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	<title>Akif Sahin</title>
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		<title>Belgien: Vlaams Belang&#8217;s peinlicher Versuch gegen Muslime zu hetzen</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 03:53:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Akif Sahin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Belgische Partei Vlaams Belang (Flämische Interessen) ist für ihren offenen Rassismus, und ihre rechtspopulistischen wie rechtsextremen Versuche gegen Ausländer und gegen Muslime zu hetzen, bekannt. Die Partei versucht jetzt mit der Aktion &#8220;Frauen gegen Islamisierung&#8221; auf sich aufmerksam zu machen und damit Stimmung gegen die Minderheit von Muslimen zu machen. Allerdings ist der Versuch [...]<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Belgische Partei Vlaams Belang (Flämische Interessen) ist für ihren offenen Rassismus, und ihre rechtspopulistischen wie rechtsextremen Versuche gegen Ausländer und gegen Muslime zu hetzen, bekannt. Die Partei versucht jetzt mit der Aktion &#8220;Frauen gegen Islamisierung&#8221; auf sich aufmerksam zu machen und damit Stimmung gegen die Minderheit von Muslimen zu machen. Allerdings ist der Versuch auch ein eigenes Eingeständnis darüber, was man unter Freiheit der Frau versteht &#8211; nämlich ihre sexuelle Ausbeutung.</p>
<p>Filip Dewinter, Fraktionschef der Vlaams Belang in Belgien, benutzt seine eigene Tochter für eine Anzeigenkampagne. Das wäre nichts besonderes, wenn die Tochter für diese Anzeigenkampagne sich nicht im Bikini unten und oben mit einem Niqab präsentieren würde. Zwar betonte Sofie Dewinter, dass sie sich aus freien Stücken ausgezogen habe um für die Rechte der Frauen eintreten zu wollen, allerdings scheint es der Politiker-Tochter nichts auszumachen, dass sie als sexuelles Objekt betrachtet und ausgenutzt wird. Auch ihre Argumentation scheint nicht so richtig ausgefeilt zu sein, denn Dewinter erklärt auf Nachfrage warum sie Frauen die sich freiwillig verhüllen möchten, dieses Recht nicht zugesteht, dass diese das eigentlich gar nicht freiwillig täten. Auch nudistische Tendenzen werden deutlich, weil Dewinter erklärt, Frauen würden sich lieber ausziehen, als verhüllen.</p>
<p>In der Anzeigenkampagne, die in ganz Belgien erscheinen soll, heißt es: &#8220;Freiheit oder Islam?&#8221; und &#8220;Entscheide dich jetzt&#8221; &#8211; Die Anzeige zielt auf einen angeblichen Gegensatz zwischen Freiheit und Islam. Mit der Kampagne wird auch behauptet, der Islam sei gegen die Gleichheit von Mann und Frau und unterdrücke das weibliche Geschlecht.</p>
<p>Mit der Kampagne setzt Vlaams Belang auf die Stimmen von allen Belgiern, die etwas gegen Muslime haben. Muslime selbst lassen sich von dem rassistischen Motiv jedoch nicht provozieren. Vielmehr wird Kritik an Filip Dewinter geäußert, dass er wie ein &#8211; O-Ton &#8211; &#8220;Zuhälter&#8221; seine eigene Tochter nackt in allen Straßen ausstellen lässt und damit auf Stimmenfang geht.</p>
<p>Die neueste Kampagne scheint aber von allen Muslimen im Land durchschaut worden zu sein. Sie reagieren gelassen und üben Kritik an dem Freiheitsverständnis der Vlaams Belang. Auch Behauptungen von Sofie Dewinter, sie habe Drohungen erhalten, werden zurückgewiesen und als Märchen abgetan. </p>
<p>In Belgien ist der Islam eine staatlich anerkannte Religion. Die Partei Vlaams Belang hat sich in den letzten Jahren vor allem durch rechtsextreme und rassistische Floskeln ausgezeichnet. Die Partei gilt als einer der Gründe dafür, warum es in Belgien nach den letzten Wahlen so lange nicht zu einer Bildung einer Regierung kam. Belgien ist im Prinzip aufgrund nationalistischer Tendenzen und Parteien wie Vlaams Belang gespalten zwischen Flamen, Wallonen und Franzosen.</p>
<p>Link zur Kampagne: <a href="http://www.vlaamsbelang.be/files/2012_campagne_durvenkiezen.pdf" target="_blank">http://www.vlaamsbelang.be/files/2012_campagne_durvenkiezen.pdf</a></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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		<title>Syrien-Frage: Kritik am Veto von China und Russland</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 10:38:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Akif Sahin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kritik am Veto von China und Russland vor dem UN-Sicherheitsrat bezüglich einer Resolution gegen Syrien nimmt nicht ab. Dabei müsste man ein bisschen den Blick schärfen und sich Fragen, wieso diese Kritik auf einmal berechtigt sein soll, wo doch die Kritiker, allen voran die USA und Deutschland, sich auch schon seit Jahren nicht mit [...]<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kritik am Veto von China und Russland vor dem UN-Sicherheitsrat bezüglich einer Resolution gegen Syrien nimmt nicht ab. Dabei müsste man ein bisschen den Blick schärfen und sich Fragen, wieso diese Kritik auf einmal berechtigt sein soll, wo doch die Kritiker, allen voran die USA und Deutschland, sich auch schon seit Jahren nicht mit Ruhm bekleckern.</p>
<p>China und Russland haben sowohl Handels- als auch Militärische Beziehungen zu Syrien. Dies liegt mitunter auch an einer wirtschaftlichen Beziehung zum Iran. Daher ist das Veto beider Staaten gegen eine UN-Resolution durchaus verständlich, auch wenn nicht erträglich.</p>
