Autor:innen und Blogger:innen bieten

Der Vorteil für viele Autor:innen und Blogger:innen wäre, dass sie ihre Artikel und Beiträge nicht mehr auf eigenen Blogs veröffentlichen müssten. Es wäre denkbar, dass Twitter mit der neuen Funktion bestehende Ideen verknüpft, wie beispielsweise ein Abomodell für Pro-Funktionen oder Bezahlschranken für Abonnent:innen.

Bisher konnten Nutzer:innen längere Beiträge in sog. Threads ordnen. Der Nachteil hier war schon immer, dass man sich durch die Threads durcharbeiten, teilweise noch mal zum Öffnen der Threads herumklicken musste und damit häufig mehr Interaktionen verbunden waren. Größere Texte lesen sich selbst mit Threads sehr schwierig. Eine Artikel-Funktion könnte hier Abhilfe schaffen.

Idee ist auch eine Gefahr für Twitter

Doch die Idee ist aber auch gefährlich. In der Vergangenheit hatte Facebook eine eigene Funktion, die genau diese Möglichkeit geschaffen hatte. Diese wird aber kaum noch genutzt. Facebook hat die Funktion langsam sterben lassen, auch weil die Interaktionen mit Artikeln häufig geringer ausfallen als mit kürzeren Inhalten.

Karriere-Netzwerke wie XING und LinkedIn haben solche Funktionen hingegen neu interpretiert und bieten ihren Nutzer:innen damit Möglichkeiten für professionellen Austausch an. Interessant könnte die Funktion für Twitter sein, wenn man nicht den gleichen Fehler macht wie Facebook und von Anfang an auch hier auf ein offenes Netz setzt. Dann wären die Inhalte auch für Google crawlbar. Bloggen und Micro-Blogging könnten endlich Hand in Hand gehen und die Stärken des sozialen Netzwerks ausnutzen.

Jetzt bleibt abzuwarten, ob und wann die Funktion kommt. Bisher hält man sich zum Leak eher bedeckt. Die Netzwelt spekuliert aber bereits, dass es demnächst zur Vorstellung kommen könnte.

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