Ads-Plattformen: Google will Identitäten von Werbetreibenden überprüfen

Google will künftig die Identitäten aller Werbetreibenden auf seinen Ads-Plattformen kennen. Künftig sollen bei Anzeigen aus Transparenzgründen mehr Informationen über die Anzeigen-Schalter stehen.

Google will die Identitätsprüfung auf seinen Ads-Plattformen erweitern und letztlich alle Werbetreibenden auf seinen Plattformen überprüfen und verifizieren. Bisher wurde das neue Verfahren zum Identitätscheck vor allem im Bereich politischer Werbeanzeigen durchgeführt, um politische Kampagnen transparenter zu machen. Damit sollten Konsumenten erkennen können, wer hinter einer Online-Anzeige steckt.

Künftig sollen nun alle Accounts von Werbetreibenden die Verifizierung machen müssen. Wer sich der Verifizierung und Identifikation entzieht, könnte von der Veröffentlichung und Schaltung von Anzeigen und Werbung auf der Google-Suchmaschine, dem Display-Netzwerk, YouTube und sonstigen Partner-Netzwerken ausgeschlossen werden.

Google will mehr Transparenz in den Anzeigen

Google gibt in einem Blogbeitrag an, dass die Maßnahme vor allem gegenüber den Konsumenten und Internet-Nutzern mehr Transparenz schaffen soll. Schon jetzt können User erfahren, warum gerade eine bestimmte Werbung für sie geschaltet wird und wie sie personalisierte Werbung ausschalten und einschränken können.

Mit der neuen Verifikation würden auch Angaben zu allen Werbetreibenden in die Anzeigen-Informationen mit einfließen. Das wirft natürlich neue Fragen auf. Bei politischen Kampagnen und Anzeigen kann man beispielsweise schon jetzt erkennen, ob eine Anzeige zu einem bestimmten Thema von einer bestimmten Partei oder Unterstützern erstellt würde.

Im Sommer geht es los – zunächst in den USA

Künftig könnten Anzeigen zu den Urhebern durchaus für mehr Transparenz sorgen. Beispielsweise, wenn ein Dachverband für die Sicherheit von Autos wirbt, ohne das auf der Landingpage ersichtlich wird, wer hinter der Anzeige steckt. Auch Studienergebnisse, die gepusht werden, könnten so durchaus besser verständlich werden, wenn man weiß, wer für die Ergebnisse der Studie wirbt.

Das Identifikationsprocedere selbst scheint nicht besonders aufwendig zu sein. Es werden Standard-Unterlagen und Informationen abgefragt. Doch die Vorschau auf mögliche Einsichten zu den Urhebern einer Anzeige sind durchaus interessant und wirken transparent. Erste Abfragen für alle Kunden in diesem Bereich sollen bereits ab Sommer beginnen.

Die betroffenen Accounts werden Einblendungen und Aufrufe zum Erledigen der Verifikation erhalten. Betroffen von der Maßnahme sind zuerst US-Accounts. Weitere Accounts in der gesamten Welt sollen folgen. Es bleibt abzuwarten, ob die Maßnahme dazu beiträgt, dass Anzeigen transparenter werden. Vor allem dürfte die Maßnahme bekannte Scam-Versuche eindämmen und einige politisch motivierte Anzeigen stoppen.

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