<p>Dass die USA sich jetzt darüber aufregen und Hillary Clinton quasi vor Wut kocht, ändert jedoch nichts daran, dass die USA wenn es darauf ankommt, genauso handeln wie jetzt Russland und China. Das sieht man vor allem bei eingebrachten Resolutions-Texten die Israel betrafen oder bei der Anerkennung Palästinas vor der UN.</p>
<p>Die USA reagieren bei solchen Fällen, auch wenn nachweislich die gleichen Kriterien und Maßstäbe angesetzt würden, wie gegen Syrien jetzt, dass sie trotzdem ihr Veto einlegen. Dies ist der Grund, warum z.B. Israel nach der Operation Gegossenes Blei in Gaza, wo eine Vielzahl von Zivilisten Opfer des israelischen Militär-Apparates geworden sind, keine Sanktionen durch die UN befürchten musste. Die USA sind ein verlässlicher Partner, was Vetos vor dem UN-Sicherheitsrat angeht. Israel wird so der Rücken freigehalten und das nicht erst seit heute, sondern seit der Staatsgründung. Resolutionen gegen Israel kommen kaum durch und wenn, dann nur in abgeschwächter Form.</p>
<p>Das liegt an der historischen Verbundenheit und Verpflichtung der USA, aber auch an der großen jüdischen Lobby in den USA. Es ist daher verständlich.</p>
<p>Genauso verständlich ist es dann aber auch, dass die Chinesen wie die Russen sich weigern ihre guten Beziehungen zum Iran wegen Syrien aufzuopfern. Dafür zeigt sicherlich die westliche Staatengemeinschaft kein Verständnis, aber sie muss erst einmal bei ihrer Doppelmoral anfangen, bevor sie anfängt diesen beiden Staaten Vorwürfe zu machen.</p>
<p>Ein beliebtes Stichwort heißt: &#8220;Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.&#8221; &#8211; Die USA täten gut daran, sich die selben Maßstäbe, die sie von China und Russland erwarten, anzueignen. Anderenfalls verlieren sie nur weiterhin an ihrer Glaubwürdigkeit.</p>
<p>Apropos Glaubwürdigkeit. Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle (FDP) übt auch scharfe Kritik an China und Russland. Dabei müsste man den Außenminister nur einmal darauf hinweisen, dass es seine Kanzlerin ist, die Menschenrechte mit Füßen tritt, wenn es um das Thema wirtschaftliche Beziehungen geht. Merkel ist in China und lässt sich vorführen und erduldet die Zensur des Chinesischen Regimes. Was kritisiert Deutschland eigentlich? Das es einem kommunistischen Land hofiert und dann solche Ergebnisse bekommt? </p>
<p>Die Kritik an beiden Ländern mag noch so berechtigt sein, wer aber mit wirtschaftlichen Beziehungen von beiden Ländern abhängig ist und dann vom hohen Ross herab spricht, der verliert seine Glaubwürdigkeit und disqualifiziert sich.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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		<title>Kritik: Melda Akbas &#8211; &#8220;So wie ich will – Mein Leben zwischen Moschee und Minirock&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 14:58:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Akif Sahin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Jahr lese ich jede Woche ein Buch – zumindest versuche ich das. Einige Kommentare und Statements fasse ich dann kurz zusammen, andere werden dann länger und erscheinen in Form eines längeren kritischen Artikels auf meinem Blog. In dieser Woche habe ich mich mit dem Buch „So wie ich will – Mein Leben zwischen [...]<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Jahr lese ich jede Woche ein Buch – zumindest versuche ich das. Einige Kommentare und Statements fasse ich dann kurz zusammen, andere werden dann länger und erscheinen in Form eines längeren kritischen Artikels auf meinem Blog. In dieser Woche habe ich mich mit dem Buch „So wie ich will – Mein Leben zwischen Moschee und Minirock“ von Melda Akbas beschäftigt. Um es vorweg zu nehmen, dass Buch war für mich eher eine Enttäuschung. Doch der Reihe nach.</p>
<p>Melda Akbas Selbstdarstellung ist sehr lustig aber auch ziemlich verdreht. So erzählt die Autorin einerseits, dass sie nur dann Kopftuch trägt, wenn sie zur Moschee geht aber andererseits erzählt sie uns auch, dass ihre eigentliche Heimat die Türkei sei. Sehr verwirrend, wurde das Buch doch von vornherein massiv bejubelt. Doch der Titel des Buches ist verwirrend und irreführend. Vielleicht sollte er eben Aufmerksamkeit wecken, vielleicht sollte er eben dafür sorgen, dass verbitterte Deutsche dieses Buch kaufen, weil sie ihre Vorurteile gegenüber Türken und erst Recht gegenüber Muslimen bestätigt sehen wollten.</p>
<p>Melda Akbas hat mit diesem Seelenstriptease allerdings nicht das vorgelegt was wohl in den Medien immer wieder den Anschein machte. Es ist vielmehr ein Apell an die Leserinnen und Leser nicht alles zu glauben, was einem die Medien erzählen und gleichzeitig ist das Buch ein Einblick in eine Welt einer 18-jährigen, die sich selbst noch nicht so richtig gefunden hat. Vielleicht hat sich das ja in der Zeit, in der Melda Akbas eben nicht mehr Zuhause lebt, geändert. </p>
<p>Sie spricht die Integrationsdebatte an und erklärt, warum ein Pass alleine keinen Menschen verändert und erst Recht nicht die gesamte Vergangenheit und das was ihn ausmacht, seine Kultur, seine Religion, wegwischt.</p>
<p>Sie hat zudem keine Hemmungen was die Darstellung ihrer Sexualität angeht – jedenfalls war das der Eindruck der uns vielfach vermittelt wurde. Dabei ist die Türkin sogar für Deutsche Verhältnisse einfach nur Prüde. Drei Jungs hat sie geküsst. Mit keinem Geschlafen. In einem Land in dem das Durchschinittsalter für Sex immer jünger wird, ist das keine Selbstverständlichkeit. Gerade das scheint aber auch dazu beigetragen zu haben, dass das Buch ein Erfolg wurde. Nicht die amourösen Träume einer Melda Akbas, sondern die Gedanken der Notgeilen Medienlandschaft über ein Mädchen, dass noch Jungfrau ist und auf Mr. Right wartet. So war Britney Spears angeblich auch mal&#8230;</p>
<p>Trotzdem spricht Melda Akbas einer ganzen Generation aus der Seele. So fühlen sich viele junge Migrantinnen, egal ob türkisch oder nicht. Sie suchen oftmals den Richtigen, finden aber nur Chaoten. Da ist es sogar besser sich aufzusparen für den Richtigen, als für den falschen auszuziehen. Eine Message des Buches, die unterschwellig mitschwingt.</p>
<p>Allerdings sind die Darstellungen von Akbas z.T. was den Islam angeht und auch was türkische Angelegenheiten lücken- bis fehlerhaft. Es zeigt sich, dass sie anscheinend weniger den Islam gelernt hat, als vielmehr das, was oftmals von Laienpredigern irgendwo aufgeschnappt wurde. Das zeigt sich schon an einzelnen Sätzen, in denen sie davon spricht, dass im Qur’an etwas stehen soll. Oftmals stimmt das nicht und geht eher auf Volkssagen zurück. In der Türkei spricht man in diesem Zusammenhang auch von Hurafe.</p>
<p>Was mich besonders stört ist, dass von Anfang an klar wird, wohin dieses Buch auch steuert. Melda Akbas macht den Fehler, wie viele junge Frauen in ihrem Alter. Sie glaubt, sie wüsste es besser. Vielmehr ist es aber schon so, dass man bereits nach dem ersten Kapitel darauf schließen kann, dass dieses Mädchen 1. Freiheit möchte, 2. Mit ihrer Familie brechen möchte, 3. (wenn sie es denn schon nicht getan hat) mit Jemandem schlafen möchte und 4. von Zuhause ausziehen möchte.</p>
<p>Der Weg derer, den sie jetzt gehen möchte ist allerdings oftmals schon vorherbestimmt gewesen, und glücklich wurden damit nur die Wenigsten.</p>
<p>Dass es kein Zurück mehr gibt, zeigt Akbas auch schon allein dadurch, dass sie intimste Details über das Familienleben der Akbas im Buch beschreibt und berichtet. Darunter auch solche Dinge, die weder einem sogenannten Datenschutz noch der sogenannten Ehre der Familie recht sein könnten. Oftmals bieten sich sogar Konfliktstoffe für die Eltern an. Das Buch dürfte vielleicht sogar berufliche folgen gehabt haben. Die Mutter wird z.B. erwähnt wie sie ein Büchlein über sexuelle Praktiken sich von der Tochter wegschnappt und damit verschwindet, weil sie das (vielleicht) lernen möchte. </p>
<p>Nun ist es aber gleichzeitig so, dass gerade in einem Umfeld wie der Mutter (Sie ist als Erzieherin oder ähnliches in einer Moschee tätig) solch offener Umgang mit der eigenen Sexualität nicht honoriert wird.</p>
<p>Auch Details über das Liebesleben des Bruders lassen eher daran zweifeln, dass dieses Buch, nach seiner Fertigstellung, wirklich von allen Beteiligten emotionslos zur Kenntnis genommen wurde. Auch Darstellungen über intime Familienangelegenheiten der Groß-Familie fallen unter diese Bewertung. Akbas scheint den Bruch, sowohl mit ihrer Familie als auch mit der Groß-Familie gesucht zu haben – jedenfalls wäre das durchaus verständlich.</p>
<p>Auf der anderen Seite übt Melda Akbas auch neben der Religionskritik, die vor allem viele Leserinnen und Leser in ihren Vorurteilen gegenüber dem Islam bestärkt haben sollte, auch Kritik an ihren eigenen Landsleuten.</p>
<p>Akbas sieht in vielen Dingen, vor allem im „nicht-modern“ sein ihrer Mitschülerinnen, den Islam als Schuldigen. Darüber kann man diskutieren. Ich halte solche Verallgemeinerungen auf jeden Fall für falsch, auch wenn sie teilweise berechtigt erscheinen. Es kommt aber immer auf eine differenzierte Betrachtung an. Diese Differenzierung wird beim Thema Islam nicht vollständig geleistet.</p>
<p>Was die Kritik an türkischen Landsleuten angeht, so geht das auch ein bisschen auf ein gescheitertes, weil nicht richtig verbreitetes Projekt von Akbas und der Türkischen Gemeinde zurück.</p>
<p>Allein schon die Schilderungen von Akbas, über das Zustandekommen des Projektes l.o.s – lets organize something, zeigt, dass die Türkische Gemeinde nicht wirklich richtig dahinter stand. Auch wie man an Fördergelder gekommen ist und wie die Vernetzung der Türkischen Gemeinde mit der Presse so reibungslos funktioniert, haben mich schon ein bisschen erschrecken lassen.</p>
<p>Um es vorweg zu nehmen. Als Muslim und aktiver Muslim habe ich Projekte begleitet, die allein aufgrund der Zugehörigkeit zu einem religiösen Verein vom Bund nicht gefördert wurden und wo viel Schweiß und Arbeit dahinter steckte. Diese Projekte haben mehr Menschen erreicht und das obwohl wir nur begrenzte Ressourcen und Mittel hatten und sie haben weitaus weniger Beachtung gefunden, als das was Melda Akbas da mal kurz hergezaubert hat.</p>
<p>Das stimmt mich schon sehr traurig, weil das rausgeschmissenes Geld war und auch Akbas irgendwie nicht wirklich bewusst war, bis zum Schluss, dass der Ansatz falsch war. Es hilft nicht nur mit Schülern zu sprechen, sondern Eltern wie auch Moscheen und andere Kulturvereine müssen in diese Geschichte mit eingespannt werden. So hat es zumindest bei uns funktioniert – obwohl unsere Projekte keine so große mediale Aufmerksamkeit erhalten haben.</p>
<p>Die Fixierung allein auf die Schüler war falsch – das hätte jedem auffallen können, der aus dem richtigen Umfeld kam. Akbas war dafür einfach nicht prädestiniert – Betriebsblind um es genau zu sagen.</p>
<p>Aber die Kritik an den Landsleuten ist keine subjektive Wahrnehmung, die nur einen Einzelfall anspricht. Trotzdem ist auch hier sehr wichtig zu differenzieren. Diese Leistung bringt Akbas diesem Punkt gegenüber aber auf – auch wenn am Ende die Kritik doch etwas zu hart ausfällt. Es liegt wahrscheinlich auch daran, dass sie eher mit Mädchen zu tun hatte, als mit Jungs.</p>
<p>Das Thema Islam ist für Melda Akbas leider auch weiterhin – obwohl sie glaubt viel darüber zu wissen – manchmal ein Mysterium. Ihre Beschreibungen zum Thema Islam und zu bestimmten Erlebnissen in der Moschee sind größtenteils hanebüchener Unsinn und basieren auch anscheinend größtenteils auf hörensagen. Das ist nicht die Schuld von Melda Akbas. Ich kenne genügend „Muslime“ die ihr in diesen Themen in nichts nachstehen. Das liegt mitunter daran, dass eine selbstständige Beschäftigung mit dem Qur’an, seiner Geschichte und der Jurispudenz des Islam nicht fundamental stattgefunden hat. Vielmehr ist es so, dass man ihr etwas erzählt hat und das ist so hängengeblieben. Oftmals ein Grund für ein fehlerhaftes Verständnis. Das zeigt sich z.B. beim Thema Bismillahirrahmanirrahim, wo Akbas behauptet, dass sei das erste Wort gewesen das niedergeschrieben wurde oder dem Thema Kopftuch oder Geschlechtertrennung in der Moschee, was als Vorschrift des Islam beschrieben wird ist größtenteils falsch.</p>
<p>Allerdings sind die Schilderungen über die Koranschule sehr typisch und richtig. Der Unterricht gestaltet sich leider in vielen türkischen Moscheen in Deutschland tatsächlich so. Auch ihre Interpretationen und ihre Erläuterungen zum Thema Qur’an-Auslegung sind sehr lesenswert und fundiert.</p>
<p>Das ist kein Widerspruch. Es zeigt, dass gerade in diesem Bereich das richtige Verständnis vermittelt wurde, während im anderen Bereich eher versucht wurde Dinge spirituell zu hinterlegen – letzteres scheint bei Akbas nicht geklappt zu haben, da auch die Dinge nicht unbedingt der Wahrheit entsprachen.</p>
<p>Trotz dieser Mängel sind ihre Bemerkungen und ihre Ausführungen zum Thema Islam und Islamunterricht an Moscheen durchaus sehr lesenswert und ein wichtiger Beitrag für eine kritische Betrachtung. Melda Akbas Kritik ist nämlich die Hauptkritik die immer wieder solchem Unterricht zu Teil wird. Sie ist mehr als berechtigt.</p>
<p>Auch die Gründe warum Akbas später der Moschee und dem Unterricht den Rücken kehrte sind verständlich. Allerdings hätte das Resultat nicht das gleiche sein müssen. Eine aufgeschlossenere Moschee, aufgeschlossenere Lehrer und die Antworten auf ihre Fragen, es hätte anders kommen können. Jedoch passen die Schilderungen in das Bild das Akbas von sich selbst zeichnet. Freiheit. Diese beginnt mit dem Ende der Koranschule&#8230;</p>
<p>Im Übrigen spiegelt das was Akbas berichtet keine typischen Inhalte wieder. Ich erkenne allein schon an den Lehrstoffen eine Art Milli Görüs-Linie wieder. Dieser Verdacht wird auch durch eine Nebengeschichte zum Thema Kopftuch deutlich. Akbas berichtet von einer Reise nach Belgien zu einem Sami Yusuf Konzert. In den vergangenen Jahren gab es dort soweit ich mich erinnern kann nur ein Konzert und es würde auch zeitlich passen. Das Konzert war allerdings vielmehr Nebenprogramm der Zusammenkunft aller Jugendlichen in Europa in Hasselt oder Genk die zur Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs gehörten.</p>
<p>Allem Anschein nach war Akbas im Umfeld der IGMG unterwegs, was auch ihre interessanten Interpretationen bezüglich des Quran erklären würden.</p>
<p>Die Ansichten zum Thema Kopftuch von Melda Akbas sind sehr interessant. Sie zeugen von einer tiefen und ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Thema. Akbas lehnt für sich das Kopftuch ab, aber ist gegenüber Frauen, die das Kopftuch aus tiefster Überzeugung tragen genauso tolerant wie sich selbst gegenüber. Menschen das Recht auf eine freie Wahl zu lassen, ist, um es einfach zu sagen: Erwachsen. Was sie allerdings auch nicht versteht und das tue ich meistens auch nicht, wieso sich manche Frauen ein Kopftuch überwerfen, wo sie sich nicht entsprechend den Ansprüchen an dieses Stück Stoff benehmen.</p>
<p>Auch die Kritik von Akbas an der Gesellschaft für seinen alltäglichen Rassismus und seine Fremdenfeindlichkeit sind fundamental und spiegeln das wieder, was vielen Migranten tagtäglich und oftmals grundlos passiert. Auch das Thema der positiven Diskriminierung wird angesprochen und beleuchtet. Ausgesprochen interessant und sehr leicht nachzuvollziehen.</p>
<p>Ihre Beschreibungen ihrer Türkei-Erlebnisse spiegeln in vielen Punkten das wieder, was auch andere türkische Migrantenkindern oftmals berichten. Wirklich Zuhause fühlen sich dort im Urlaub nämlich nur die Wenigsten. </p>
<p>Auch der letzte Part, der Schluss, der eigentlich das nun vervollkommnet was bereits vorab klar war, ist vorhersehbar. Melda Akbas will ausziehen von Zuhause.</p>
<p>Die Geschichte des Buches endet hier. Die Geschichte von Melda Akbas geht aber weiter. Wenn ich sie erzählen müsste, würde sie folgendermaßen gehen. Das Buch wird völlig unerwartet zu einem Erfolg. Sie geht auf Reisen und liest in vielen verschiedenen Städten aus ihrem Buch vor. Irgendwann bekommt sie eine Zusage für einen Studienplatz in Hamburg. Sie zieht in die Hansestadt und lernt hier ihren neuen Freund kennen. Der Bruch mit der Familie wird immer größer, langsam aber sicher entfremdet sich Akbas von der Familie. Sie sehen sich nur noch seltener. Eines Tages bricht der Kontakt komplett ab.</p>
<p>Das wäre die typische Geschichte. Bleibt zu hoffen, dass Akbas nicht die gleichen Fehler begeht, wie hunderte Mädchen aus dem türkischen Migrantenmilieu vorher. </p>
<p>Ihre Geschichte ist nicht besonders interessant. Das Buch liest sich stellenweise recht amüsant und flüssig und stellenweise ist es doch ziemlich langweilig und schwer zu lesen. Alles in allem ist das aber die Geschichte stellvertretend für eine ganze Generation von Jugendlichen. Sie ist mir nicht neu. Im Gegenteil, an vielen Stellen konnte man das Ende schon vorab erkennen und bereits Prognosen darüber abgeben, wie sie das ganze sehen wird und wie es ausgehen wird. Es ist sehr durchschaubar und in einer sehr einfachen Sprache gehalten.</p>
<p>Der Erfolg den Akbas hatte und hat, liegt wohl an drei Faktoren. Zum einen das Projekt l.o.s. – lets organize something hat sicherlich dazu beigetragen, dass sie einem breiteren Publikum als „emanzipierte“ und „moderne“ Frau bekannt war. Der Verlag Bertelsmann hat als renommierter Verlag sicherlich dazu beigetragen, dass das Buch auch aus der Nische heraus besser vermarktet werden konnte und nicht zuletzt der Titel: „Zwischen Moschee und Minirock“ – recht provokativ und natürlich medienwirksam. Gerade in einer Zeit in der ständig über die Integration von Jugendlichen gesprochen wurde, war dieser Titel für viele Kritiker von Migranten wie Muslimen, ein richtiger Ohrschmaus. Allerdings ist er irreführend. Melda Akbas steht und stand sicherlich nie vor der Wahl ob Moschee oder Minirock. Vielmehr stand sie zwischen zwei Idealbildern einer Frau. Eine angeblich emanzipiert und modern, die andere angeblich rückwärtsgewandt und unterjocht. Dieses Bild ist es auch, was dazu beigetragen haben dürfte, dass Akbas oftmals fehlbesetzt wegen des Buches eingeladen wurde zu diversen Talkshows. Sie erfüllte aber nicht die Erwartungen &#8211; obwohl sie schon mit Minirock antanzte und ziemlich geschminkt da saß – waren ihre Betrachtungen größtenteils differenziert.</p>
<p>So ist das Buch leider nicht. Es ist vielmehr eine Autobiografie eines Mädchens, dass glaubt zur Frau werden zu müssen und dafür einen Weg einschlägt. Wer es lesen möchte bitte, aber bitte dann auch nicht verallgemeinern und schon gar nicht  für die Debatte nutzen, die sich um Integration dreht. Dafür ist es nämlich nicht zu gebrauchen.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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		<title>China-Reise: Merkel ohne Rückgrat</title>
		<link>http://www.akifsahin.de/2012/02/03/china-reise-merkel-ohne-ruckgrat/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 18:27:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Akif Sahin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Kanzlerin Angela Merkel ist derzeit auf Besuch im Reich der Sonne und macht wie immer keine gute Figur. Allerdings ist es diesmal etwas anders. Merkel macht nämlich gute Miene zum bösen Spiel. Menschenrechte haben halt vor Wirtschaftsinteressen zurückzutreten. Ein guter Kanzler zeichnet sich dadurch aus, dass er die Werte und die Normen, die das Grundgesetz [...]<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Kanzlerin Angela Merkel ist derzeit auf Besuch im Reich der Sonne und macht wie immer keine gute Figur. Allerdings ist es diesmal etwas anders. Merkel macht nämlich gute Miene zum bösen Spiel. Menschenrechte haben halt vor Wirtschaftsinteressen zurückzutreten.</p>
<p>Ein guter Kanzler zeichnet sich dadurch aus, dass er die Werte und die Normen, die das Grundgesetz vorgibt, für sich annimmt und für die Verteidigung dieser Rechte weltweit eintritt. Wenn man sich die China-Reise der Bundeskanzlerin anschaut, dann wird schnell klar, dass sie diesem Grundsatz nicht entspricht.</p>
<p>Hier und da fordert Angela Merkel (CDU) in Reden und bei Anlässen Freiheit, Gerechtigkeit und die Achtung von Menschenrechten. Kommt es aber darauf an, dann sind wirtschaftliche Interessen für die Kanzlerin wichtiger, wie für alle anderen Deutschen Politiker auch.</p>
<p>Sie stolziert derzeit im Reich der Sonne, ein kommunistisches und repressives Regime das der DDR in Nichts nachsteht, zusammen mit den Vertretern ohne sich ernsthaft für die Menschenrechte einzusetzen.</p>
<p>Im Gegenteil. China macht der Kanzlerin das Leben schwer und verweigert selbst das geplante Zustandekommen von Treffen zwischen Merkel und Regimekritikern. Doch die Kanzlerin lässt das kalt. Sie äußert keine Kritik und tingelt von einem Termin zum Anderen wo sie neben dem Chinesischen Regierungschef Wen Jiabao gute Miene zum bösen Spiel macht.</p>
<p>Kritik äußert zwar die Opposition in Deutschland, genauso wie auch die regimekritischen Organisationen wie Personen. Merkel lässt sie im Stich und lässt sich von den Chinesen zensieren &#8211; um wirtschaftlich gut da zu stehen. Es ist das Gesicht einer Kanzlerin die kein Rückgrat hat und öfter zwar heftige und wortgewaltige Reden halten kann, aber menschlich gesehen einfach nur versagt.</p>
<p>Hätte Merkel wenigstens harsche Töne angebracht und hätte Merkel sich wenigstens öffentlich geäußert könnte man noch annehmen ihr liege wirklich etwas an Menschenrechten in China. Jetzt wird aber deutlich, dass die Kanzlerin, wie so oft schon in der gesamten Regierungszeit, sich lieber vorführen lässt, als einen Eklat zu riskieren.</p>
