Ramadan – Tag 2

Ramadan - Der Monat des Kuran
Ramadan – Tag 1
27. Mai 2017
Mukabala in der Ulu Camii in Ottensen
Ramadan – Tag 3
29. Mai 2017

Akif Sahin schreibt über seinen zweiten Tag im Ramadan 2017. Es war aus seiner Sicht ein produktiver Tag.

Es ist Ramadan – Tag 2 – „Ege ile Gaga! Ege ile Gaga!“, schreit es aus dem Halse der Tochter, als sie wieder Zuhause ist. Die Fire-TV Box wird aufgebaut und YouTube eingeschaltet. Eine Kurzsuche zeigt uns die neuesten Folgen der beliebten Zeichentrick-Serie aus der Türkei. Nach einer Weile hat aber die Tochter genug. „Baba… Kleine Einsteins açsana…“, heißt es dann ganz höflich und nett. Es ertönt die Musik von Ludwig van Beethoven, sie lernt was Agadio und Allegro bedeuten, was Raupen gerne essen und schläft langsam aber sicher zu Bildern von Vincent van Gogh ein. Papa macht sich dann langsam auf, dass Essen für den Iftar vorzubereiten.

Es ist der zweite Tag von Ramadan und eigentlich verlief der Tag ziemlich produktiv. Was man als Gläubiger halt so tut, tut man. Mich ärgerte nur ein bisschen das neue Gesicht einer Kampagne. Manchmal frage ich mich schon, ob sich einige Verantwortliche in bestimmten Bereichen überhaupt über die nützlichen Idioten informieren, die sie da zu Botschaftern ihrer Message machen. Der Skandal ist jedenfalls vorprogrammiert. Positiv rausgesprungen ist jedenfalls ein kompletter Relaunch meiner Website und des Blogs. Ich habe außerdem die Sektion „Rezeption“ deutlich erweitert und aktualisiert. Ein Blick lohnt sich bestimmt. Und ja, ich bin weiterhin für Vorträge, Schulungen oder Seminare buchbar.

Das Fasten fällt mir bisher irgendwie leicht. Vermutlich bin ich angenehmer zu ertragen, wenn ich ausgeschlafen bin. Komischerweise kann ich im Ramadan gut ausschlafen. Das Essen selbst kochen zu müssen, macht mir aber immer noch zu schaffen. Heute wollte ich was Deftiges in den Ofen schieben. Als ich jedoch nach Backpapier suchte, stellte ich fest, dass wir gar keins mehr haben. Also habe ich meine Pläne für den Iftar verworfen. Es wird jetzt doch wieder Junk-Food. Ungesundes Essen soll man aber nicht teilen. Also lassen wir es ganz.

Ansonsten überlege ich mir in diesem Ramadan einfach mal eine kleine Städtetour an den Wochenenden zu machen. Vielleicht besuche ich auch wieder ein paar Freunde. Mal schauen.

Randnotiz: Ich habe erst heute davon gelesen, dass der Groß-Scheich der Al-Azhar auf dem Kirchentag in Berlin gemeinsam mit Innenminister de Maizière (CDU) aufgetreten sein soll. Ich habe es schon vor einigen Monaten kritisiert und ich kritisiere das gerne wieder. Der Groß-Scheich ist ein lupenreiner Antisemit. Er eignet sich nun wirklich nicht als Poster-Boy gegen einen „radikalen“ Islam. Die Al-Azhar und teile ihrer Theologen sind Teil des Problems. Da helfen auch Beteuerungen nicht weiter, man sei gegen Terror.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: