Ausstellung „Die blaue Stunde“ von Khaled Barakeh

Das Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) in Hamburg zeigt im Rahmen der „Tage des Exils“ in einer Ausstellung auch verschiedene und exklusive Werke von Khaled Barakeh. Barakeh gehört mit seinen syrischen Wurzeln zu den interessantesten zeitgenössischen Künstlern in Europa. In seinen konzeptionellen Arbeiten konzentriert er sich auf aktuelle und relevante Themen, die sich häufig um Machtstrukturen im Kontext von Identität, Kultur und Geschichte drehen.

In seinen Arbeiten beschäftigt sich Barakeh mit Langzeitkonflikten und ihrer möglichen Befriedung, mit der Erfahrung von Folter, Flucht und Exil und damit, wie geflüchtete Menschen mit ihren Kriegserlebnissen, biografischen Brüchen und einem Neuanfang umgehen. Bei der Ausstellung im MKG thematisieren seine rund 20 Arbeiten das Phänomen des Übergangs. Der Ausstellungstitel „Die blaue Stunde“ greift ein in vielen Kulturen bekanntes Motiv auf, das die Phase der Dämmerung vor dem Sonnenaufgang am Morgen und nach dem Sonnenuntergang am Abend beschreibt.

Barakeh überträgt das Bild auf die Situation von Migranten, die sich in einer neuen Gesellschaft zurechtfinden und zugleich Fluchterlebnisse und Heimatverlust verarbeiten müssen. Der Konflikt zwischen der verlorenen Identität, dem ungesicherten Status und der Suche nach einer neuen Perspektive und Zugehörigkeit in der fremden Kultur sind geprägt von Trauer, Unsicherheit und Hoffnung. Zu sehen sind im MKG Skulpturen, Collagen und Medieninstallationen.

Die Eröffnung der Ausstellung mit dem Titel „Die blaue Stunde“ ist am 15. November 2018 um 19 Uhr. Vom 16. November 2018 bis zum 13. Januar 2019 werden die Werke von Barakeh ausgestellt. Außerdem gibt es zwei weitere Veranstaltungen in Hamburg mit dem Künstler, auf die das MKG aufmerksam macht.

Published by Akif Sahin

Akif Sahin - Autor, Blogger und Islam-Experte. inspiriert durch Vielfalt.

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.