<p>Es zeigt wie abhängig Deutschland von China geworden ist, dass es sogar die eigenen Werte verrät.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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		<title>Unser Star für Baku &#8211; Umut und Sebastian sind raus</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 03:54:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Akif Sahin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war schon ein bisschen traurig. Umut Anil, der junge Mann aus Bielefeld, der ziemlich schüchtern und still wirkt und eigentlich letztes Mal hätte rausgewählt werden sollen, hat bei der heutigen Sendung von Unser Star für Baku eine deutliche Performance-Steigerung hingelegt und wurde dennoch von den Zuschauern der Sendung rausgewählt. Vielleicht lag es auch an [...]<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war schon ein bisschen traurig. Umut Anil, der junge Mann aus Bielefeld, der ziemlich schüchtern und still wirkt und eigentlich letztes Mal hätte rausgewählt werden sollen, hat bei der heutigen Sendung von Unser Star für Baku eine deutliche Performance-Steigerung hingelegt und wurde dennoch von den Zuschauern der Sendung rausgewählt. Vielleicht lag es auch an der neuen Abstimmungsmodi, die aber ziemlich nervig ist.</p>
<p>Stefan Raab rühmte noch die Blitztabelle als super-Idee. Fest steht: Sie taugt nicht fürs Fernsehen. Vielmehr sorgt die Blitztabelle nur dafür, dass die Zuschauer öfter und viel mehr als sonst anrufen &#8211; was vielleicht der eigentliche Grund für die Einführung war. Mehr Spannung, wie es der Entertainer wohl gerne hätte, gibt es dadurch nicht.</p>
<p>Auch heute nicht. Der Sänger Sebastian Dey von der Band Expeditionsteam lag als letzter weit abgeschlagen vom rettenden Ufer. Ganz anders als es um die Plätze sechs und sieben ging. Denn gerade da wurde Umut Anil von seinen Fans nicht mehr so stark unterstützt während die Zuschauer dann anscheinend sich auf die Katja festlegten. Diese sprang doch noch von Platz sieben auf den rettenden sechsten Platz und sicherte sich die weitere Teilnahme an der Sendung.</p>
<p>Es war schade. Denn während Katja weiterhin auf den normalen und gewohnten Niveau sang hat sich Umut enorm gewandelt. Das Lied passte zu ihm und der Funke sprang auch zu den Zuschauern rüber. Was ihm am Ende geschadet haben dürfte war die deutlich kritische Bewertung durch Stefan Raab. Während beide Jury-Mitglieder Thomas D und Alina von Frida Gold noch wohlwollend waren, übte sich Raab erstmals in der heutigen Sendung als Rowdy. Die Kritik saß und damit nahm Raab wahrscheinlich absichtlich Einfluss auf die Bewertung von Umut. </p>
<p>Am Ende reichte es nicht mehr.</p>
<p>Die sechs Sängerinnen heißen nun: 1. Roman, 2. Yana, 3. Ornella, 4. Shelly, 5. Céline und 6. Katja. Besonders Roman tut sich als smarter und netter Typ von nebenan hervor und dürfte bereits jetzt schon mit einem Star-Faktor in die weiteren Runden gehen. Er ist beliebt bei den Zuschauern und hat das gewisse etwas. Allerdings holen die Damen auf. Yana Gercke, Schwester des &#8220;Topmodel&#8221; Lena Gercke, machte heute auf jeden Fall stimmlich eine sehr gute Figur, wie auch Ornella eine klasse Darbietung zeigte. Allerdings hat nur Roman den gewissen Star-Faktor, den man auch bei Lena Meyer Landrut hatte. </p>
<p>Man wird sehen, wie langweilig die nächsten Shows werden dürften. Überraschungen jedenfalls sollte es nicht mehr geben &#8211; dafür ist die Zeit zwischen den Shows auch ziemlich kurz.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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		<title>Und Menschen sterben&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 23:50:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Akif Sahin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es etwas gibt, was ich sehr bewundere, dann ist es der Umgang eines geliebten Menschen, mit anderen Menschenö die er überhaupt nicht mochte. Sie konnten sogar seine Todfeinde sein und dennoch &#8211; er erweist ihnen immer die letzte Ehre und hört danach auf, je wieder etwas Schlechtes über diesen Menschen zu sagen. Das ist [...]<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es etwas gibt, was ich sehr bewundere, dann ist es der Umgang eines geliebten Menschen, mit anderen Menschenö die er überhaupt nicht mochte. Sie konnten sogar seine Todfeinde sein und dennoch &#8211; er erweist ihnen immer die letzte Ehre und hört danach auf, je wieder etwas Schlechtes über diesen Menschen zu sagen.</p>
<p>Das ist der Umgang um den ich ihn sehr beneide. Ich kann das nicht. Auch nicht wenn eine Geschichte von 20 Jahren mit einer Person geteilt wird. Wenn der Mensch es sich anmaßt mich zu kränken, mich zutiefst zu verletzen, dann kann ich ihm nicht verzeihen. Was ich am Wenigsten kann ist, einer Person zu verzeihen, die ihr Wort nicht gehalten hat und mich versetzt hat. </p>
<p>Da ist dieser geliebte Mensch, der viel ertragen musste von diesem nun verstorbenen Menschen. Und das einzige woran dieser geliebte Mensch denkt ist es, zur Beerdigung zu gehen. Die letzte Ehre einem Menschen zu erweisen, der zuletzt nur noch Lügen verbreitete und Verrat an einer Freundschaft begang, die mehr als 20 Jahre andauerte.</p>
<p>Menschen können sich ändern. Tote können sich nicht mehr ändern. Ihr Schicksal ist besiegelt. Der Boden unter unseren Füßen erwartet sie und ihre letzte Hoffnung ist, dass Diejenigen, denen sie Unrecht taten, ihnen verzeihen.</p>
