Matomo: Neue Version mit entscheidender Neuerung

M

Die Statistik- und Analyse-Software Matomo wurde in der Version 3.12.0 veröffentlicht. Die neue Version kommt mit einer entscheidenden Neuerung. Matomo wird attraktiver für Webanalysten.

Wer Web-Statistiken erfassen und analysieren möchte, greift so gut wie immer auf die fertige Lösung Google Analytics zurück. Google Analytics gilt als Standard, wenn es um zuverlässige Analyse und Tracking-Methoden von Nutzern auf Websites geht. Die Kritik wegen Datenschutzbedenken spielt zwar immer wieder eine Rolle, wird aber meistens ausgeblendet. Den quasi Monopol-Status von Google hat vor vielen Jahren Matomo (damals noch unter dem Namen Piwik) versucht anzugreifen. Der Erfolg in der Masse blieb zwar aus, allerdings schaffte sich Matomo eine eigene Nische – für alle, die Wert auf Eigenständigkeit und völlige Kontrolle der Daten haben wollten.

Aktuell liegt Matomo in der Version 3.12.0 vor und bringt eine entscheidende Neuerung mit, die vielleicht das Tool noch attraktiver für alle Webanalysten machen könnte. Ab sofort ist es nämlich möglich Vergleiche zwischen Datensätzen über den Kalender vorzunehmen. Bisher musste man hier entweder über Plugins oder eigene Berichte und Erweiterungen solche Vergleiche vornehmen. Die Neuerung wurde mit der aktuellen Version eingeführt und funktionierte im Test ziemlich gut. Man kann Tage, Monate, Jahre, einen eigens definierten Zeitraum und auch einzelne Segmente in den Datenbereichen miteinander vergleichen.

Selbst hosten, Daten und Tracking selbst kontrollieren

Matomo ist eine interessante Webanalyse-Software für alle, die mehr Wert auf Datenschutz und Kontrolle der Daten legen.

Zur Anleitung für die selbst-gehostete Version

Mit dieser Neuerung wird Matomo weiter attraktiv für alle Webanalysten, die fern von Google die Hoheit über die Daten behalten wollen. Beispielsweise kann man mit Matomo datenschutzkonform arbeiten und das Tracking anpassen. Beispielsweise ist es möglich von Haus aus DSGVO-konforme Einstellungen vorzunehmen und mit Tools die DSGVO-Vorgaben umzusetzen. Das Tracking kann außerdem eingeschränkt werden, beispielsweise mit einer Anonymisierung und der Unterstützung von Standards wie „Do Not Track„. Ebenfalls werden Möglichkeiten für Opt-Out per Cookies möglich gemacht.

Matomo selbst trackt alles, was man eigentlich braucht. Neben Seitenaufrufen, Absprungraten, Besuchern und Statistiken zu Leads und Referrern können alle Funktionen auch über eine REST-API auf eigene Bedürfnisse angepasst und ausgelesen werden. Auch die Definition und das Anlegen von Zielen und E-Commerce Indikatoren sind möglich. Darüber hinaus erfreut sich Matomo einer breiten Community, die immer wieder neue (bezahlte und kostenlose) Plugins und Lösungen programmieren und auch Spam in den Ergebnissen den Kampf angesagt haben. So werden mit jeder Veröffentlichung auch die Datenbanken zu Spam-Referrern durch die Community aktualisiert.

Demnächst auch als kostenloses WordPress-Plugin

Demnächst soll auch ein Plugin für WordPress veröffentlicht werden, dass die Analyse deutlich einfacher für WordPress-Nutzer machen soll. Das Plugin liegt in einer Beta-Version vor und wird aktuell getestet. Es soll so für WordPress Nutzer, also einen großen Teil der Webgemeinde, möglich werden, Analysen einfacher zu nutzen und dabei volle Kontrolle über die Daten zu haben.

Durch seinen offenen Quellcode und seine Möglichkeiten ist Matomo weiterhin eine interessante Webanalyse-Software, die man auf jeden Fall berücksichtigen sollte. Mit der jüngsten Neuerung wird Matomo noch attraktiver und einfacher in der Bedienung. Es konzentriert sich weiterhin auf das Wesentliche in der Analyse: Was wollen die Nutzer?

Kommentar hinzufügen

Über Akif Sahin

Blogger Akif Sahin aus HamburgAkif Sahin arbeitet als Spezialist für Suchmaschinen-Marketing (SEO/SEA) bei einem Träger der freien Jugendhilfe in Hamburg. Er ist Blogger, Social Media und SEM Experte und engagiert sich für eine bessere Gesellschaft.

Neueste Beiträge

Neueste Kommentare