Google Grants und Domain-Änderungen

Seit der Umstellung der Richtlinien für Google Grants ist der Support für die „Kunden“ des Services ziemlich mau. Wer beispielsweise versucht den Kundensupport per Telefon zu erreichen, wird gefühlt abgebügelt. Auch wenn man eigentlich eine simple Frage hat, kriegt man am Telefon keine Antwort (falls überhaupt jemand rangeht) und der Mail-Verkehr kann ebenfalls frustrierend sein. Ein aktuelles Fallbeispiel, dass ich bei einem externen Kunden gelöst habe, zeigt die Dimensionen des Abgrunds auf.

Konkret ging es darum, dass eine gemeinnützige GmbH Google Grants beantragen wollte. Allerdings sollten die Grants für ein Projekt der gemeinnützigen Organisation genutzt werden, dass nicht auf der Haupt-Domain des Vereins verankert ist und einen ganz anderen Namen trägt. Google kennt die Problematik und normalerweise kann man solche Probleme auch sehr schnell lösen. Doch aktuell kriegt man so gut wie keinen vernünftigen Support. Entsprechend scheiterte das Projekt, weil die Organisation die Domain des Projektes versuchte zu beantragen, aber Google die nicht-Haupt-Domain im ersten Schritt ablehnte.

Domainänderungen und zusätzliche Domains können bei Google Grants beantragt werden

Der Fehler lag darin, dass man einen Zwischenschritt gehen muss. Google muss zunächst überprüfen, ob der Antragsteller wirklich für das Grants Programm auch zugelassen werden kann. Dafür braucht Google in aller Regel wirklich die Hauptdomain, selbst wenn man dafür keine Grants Ads schalten möchte. Deshalb sollte man auch immer die Hauptdomain angeben. Erst wenn man zugelassen ist, sollte sich eine neue Domain eintragen lassen. Bloß: Das weiß so gut wie Niemand. Vor allem scheitern Google Ads Experten an der Thematik, weil Ads eben doch anders funktionieren als Grants. Da der Support auf solche Anfragen immer mit der gleichen Antwort reagiert, sei hier der Weg ohne Umschweife erklärt: Es gibt ein Formular, mit dem man die Domain für Grants ändern, ja sogar weitere Domains in einen Grants Account hinzufügen kann.

Als der Kunde mich – nach einer Empfehlung – anrief und um Rat gebeten hat, habe ich kurz den Weg erklärt. Überzeugend war das für den Kunden zunächst nicht. Ich schien zunächst eher für weitere Verwirrung gesorgt zu haben. Doch als man entsprechend meiner Anleitung diesen Weg ging, war binnen kürzester Zeit ein Grants Konto verifiziert und eingerichtet. Die Umstellung auf die Projekt-Domain ging über das Formular ebenfalls reibungslos. Es dauerte nur gut fünf Tage. Der Kunde hatte sich in der Sache vorher etwa rund drei Wochen lang versucht durch den Support helfen zu lassen. Man war sogar schon soweit gekommen das Vorhaben mit Grants sein zu lassen. Dafür hätte man dann aber die Grants mit 10.000 Dollar pro Monat liegen lassen müssen.

Übrigens: Zu solchen Themen und Fragen kann mich auch buchen 😉

Viele lesen die Google Grants Richtlinien nicht richtig durch – Google gibt alle Infos von selbst

Die beschriebene Lösung war jedoch weniger kompliziert und ich habe eine Empfehlung mehr. Das es sich um keine geheime Information handelt, zeigt ein Blick auf die Richtlinien für Google Grants. Diese haben sich vor ein paar Monaten zwar geändert, aber grundsätzlich sind alle Informationen vorhanden. Schon im ersten Satz der Websiterichtlinie wird auf das Formular für den Antrag hingewiesen. Das könnte der Support eigentlich auch tun, nur aktuell scheint der Suchmaschinenriese ein echtes Problem zu haben, dass sich schon seit Oktober 2018 hinzieht. Man stellt wohl einige Systeme um, was auch zu dem beschissenen Support führt.

Dass Google sonst echt toll ist, brauche ich nicht zu sagen. Das Grants Programm ist ebenfalls super, gibt es doch gemeinnützigen Vereinen und Organisationen die Möglichkeit für ihre Anliegen kostenlos bei der Suchmaschine zu werben. Allerdings sollte sich Google wieder an seinen Leitsatz „Don’t be evil“ erinnern und den Support für seine „Kunden“ bei Google Grants wieder verbessern. Anderenfalls wird es langfristig ein starkes Gap zwischen Experten bei Google Grants und Anfängern geben. Dabei will der Suchmaschinenanbieter hier eigentlich etwas Gutes tun.

Veröffentlicht von Akif Sahin

Akif Sahin - Autor, Blogger und Islam-Experte. inspiriert durch Vielfalt.

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