<p>Der geliebte Mensch wird das morgen tun. Ich werde aber bei dieser Frage das nicht tun. Ich erwarte das auch nicht von Menschen, die meinen sie hätten was gut bei mir und könnten mir nicht verzeihen. Vielleicht denke ich eines Tages mal darüber nach, wenn ich unter der Erde liege und der Strafe gegenüberstehe, die mich erwartet. Ich bin aber Niemand der sich in diesem Leben ändert.</p>
<p>Ich hab es aufgegeben mich zu ändern. Mich gibt es nur so und nur so werde ich sein. Ich habe mich damit abgefunden, die Toten haben sich damit abgefunden, aber der geliebte Mensch hat es nicht. Er hofft, dass er nicht an meinem Leichnam gefragt werden muss, ob er mir verzeiht&#8230; Denn er würde es trotz allem tun&#8230;</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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		<title>Mac OS X Lion Update Version 10.7.3</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 09:51:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Akif Sahin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mac]]></category>

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		<description><![CDATA[Apple hat heute das Mac OS X Lion v10.7.3 Update veröffentlicht. Allen Benutzern von Mac OS X Lion wird zu einem Update auf diese aktuelle Version angeraten. Das Mac OS X Lion Update behebt mehrere Fehler und soll helfen die Stabilität, Kompabilität und die Sicherheit des Macs zu verbessern. Außerdem kommt mit dem Update auch [...]<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Apple hat heute das Mac OS X Lion v10.7.3 Update veröffentlicht. Allen Benutzern von Mac OS X Lion wird zu einem Update auf diese aktuelle Version angeraten. Das Mac OS X Lion Update behebt mehrere Fehler und soll helfen die Stabilität, Kompabilität und die Sicherheit des Macs zu verbessern. Außerdem kommt mit dem Update auch die neueste Version des Apple Browsers Safari (5.1.3) auf den Mac.</p>
<p>Das Update behebt unter anderem auch Probleme mit der Datei-Freigabe von Mirosoft Windows, sowie Probleme beim Drucken von Dokumenten unter Microsoft Word. Auch werden Probleme mit Ati Graphik-Karten und dem Aufwach-Modus behoben. Besonders für Bildbearbeiter dürfte interessant sein, dass das Update auch neuere RAW-Format mitbringt, die dann direkt vom Mac unterstützt werden.</p>
<p>Vor dem Update wird zu einem Backup (z.B. mit der Time Machine) geraten. Das Update kann über die Softwareaktualisierung des Mac über das Internet runter geladen und installiert werden.</p>
<p>Weitere und ausführlichere Details sowohl zur Installation als auch zum Inhalt des Updates gibt es unter: <a href="http://support.apple.com/kb/HT5048?viewlocale=de_DE&#038;locale=de_DE" target="_blank">http://support.apple.com/kb/HT5048?viewlocale=de_DE&#038;locale=de_DE</a></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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		<title>Integration: Center in Harburg nur für Muslime &#8211; Hilflosigkeit und Populismus</title>
		<link>http://www.akifsahin.de/2012/01/31/integration-center-in-harburg-nur-fur-muslime-hilflosigkeit-und-populismus/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 17:28:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Akif Sahin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Noura A. sorgt für Aufsehen. In ihrem neuen &#8220;Firdaus-Center&#8221; möchte die bisher nur als Internet-Shop-Betreiberin aufgefallene Dame ein Restaurant und mehrere Geschäfts- und Büro-Räume einrichten. Dafür hat sie sich im Bezirk Harburg ein eher etwas heruntergekommenes Gebäude in einem eher heruntergekommenen Viertel ausgesucht. Trotzdem gibt es Kritik. Denn Noura A. hat in einer Anzeige im [...]<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Noura A. sorgt für Aufsehen. In ihrem neuen &#8220;Firdaus-Center&#8221; möchte die bisher nur als Internet-Shop-Betreiberin aufgefallene Dame ein Restaurant und mehrere Geschäfts- und Büro-Räume einrichten. Dafür hat sie sich im Bezirk Harburg ein eher etwas heruntergekommenes Gebäude in einem eher heruntergekommenen Viertel ausgesucht. Trotzdem gibt es Kritik. Denn Noura A. hat in einer Anzeige im Schaufenster des Gebäudes um Geschäftsleute gebeten, die bitte nur Muslime sind. Daran stoßen sich jetzt die Geister.</p>
<p>Wann immer es heißt: &#8220;Nur für Muslime&#8221; horche ich ein bisschen genauer hin und lasse es dann gut sein. Ein Kindergarten nur für Muslime beispielsweise finde ich bescheuert. Mein Kind soll schließlich die Deutsche Sprache lernen und mit Kindern anderen Glaubens auch auskommen können. Genauso wie ich eine Schule oder ein Gymnasium nur für Muslime immer kritisch beäuge. Oftmals sind es Privat-Einrichtungen, die viel Geld verlangen und dann die Schüler abschirmen &#8211; vor der wirklichen Welt, die eben multikulturell ist und nicht nur aus Muslimen besteht. Zumal ich dann auch immer darüber nachdenke, was aus diesen Köpfen auf dem Arbeitsmarkt werden soll. Beispielsweise haben sie vielleicht in der Schule dann immer die Trennung zwischen Mädchen und Jungen gehabt und jetzt müssen sie im Büro mit einer Frau zusammensitzen, weil es der Chef so will.</p>
