post für dich und mich

Post für mich/dich

Manchmal können uns selbst einfache Dinge im Briefkasten erfreuen.

Ich gehe nur noch ein paar mal die Woche an den häuslichen Briefkasten. Fast alles in meinem Leben, inklusive diverser Verträge, läuft nur noch digital ab. Da gibt es also meist keine Eile zum Postkasten zu rennen und täglich nachzuschauen. Die Dinge können meist noch mehrere Wochen warten. Umso erfreuter war ich dieses Wochenende Post erhalten zu haben, die persönlicher und erfreulicher Art war.

Ein persönlicher Brief und ein Buch für die Zeit im Lockdown

Gerhard Schweizer, Kulturwissenschaftler und Schriftsteller, hat sich die Zeit genommen mir einen persönlichen Brief zu schreiben und dazu ein Buch aus dem Jahr 2007 zuzusenden. Wir hatten nach der letzten Rezension eines seiner Bücher einen kleinen Mailaustausch und davon ausgehend hat er angenommen, dieses Buch könnte meine Zeit im Lockdown verkürzen. Ich habe mich sehr über den Austausch gefreut und freue mich auch darauf in dieses Buch einzutauchen. Wie einige gute Beobachter*innen dieses Blogs wissen, bin ich ein großer Fan der Schreibkunst von Herrn Schweizer.

Der unbekannte Islam von Gerhard Schweizer

Ein Magazin eines (muslimischen) Künstlerkollektivs

In einer Zeit, in der Querdenken noch als etwas Positives wahrgenommen wurde, hat sich eine kreative Plattform für Jugendliche und junge Erwachsene gegründet. Glücklicherweise trägt die Plattform den Namen “Kursivdenker” und setzt sich für einen Perspektivenwechsel durch künstlerische Arbeit ein. Entstanden ist das Projekt im Rahmen des Online-Präventionsprojektes von “Think Social Now 2.0“. Ich habe dieses Projekt von Anfang an entsprechend verfolgt, hat es sich doch der Präventionsarbeit unter muslimischen Jugendlichen in Hamburg gewidmet.

„KursivDenker“ hat im vergangenen Jahr mehrere Online- und Präsenz-Veranstaltungen gehabt, mit denen die kreative Arbeit und die persönliche Entwicklung des Zielpublikums in einem sog. Safe Space (geschützter Raum) gestärkt und gefördert wurden. Mit Schreibateliers, Leseateliers und Kunstateliers hat man sich erfolgreich durch die Pandemie gewurstelt und erfreut sich bei den Teilnehmenden großer Beliebtheit. Festgehalten wurde die Arbeit nicht nur auf sozialen Medien, sondern auch in einem Magazin, das vor Kurzem fertiggestellt wurde.

Kübra von den Kursivdenkern hat mir die frische Ausgabe zugesendet und ich bin begeistert. Für dieses Jahr hat sich das Kollektiv auch eine ganze Menge vorgenommen und wir dürfen gespannt sein, was da noch so alles kommt. Übrigens: Das Magazin kann man sich kostenlos (auch als PDF) zusenden lassen. Wer Interesse hat, sollte also unbedingt die Website der Kursivdenker besuchen und schnell eine Bestellung aufgeben. Link: https://kursivdenker.jimdosite.com/

Dein Kindheitsfreund steht vor der Tür

ermüdet

Der Lockdown strauchelt uns alle. Entsprechend habe ich so Tage, an denen ich mich einfach nur noch ins Bett lege und schlafe. So war das auch gestern der Fall. Doch ausschlafen wollte man mich nicht lassen. Stattdessen kam meine Frau rein ins Schlafzimmer und weckte mich auf mit den Worten: “Akif, vor der Haustür steht jemand, der sagt, er sei dein Kindheitsfreund.”

Vor der Haustür stand Ahmet. Mein Freund aus Kindheitstagen hatte die Schnauze voll vom Lockdown und wollte einfach mal so auf just for fun ein paar Leute besuchen. Wir waren gemeinsam dann einen Kaffee unter freiem Himmel trinken. Natürlich mit Abstand und sonst auch mit FFP2-Maske. Der Schlaf war übrigens danach hin. Stattdessen hatte ich dann nur noch Nachrichten im digitalen Postfach. Auch, weil das Bild von mir, das Ahmet geschossen hat, Bände spricht.

Verschenkt doch mal wieder ein Buch

Vor ein paar Tagen musste ich mir die Frage stellen, was ich einem alten Freund, Weggefährten und großen Bruder schenken kann. Ich habe die ganze Zeit überlegt, was ich ihm schenken soll. Am Ende entschied ich mich für das Naheliegendste: ein Buch aus meiner Privatbibliothek. Um ein Zeichen zu setzen, handelt das Buch von Freundschaft und ist von Rafik Schami. Vielleicht ist das eine kleine Inspiration. Wir sollten aus meiner Sicht wieder mehr Bücher verschenken. Am besten aus der Privatbibliothek, damit die Menschen auch wissen, sie sind etwas Besonderes.

Lesestoff

Seit ein paar Monaten bin ich wieder Abonnent der Islamischen Zeitung. Zwischendurch habe ich sehr mit dieser Zeitung und ihrem Herausgeber gehadert. Aber auch ich muss zugestehen, dass sich die Qualität der Beiträge und der Inhalte deutlich weiter entwickelt hat. So muss man gute Arbeit auch unterstützen, fern von persönlichem Befinden.

Entsprechend habe ich ein Abo und bin auch von der aktuellen Ausgabe sehr angetan. Vielleicht eine Idee für euch, wo ihr fern vom Alltag interessante islamische Artikel als Snack konsumieren könnt. Übrigens: Das Redesign der Seite wurde durch den Entwickler Alp Uçkan nicht nur optisch hervorragend umgesetzt. Link: https://islamische-zeitung.de/

Islamische Zeitung
Die aktuelle Ausgabe der Islamischen Zeitung