Galaxy Fold vorgestellt – Samsung mit echter Innovation am Start

Samsung CEO DJ Koh ließ es sich nicht nehmen das neue Samsung Galaxy Fold selbst vorzustellen. Erwartet wurde das faltbare Smartphone schon länger, da es auch auf diversen Veranstaltungen bereits vorgestellt und angekündigt wurde, aber das es dann doch so schnell geht, damit haben viele Experten nicht gerechnet. Das Smartphone ist nach Angaben von Samsung nämlich einsatzbereit und wird aktuell für den Verkauf ab Mai 2019 vorbereitet. Der einzige Haken? Ein ziemlich happiger und stolzer Preis zum Marktstart, der bei 2.000 € liegen dürfte.

Doch was kann das faltbare Smartphone? Das war auch die Frage, die alle Zuschauer weltweit beim Samsung-Event in Kalifornien bewegt hat. Mit Spannung wurde endlich auf die Vorstellung des Gerätes gewartet und tatsächlich konnte Samsung mit einer Innovation aufwarten. Das Smartphone besteht aus zwei teilen, die übereinander geklappt, also gefaltet, werden können. Dabei gibt es, wie gewohnt auch ein Front-Display und eine Rückseite mit einer Triple-Kamera. Neu ist, dass das faltbare Smartphone mehrere Applikationen gleichzeitig auf dem faltbaren Bildschirm laufen lassen kann. Es ist beispielsweise möglich im Internet zu surfen, während gleichzeitig Apps für Kalender, Chats und Messaging aktiv auf dem Bildschirm sind.

Vorstellungsvideo für das Galaxy Fold auf YouTube

Innovation beim Bildschirm des Samsung Galaxy Fold

Das Display lässt sich den verschiedenen Bedürfnissen der Nutzer anpassen und auch verschiedene Anwendungsszenarien lassen sich mit dem Galaxy Fold abbilden. Dabei biegt sich der Bildschirm nicht. Er faltet sich und das ist tatsächlich die Innovation, an der schon diverse Produzenten und Hardwarespezialisten seit Jahren arbeiten. Mit dem Fold legt Samsung vor. Um das zu erreichen hat Samsung nach eigenen Angaben auch eine eigene Polymerschicht erfunden und ein Display entwickelt, das rund 50 Prozent flacher sein soll, als ein typisches Smartphone-Display. Das neue Material mache das Galaxy Fold “flexibel, widerstandsfähig und ermöglicht eine lange Lebensdauer.”

Das Samsung Galaxy Fold mit der Vorder- und Rückseite.
Samsung Galaxy Fold Vor- und Rückseite Ⓒ Samsung

Um den Faltmechanismus abzubilden hat sich Samsung nach eigenen Angaben an einem neuen Mechanismus abgearbeitet. Das Galaxy Fold öffnet sich wie ein Buch und schließt mit einem Klick-Geräusch. Dafür wurde ein eigenes Scharnier entwickelt, bei dem mehrere Zahnräder ineinandergreifen und so das Falten beim Smartphone abbilden. Sichtbar ist das Scharnier allerdings nicht. Es ist fest im Gehäuse verbaut und von außen nicht zu sehen.

Ausstattung beim Galaxy Fold?

Das Galaxy Fold kommt mit einem Fingerabdruckscanner, zwei integrierten Akkus und verschiedenen Farben wie “Space Silver” oder “Astro Blue”. Nutzer können auf der “Multi-Active Window” genannten Bedienoberfläche bis zu maximal drei Apps gleichzeitig öffnen und verwenden. Dabei wird laut Samsung auch sichergestellt, dass sich das Fold die Anordnung der geöffneten Apps und Fenster merkt, wenn das Gerät gefaltet bzw. geschlossen wird. Auch beim Thema Apps hat Samsung wohl eng mit der Google und Android-Community zusammengearbeitet. Beliebte Apps wie Facebook, WhatsApp und YouTube sollen bereits mit der Benutzeroberfläche des Galaxy Fold kompatibel sein.

Innenseite des Samsung Galaxy Fold - Faltbares Smartphone
Innenseite des Samsung Galaxy Fold Ⓒ Samsung

Dem Fold wurde laut Samsung ein starker und nicht näher definierter Prozessor und 12 GB Arbeitsspeicher (RAM) spendiert. Das Gerät unterstützt auch die “Wireless PowerShare 1”-Technik. Damit ist es möglich, andere unterstützte Smartphones aufzuladen, während das eigene Gerät aufgeladen wird. Insgesamt bringt das Galaxy Fold sechs Kameras mit. Drei auf der Rückseite, zwei auf der Innenseite und eines auf der Front-Seite. Damit bringt das Fold eines der flexibelsten Kamerasysteme für ein Smartphone mit.

Auch Bixby ist auf dem Galaxy Fold verfügbar – ebenfalls in deutscher Sprache

Unterstützung bringt das Galaxy Fold auch für Samsungs DeX2. Damit ist es möglich das Smartphone quasi über die hauseigene Samsung-Docking-Station in einen PC zu verwandeln. Natürlich ist das nur gegen Aufpreis für die DeX2 möglich. Es bleibt zudem eine Android-Oberfläche, ist also kein vollwertiger PC-Ersatz für Personen, die nur Windows nutzen. Ebenfalls an Bord ist auch der Sprach- und KI-Assistent Bixby. Dieser wird aktuell (nach einer längeren Beta-Phase) auch in deutscher Sprache verfügbar gemacht – auch für ältere Samsung-Geräte. Beim Galaxy Fold soll Bixby verschiedenste Aufgaben nahtlos übernehmen können.

Das Samsung Galaxy Fold wird es in verschiedenen Farben geben.
Das Samsung Galaxy Fold wird es in verschiedenen Farben geben. Ⓒ Samsung

Das Samsung Galaxy Fold wird in Deutschland im zweiten Quartal 2019 sowohl im Samsung Online Shop sowie bei den Netzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica verfügbar sein. Es wird ein Verkaufspreis für das Gerät, ohne Mobilfunk-Vertrag, von rund 2.000 € angenommen. Das ist ein happiger Preis, der viele Käuferschichten bereits dadurch ausschließen dürfte. Allerdings muss man auch bedenken: Es handelt sich um eine völlig neue Technik. Early Adopter würden vermutlich 2.000 €, ebenso wie Business-Kunden, durchaus bezahlen. Dafür hätte man allerdings auch die erste Version dieses Gerätes in der Hand, das für den Massenkonsumenten erstellt wurde.

Kaufen oder nicht?

Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass solche Hard- und Software-Lösungen oft noch mit leichten bis großen Problemen zu kämpfen haben. Hinzu kommt, dass bei Samsung die Preise nach einigen Monaten bereits deutlich in den Keller gehen. Entsprechend sollte man sich aufstellen. Wer nicht gerade die modernste Technik sofort sein eigen nennen möchte, sollte abwarten und vor allem schauen, was von den “Early Adoptern” zum Gerät gesagt wird.

Veröffentlicht von Akif Sahin

Akif Sahin - Blogger und Islam-Experte. inspiriert durch Vielfalt.

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