Ramadan – Tag 6, 7 und 8

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In der Nacht noch beim Gespräch

Radaman Tag 6 – Ich fühlte mich nicht so besonders. Wie schon am Vortag gedacht, hatte ich mich erkältet. Ich hielt es für besser, an diesem Tag zu Hause zu bleiben und auch auf das Fasten zu verzichten. Das Gefühl, das irgendwas nicht stimmt, wollte einfach nicht weg. Körperlich ging es mir auch nur so lala. Mein Hausarzt war leider auch nicht verfügbar. Urlaub. So konnte ich mir auch kein Blut abnehmen und auch nicht vorsichtshalber kontrollieren lassen.

Zu allem Überfluss hatte auch die Tochter irgendwie keinen Bedarf in den Kindergarten gehen zu wollen. Vor Ort angekommen hat sie plötzlich Anzeichen von Traurigkeit gezeigt. Also ließ ich sie auch da nicht allein und holte sie nach Hause. Der Tag war am Ende ziemlich aufreibend. Ich war fertig und als ich aufwachte, nachdem ich irgendwann kurz nach Mittag eingenickt war, war es schon etwas über 23 Uhr. Ich hasse solche Tage. Auch ohne Ramadan mag ich solche Tage überhaupt nicht.

Iftar mit Freunden – Ramadan bringt uns zusammen

Ramadan Tag 7 – Irgendwie konnte ich dann doch Fasten. Ich habe mich extra in der Nacht bemüht aufzustehen. Es ging mir gesundheitlich etwas besser. Kurz vor dem Iftar bin ich in den Supermarkt und hab noch ein paar Besorgungen für das Wochenende gemacht. Den Iftar selbst habe ich an diesem Tag gemeinsam mit Freunden in einem Strebergarten irgendwo in Hamburg verbracht. Eigentlich treffen wir uns jedes Jahr mit Freunden in einem Restaurant und tauschen uns aus. In diesem Jahr haben wir umgeplant und uns im Garten eines Freundes getroffen. Wir nutzen diesen einen Tag im Jahr, um uns alle wiederzusehen. Irgendwie kriegen wir es sonst nicht mehr hin, weil wir alle Familie, Beruf und Co. nicht abstimmen können. Manchmal sehen wir uns teilweise über Monate hinweg nicht.

Leider fehlte wieder einer in der Runde. Unser Maskottchen, wie wir ihn liebevoll nennen, musste kurzfristig absagen. Vermutlich auch deshalb ist viel Fleisch vom Grill übrig geblieben. Neben allen möglichen Getränken und viel Grill-Fleisch, gab es bis in die späte Nacht dann auch viel Tee und Knabberzeug. Wir wollen das nächstes Jahr unbedingt wiederholen. Auch weil wir viel zu bereden und auch zu diskutieren hatten. Wir haben über alte Zeiten und Neuigkeiten aus unserem Leben geplaudert. Für alle war es in letzter Zeit privat und beruflich etwas bewegend gewesen. Wir haben uns aber auch über Häuserkäufe in Deutschland und die Berechnung und Entrichtung der Zakat ul Fitr unterhalten. Das Essen war sehr lecker und das Wetter hatte auch mitgespielt.

Irgendwie fühlt man sich nach solchen Zusammenkünften, die bis in den nächsten Morgen gehen, gesegnet. Alhamdulillah.

Iftar vor der Glotze – Real Madrid gewinnt

Ramadan Tag 8 – Heute war es wieder merkwürdig. Ich bin mit einem dicken Hals aufgewacht. Ich verstehe diese Viren und Bakterien nicht. Sie können sich nicht entscheiden, wohin es hingehen soll. Der Tag verlief entsprechend mies. Ich habe viel gelesen und mir Gedanken zu neuen Texten gemacht. Nach Ramadan will ich einiges mehr an Texten und Kritiken veröffentlichen. Die Vorarbeiten dafür laufen bereits. Ich habe mit einer Ideensammlung angefangen, derzeit geht es schon in die Gestaltung von inhaltlichen Rahmen. Außerdem bin ich auch auf ein externes Webprojekt von Bekannten gespannt, dass mir unlängst angekündigt wurde. Vielleicht mache ich da sogar mit, wenn sich die Zeit findet und das Konzept wirklich so umgesetzt wird, wie es angekündigt wurde.

Den Abend habe ich mit Nudeln vor der Glotze verbracht, obwohl ich zuerst zu einer Veranstaltung in der Nähe hingehen wollte. In einer Jugendeinrichtung hatte sich heute hoher Besuch angekündigt und ich war gebeten worden, doch auch zu kommen. Am Ende entschied ich mich dann doch für das Spiel von Juve gegen Real. Ich wollte mich jetzt nicht auch noch kranker machen, als ich eh schon war. Da schaut man dann lieber zu, wie Real Madrid die Titelverteidigung gelingt und Juve ganz schön alt aussieht. Das alles zum Ende hin bei einem Glas frischen Minztee mit Honig. Es war schöner Fußball, der bis zum Schluss durchaus Spannung bot. Buffon habe ich den Titel eh nicht gegönnt. Ich weiß nicht wieso, aber Buffon ist der einzige Torwart auf der Welt, den ich überhaupt nicht leiden kann.

Jetzt sitze ich noch ein bisschen an ein paar Serien und weiteren Texten. Irgendwann heißt es dann auch wieder: Schlafen.

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