Twitter: Blockieren, Stummschalten und zum Entfolgen zwingen

Twitter: Tipps zum Thema Blockieren, Stummschalten, Entfolgen und Kommentare Löschen

Das soziale Netzwerk Twitter verbindet Menschen. Doch manche User*innen können auf Twitter nervig sein. Dabei will man nur in Ruhe seine maximal 280 Zeichen absetzen und die eigenen Freund*innen und Follower*innen über Neuigkeiten informieren. Wenn eine Person einem jedoch zu sehr auf die Nerven geht, wird diese am besten einfach blockiert. Das ist auch eine gewisse Freiheit im Netz, die man glücklicherweise hat. Manchmal kann man sich aber auch anderer Lösungen bedienen, die nicht so hart ausfallen, wie das Blockieren von Accounts. Ein kleiner Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten in der Desktop-Version. Diese lassen sich auch auf die mobile Version und Twitter-App übertragen. Neu! Jetzt auch als kurzes Video.

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Wer einem gewaltig auf die Nerven geht, der wird blockiert. Das ist eine einfache und praktikable Möglichkeit, sich nerviger Twitter-Nutzer*innen endgültig und schnell zu entledigen. Die Blockierung nimmt man auf der Profilseite der betreffenden Person vor. In der rechten oberen Ecke, neben dem Folgen Button, finden sich drei Punkte, die ein Menü öffnen. Wenn man darauf klickt, öffnet sich das Auswahlmenü mit verschiedenen Optionen. Hier kann man den Unterpunkt blockieren auswählen. Klickt man darauf, wird noch einmal gefragt, ob man sich sicher ist, das Profil zu blockieren. Eine Bestätigung führt zum gewünschten Ergebnis.

Nutzer*innen auf Twitter blockieren, kann man über die drei Punkte. Hier Beispielhaft dargestellt an einem Account auf Twitter.
Nutzer*innen auf Twitter blockieren, kann man über die drei Punkte. Hier Beispielhaft dargestellt an einem Account auf Twitter.

Twitter-User*innen zum Entfolgen zwingen

Blockieren von User*innen ist jedoch oft nicht die beste Lösung. Denn die blockierte Person kann sehen, dass sie blockiert wurde. Nervige Personen – man nennt diese in der Netzwelt auch gerne Trolle – fühlen sich dadurch dazu ermuntert andere Accounts zu eröffnen oder mit anderen Mitteln weiter zu nerven. Es gibt aber auch die einfache Ausgangslage, dass man nicht möchte, das bestimmte User*innen einem folgen. Man möchte diese Profile nicht blockieren, nur das Folgen ist einem unangenehm. Das kann berechtigte Gründe haben.

Für solche Fälle gibt es eine Funktion, die im „alten“ Twitter noch vorhanden war, heute aber über einen einfachen Trick ausgeführt werden kann. Man geht auf das Profil der Person, die man entfernen möchte und klickt auf den Punkt blockieren. Dann hebt man die Blockierung wieder auf. Der Effekt ist: Die Person folgt einem nicht mehr und kann meistens sogar für eine gewisse Zeit auch nicht mehr einem einfach so folgen. Der Vorteil ist: Diese Aktion geschieht geräuschlos. Die betroffene Person merkt von dem Zwang zum Entfolgen erst einmal nichts und wird darüber auch nicht informiert. Falls es auffallen sollte, dann eher durch Zufall oder den Einsatz von Software.

Twitter-User*innen stummschalten

Eine andere Methode ist das Stumm schalten eines Profils. Dies eignet sich für Fälle, in denen man nicht möchte, dass die Person weiß, dass man sie und ihre Tweets gar nicht mehr verfolgt. Das Menü für stummschalten befindet sich ebenfalls im drei Punkte Menü. Einmal aktiviert, sieht man keine Tweets der Person mehr in der eigenen Timeline. Diese Funktion eignet sich z.B. für Freund*innen, die man nicht kränken möchte. Denn ein Entfolgen in der Netzwelt kann auch Auswirkungen auf das soziale echte Umfeld haben.

