WordPress 5.3

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Die Entwicklung an WordPress 5.3 durch die Community und Verantwortlichen geht stetig voran. Mittlerweile gibt es auch schon eine dritte öffentliche BETA-Version des beliebten Blog-CMS zum Testen. Ich habe auf einer Testplattform mal ein bisschen hereingeschaut, um zu sehen, was uns eigentlich so erwartet.

Twenty Twenty und Block-Editor Gutenberg

Der Fokus der Arbeit der Entwickler lag schwerpunktmäßig auf zwei Bereichen: Einerseits ein neues freies Theme für WordPress, dass auf den Namen „Twenty Twenty“ hört und andererseits auf der Verbesserung des Block-Editors „Gutenberg„.

Anders als in den Jahren zuvor ist das neue Standard-Theme „Twenty Twenty“ tatsächlich wieder was für einfache Blogger. Das schlichte und überschaubare Design mit ein paar farblichen Nuancen erlaubt in Verbindung mit dem Block-Editor ein sehr flexibles Endprodukt. Twenty Twenty wird für viele vermutlich ein neuer und einfacher Standard werden, wenn es nur darum geht, sofort und ohne große Anforderungen zu bloggen.

Auch der Blockeditor wurde weiter aufgeschraubt. In der Ankündigung steht, im Editor seien etwas über 150 Verbesserungen und Neuerungen vorgenommen worden. Allerdings wird der Großteil davon für die Mehrheit der Nutzer nicht sichtbar sein. Anders als z. B. neue Embed-Elemente geht es bei den diesmaligen Verbesserungen vor allem um den Bereich der Darstellungsformen und der Bilder.

Bilder werden für das Web optimiert und skaliert

So werden Bilder künftig, auch wenn sie in schlechter Qualität mit dem Smartphone geschossen wurden, durch das System etwas besser dargestellt. Das zeigte sich auch in den ersten Tests auf meiner Seite. Hier scheint es eine neue Hochskalierung zu geben, die zwar nicht verlustfrei ist, aber immer noch einiges aus den Bildern herausholt. Auch werden die Skalierungen solcher Bilder für eine bessere Darstellung dafür sorgen, dass auch SEO-technisch die Bilder durchaus weniger Speicherplatz fressen und schneller dargestellt werden.

Dafür soll es auch Spielereien an den Standardgrößen für Bilder geben, die aber im Test nicht ersichtlich waren. So wurde ein Beispielbild mit einer Abmessung von 3264 x 2448 Pixeln und einer Gesamtdateigröße von 2,22 MB durch das System herunterskaliert auf 2560 x 1920 Pixel (was auf eine Skalierung auf Full-HD-Standard hindeutet) und auf eine Dateigröße von 622 kb komprimiert. Das ursprüngliche Format JPEG wurde beibehalten. Das Bild sah im Test etwas unschärfer aus, allerdings scheint das eher ein Problem des Motivs gewesen zu sein.

Block-Editor: Mehr Barrierefreiheit und Designs

Es gibt immer noch Nutzer, die bei WordPress völlig ohne den Einsatz einer Maus auskommen möchten. Bisher hat Gutenberg das nicht leisten können, doch jetzt gibt es tatsächlich neue Möglichkeiten den Editor völlig ohne Maus und nur mit der Tastatur zu bedienen. Neu sind auch Verbesserungen für Menschen mit Einschränkungen in der Sehfähigkeit.

Worauf man sich aber wohl mehr konzentriert hat, scheint eine Möglichkeit zu sein, die Inhalte zu gruppieren. Damit ist es möglich die einzelnen Bereiche der eigenen Website in farbliche Bereiche zu unterteilen. Mit Gruppieren werden Inhalte einer Gruppe hinzugefügt und es gibt die Möglichkeit eine eigene Farbe für den Hintergrund der gruppierten Elemente einzustellen. Neu sind auch feste Breiten in Tabellen und Streifen als Stil-Elemente um Zeilen in Tabellen besser voneinander zu unterscheiden.

Außerdem können jetzt bei Überschriften ebenfalls farbliche Nuancen durch Steuerungen der Hintergründe gesetzt werden und auch Anker eingestellt werden. Damit ist es auch möglich flexible FAQ-Seiten aufzubauen. Hier rät es sich aber an, nochmals in strukturierten Daten zu denken, nachdem man die Basis geschaffen hat. Die WordPress-Entwickler versprechen, dass die farblichen Möglichkeiten im Design von Blöcken überall möglich sind, wo die Blöcke auch solche Möglichkeiten anbieten. Wir dürfen uns also insgesamt auf mehr Farben in den Blöcken vorbereiten.

Weitere Verbesserungen in WordPress 5.3

Bilder, die nicht richtig ausgerichtet werden, sollen jetzt automatisch ausgerichtet werden. Die Funktion scheint beim Upload gut zu laufen. Ich hatte keine Beschwerden.

Auch die neuen Kennzeichnungen für externe Links sollen im Bereich Kommentare direkt eingebaut werden.

Der Site Health Check erhält noch mal ein kleines Update. Allerdings ist mir noch immer nicht klar, was da genau gemacht wurde. Ich kann nur mitteilen, dass es jetzt Hinweise auf die PHP-Version gibt, wenn diese veraltet scheint. Außerdem werden Empfehlung für die Entfernung von inaktiven Plugins und Themes angezeigt. Auch eine Meldung zu fehlender https-Verschlüsselung ist vorhanden. Ich habe nicht darauf geachtet was neu ist und bin bisher auch nicht ganz fündig geworden.

Was ein bisschen nervig werden wird, ist die Erinnerung an die Admin-EMail-Adresse. Es wird von Zeit zu Zeit eine Erinnerung auf Prüfung der Angaben geben. Mich nervt so etwas, andere brauchen aber solche Erinnerungen anscheinend.

Wichtig ist auch, dass die Entwickler planen, dass WordPress 5.3 vollständig kompatibel zu PHP Version 7.4 sein soll. Ob das wirklich gelingt und ob davon auch Themes profitieren ist aktuell noch eher zu hinterfragen. Es ist aber ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.

WordPress 5.3 soll laut Zeitplan im November erscheinen und verfügbar sein. Die aktuelle Beta-Version lässt diesen Zeitplan realistisch erscheinen. Wir dürfen uns also freuen.

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Über Akif Sahin

Blogger Akif Sahin aus HamburgAkif Sahin arbeitet als Spezialist für Suchmaschinen-Marketing (SEO/SEA) bei einem Träger der freien Jugendhilfe in Hamburg. Er ist Blogger, Social Media und SEM Experte und engagiert sich für eine bessere Gesellschaft.

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