Blog

Google Alerts: Recherche und Monitoring

Wie man mit Google Alerts Recherche und Monitoring zu bestimmten Themen betreiben kann.

Manchen Themen im Web möchte man folgen, ohne viel Geld für Recherche und Monitoring ausgeben zu müssen. Unternehmen können auf klassische Medienbeobachtung setzen, beispielsweise über Anbieter und PR-Lösungen wie Argus Data Insights oder Meltwater. Damit verpasst man kaum etwas. Einfache Nutzer*innen, die wenig bis gar keine großen finanziellen Ressourcen zur Verfügung haben, müssen jedoch auf Alternativen ausweichen. Eine Alternative bildet dabei „Google Alerts“. Diese Funktion steht Google-Nutzer*innen kostenlos zur Verfügung.

Recherche und Monitoring lässt sich mit Google Alerts einfach gestalten. Damit gewöhnt man sich auch einen gewissen Arbeitsablauf an. Wer nach Themen und Inhalten sucht und recherchiert ist außerdem meist besser informiert. Dies ist wichtig, denn Nutzer*innen sollten sich ein umfassendes Bild zu einer Sache oder einem Thema machen, bevor sie anfangen über das Thema oder die Sache zu schreiben. Wer mit Halbwissen gefüllt Artikel aufsetzt, stößt irgendwann an seine Grenzen.

Seit über 16 Jahren im Einsatz

Es ist deshalb wichtig, welche Tools und Möglichkeiten man für die eigene Recherche oder das Monitoring im Alltag nutzt. Neben Tickern von Nachrichtendiensten, Monitoring-Tools verschiedener Anbieter und natürlich auch Bibliotheken und Fachzeitschriften, greife ich persönlich besonders stark auf ein Tool zu, das ich jetzt seit seinem Start vor über 16 Jahren nutze. Es handelt sich um Google Alerts.

Google Alerts liefert Ergebnisse zu bestimmten Stichwörtern, Namen oder ganzen Sätzen, die im Index der Suchmaschine auftauchen. Anders als die Begriffe nur in die Suchmaske einzugeben, handelt es sich bei dieser Lösung um eine sog. dauerhafte Recherche. Das heißt, immer wenn etwas hinzukommt, dann werde ich über die neuen Inhalte informiert. Auf Wunsch per Mail oder auch per abonnierbarem RSS-Feed.

Google Alerts können dazulernen

Das ist sehr praktisch, weil man zwar weiterhin die Recherche betreiben muss, Arbeitsschritte jedoch immer wieder entfallen. An einem Sichten der Ergebnisse kommt man allerdings nicht vorbei. Je spezialisierter man suchen lässt, desto häufiger treten auch Fehler auf. Allerdings stellt sich Google Alerts mit der Zeit auf die Bedürfnisse der Nutzer*innen ein, wenn man es mit Daten füttert und dies auch explizit gewünscht ist.

Wenn z. B. die Meldung in einem Alert unzureichend ist oder die Quelle schon an sich irrelevant, dann kann man diese auch als „irrelevant“ markieren. Das geht, in dem man sich die Google Alerts per E-Mail (Gmail Account notwendig) zuschicken lässt. Dort gibt es hinter jedem Beitrag, der in der Mail enthalten ist einen Button, um Texte als irrelevant zu markieren. Ein Fall aus der Praxis: Ich suche nach Nachrichten zu „Kopftuch“ und erhalte Mails zu Kopftüchern die bei ebay angeboten werden. Je häufiger man nun solche Einträge als irrelevant markiert, desto präziser werden die Ergebnisse der Alerts.

RSS-Feeds sind eine bessere Lösung

Mittlerweile nutze ich Ergebnisse aus Google Alerts jedoch ausschließlich über RSS-Feeds. Der Hintergrund dafür ist so simpel wie verständlich. Bei der Vielzahl von Stichwörtern und Begriffen, die ich als Alerts eingerichtet habe, quoll irgendwann mein E-Mail-Postfach über. Das Aufräumen des Postfachs wird zeitaufwendiger je mehr Stichworte, Personen und Sätze als Alerts angelegt werden.

Fachbegriffe und die Menge ließen es nicht mehr zu, alles per E-Mail zu bearbeiten. Mit RSS-Feeds hat man aber den besonderen praktischen Vorteil, dass man nur noch Überschriften sichten muss und erst dann klickt, wenn etwas wichtig sein könnte oder wichtig erscheint. Das spart am Ende viel Arbeit, Zeit und Nerven, weil man nicht mehr einzelne E-Mails der Reihe nach sichten und abarbeiten muss. Außerdem lässt sich über eine bessere Software deutlich schneller sortieren und speichern, was man als relevant sieht.

Google Alerts sind für mich jedenfalls ein gutes und einfaches Werkzeug, um rudimentär Recherche und Monitoring zu betreiben. Wer mehr möchte, muss tief in die Tasche greifen. Gerade für kleinere Vereine, (freie) Journalist*innen und Blogger*innen ergibt diese Lösung mehr Sinn. Durch gezielte Recherchen ergeben sich immer wieder Hinweise auf neue Themen, zu denen man dann einzelne Beiträge und Artikel schreiben kann.

Tags
Mehr

Akif Sahin

Akif Sahin | Blogger, Muslim, Speaker und SEM-Experte aus Hamburg | Schreibt zu analogen und digitalen Themen wie Social Media, (Online-)Marketing, Feuilleton und WordPress.

Weitere Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Back to top button
Close