Gleichzeitig kann man das Blockieren und stumm schalten von Accounts auch kombinieren. Das hat vor allem den Effekt, dass man dann auch Tweets, die von Freund*innen geteilt bekommt, in denen blockierte Accounts beispielsweise erwähnt werden, auch nicht mehr sieht. Das ist ideal, wenn man bestimmte Personen wirklich für immer aus dem Leben und vor allem aus der eigenen Twitter-Timeline heraus haben möchte.

Kommentare von Twitter-User*innen löschen?

Eine häufige Frage ist, ob man Kommentare von Twitter-User*innen unter eigenen Beiträgen löschen kann. Das ist nicht möglich. Man kann aber in den betreffenden Kommentar gehen und dort das Drei Punkte-Menü auswählen. Hier kann man jetzt den Kommentar ausblenden wählen. In diesem Fall wird der Kommentar zwar nicht gelöscht und entfernt, er wird aber ausgeblendet für viele Nutzer*innen. Angezeigt können solche Kommentare zwar immer noch, aber erst durch Umwege und zusätzliche Klicks. Deshalb kann es sich lohnen, unliebsame Kommentare unter eigenen Beiträgen auszublenden. Dies geht aber wirklich nur für Kommentare von anderen unter den eigenen Beiträgen.

Überblick behalten, rückgängig machen: Twitter hat alles übersichtlich geordnet

Angesichts der vielen stumm geschalteten und blockierten User kann man schnell den Überblick verlieren. Muss man aber nicht. In den Datenschutz-Einstellungen, gibt es zwei Bereiche, über die man sich auflisten lassen kann, wen man Stumm geschaltet hat oder wen man blockiert hat. Dort kann man jeweils die Dinge auch schnell wieder ändern, wenn man sich eine andere Meinung über das Blockieren und stumm schalten gebildet hat.

Im Übrigen kann man sich auch bestimmten Tools bedienen, die diese Funktionen automatisch erledigen und anbieten. Es gibt verschiedene und gute Dienste, die auch zeigen, welche User einem auf Twitter beispielsweise nicht mehr folgen. Das ist praktisch, wenn man den Überblick nicht verlieren möchte. Wichtig ist hier aber auch, den Datenschutz nicht zu missachten. Einige Tools funktionieren beispielsweise nur, wenn man Zugriff auf den eigenen Account erteilt. Das kann aus Datenschutzgründen problematisch sein.

Frage: Können blockierte User mich trotzdem sehen oder finden?

Die Blockierung auf Twitter erfolgt auf Account-Ebene. Das bedeutet, dass ein eingeloggter Benutzer mit seinem Account einen Hinweis sieht, dass er blockiert wurde. Allerdings hält das nicht einfach davon ab, dass die blockierte Person die eigenen Beiträge lesen kann. Beispielsweise ist es möglich sich auszuloggen und den Profil-Link zu öffnen. Wenn der Account öffentlich ist, dann sind die Beiträge auch öffentlich. Blockierte Nutzer können aber nicht mehr auf die Beiträge und Tweets antworten oder mit diesen interagieren.

Wer auch hier eine Lösung möchte, müsste seinen Account auf Privat stellen. Aber auch dann ist es möglich, dass sehr kreative Stalker sog. Fake-Accounts anlegen und sich als fremde Personen ausgeben, um zu sehen, was die Person schreibt. Um es mit dem einfachen Credo zu halten: Das Web vergisst nie, deshalb sollte man auch immer bedenken, was man teilt und sagt.

Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine aktualisierte Fassung eines Beitrags aus dem Jahr 2015. Er wurde in der Zwischenzeit weiter angepasst und erweitert. Es werden auch gerne Fragen zu den Funktionen beantwortet.