<p>Das sind alles nur theoretische Erwägungen. Sie sind aber in Deutschland tagtäglich anzutreffen. Wir haben christliche Einrichtungen, Schulen und Organisationen, die beispielsweise Muslime nicht einstellen. Wir haben jüdische Talmud-Schulen die nur jüdische Kinder aufnehmen. Wer käme auch schon auf die Idee, sein Kind, ein muslimisches Kind, in eine Talmud-Schule in Hamburg zu schicken? Ich würd es tun, allein schon weil mich der Gott der Juden, Jahwe, sehr fasziniert &#8211; aber es geht nicht.</p>
<p>Damit muss man leben. Darüber regt sich aber auch kein Schwein mehr richtig auf. Ich meine wir haben gelernt, dass es bestimmte Dinge gibt, die nicht für jedermann zugänglich sind. Z.B. die Disko für den schwarzen Besucher, weil der Besitzer ein Rechtsextremes Arschloch ist und die Türsteher entsprechend angewiesen hat.</p>
<p>Wir alle haben aber gelernt damit umzugehen. Dort wo immer irgendwelche Leute darauf beharren nur unter sich zu sein, dort gehen wir halt eben nicht hin, dort kaufen wir halt eben nicht ein. Was wir aber nicht gelernt haben ist es, lässiger mit solchen Themen und Dingen umzugehen, wenn plötzlich Muslime diskriminieren. Ja es ist ein Akt der Diskriminierung, wenn man nur unter sich bleiben möchte. Das gilt auch für den Fall, dass eine Geschäftsfrau nur Muslimische Geschäfsleute haben möchte.</p>
<p>Die Frage ist dann nur, was machen wir? </p>
<p>Eine Welle der Empörung geht derzeit in meiner Freien und Hansestadt um. Nicht zuletzt auch durch den Politiker Ralf-Dieter Fischer inszeniert. Dieser hatte sich noch vor ein paar Jahren auch gegen die Moschee in Neugraben-Neuwiedenthal ausgesprochen, die jetzt an der Ecke zur S-Bahn an der Cuxhavener Straße dennoch steht und entgegen seiner &#8220;Islamisierungs-Ängste&#8221; kaum für Aufsehen sorgt. Fischer ist kein unbekanntes Gesicht, sondern einer, der sich ständig über Muslime und ihre Projekte echauffiert. <sup class='footnote'><a href='#fn-1732-1' id='fnref-1732-1' onclick='return fdfootnote_show(1732)'>1</a></sup> Erst kürzlich hat der Politiker erneut wieder Pläne für zwei Moscheen in Harburg eine Absage erteilt. Fischer steht so viel für Integration ein wie der Papst für den Protestantismus.</p>
<p>So Jemand wird dann aber von der hiesigen wie auch überregionalen Presse zitiert und immer wieder mit dem Stichwort Integration genannt. Ich nehme solche Politiker nicht ernst. Sie diskriminieren selbst und werfen anderen vor sie würden sich nicht integrieren. Ich nehme aber die Gefahr, die durch sie ausgeht dennoch sehr wohl wahr. Es droht statt einer Versachlichung der Debatte eine künstliche Aufblähung.</p>
<p>Noura A. scheint jedenfalls gewusst zu haben, was sie da tat. Die Beiträge in facebook deuten darauf hin, dass sie nur Muslime haben wollte. Das ist, ihr gutes Recht. Sie hätte das Plakat aber genauso auch neutral halten können und dann die Bewerber für Büroräume und Geschäftsräume im stillen aussortieren können, wie es tagtäglich von vielen getan wird. Die Frau mit Kopftuch die von der Bank abgelehnt wird, weil sie Kopftuch trägt, aber es nie erfährt, ist nur eines solcher Beispiele.</p>
<p>Diskriminierung gibt es überall und Noura A. ist nicht die erste, die sich dazu entschließt gezielt zu diskriminieren und wird auch nicht die letzte sein. Es gibt Dinge mit denen man sich abfinden muss. Das sollte man lernen und aufhören eine Debatte über ein Gebäude und ein Viertel zu führen, dass sowieso blöd ist.</p>
<p>Keine vernünftige Firma will da hin ziehen. Es ist unlukrativ und die Geschäfte dort gehen allesamt den Bach runter&#8230; Das Viertel ist heruntergekommen. Wenn jetzt eine Muslima meint, dort ihr Geschäft eröffnen zu wollen mit muslimischen Geschäftspartnern, dann soll sie es tun. Interessiert die 56.000 Migranten, von denen nur ein Bruchteil so krass drauf sein dürfte dort einzukaufen, auch nicht so besonders. Das ist weder richtig Zentral gelegen, noch leicht zu erreichen. Dazu kommt noch das Phoenix Center in unmittelbarer Nachbarschaft, genauso wie viele Halal-Restaurants und Imbisse in der Umgebung. Wer meint, er wird mit diesem Geschäft glücklich, soll es wagen &#8211; ich würd es nicht tun, allein schon aus finanziellen und örtlichen Erwägungen heraus.</p>
<p>So wird es sicherlich dazu beitragen, dass die Ecke in der das &#8220;Firdaus-Center&#8221; entsteht, zu einer Parallelgesellschaft wird. Aber es wird sicherlich nicht eine Parallelgesellschaft daraus, wie in Wilhelmsburg oder auf der Veddel. </p>
<p>Was wir hier haben ist ein stellvertretender Konflikt für die Integrationsdebatte. Es wird immer wieder von Migranten viel abgefordert und ihnen werden Dinge vorgeworfen die sie überhaupt nicht betreffen und für die sie meistens auch nichts können. Aber es wird absichtlich ein künstliches Klima erzeugt, in dem der Muslim, der Migrant oder eben auch der Türke als der Buhmann dasteht.</p>
<p>Jetzt könnte man fragen: Wo war die Politik als mein ehemaliges Viertel Wilhelmsburg komplett verwahrlost wurde und komplett vertürkt wurde? &#8211; Richtig, sie hat geschwiegen, denn so war es ihr Recht. Die Türken sollten alle in diesem Viertel bleiben und entsprechend haben sich Läden und Strukturen gebildet, die der Nachfrage dieser Strukturen gerecht wurden &#8211; z.B. eine Deutsche Bank bei der auch Türkisch gesprochen wird.</p>
<p>Das jetzt sich Widerstand bildet gegen Noura A. und ihr Projekt ist nur scheinheilig. Es passt der Politik nicht, dass die Dame sich in Harburg niederlässt. Die &#8220;Islamistische&#8221; Gefahr wird heraufbeschworen und so künstlich das Klima erzeugt, dass Muslime allesamt Noura A. folgen würden.Das ist schwachsinnig, genauso wie es schwachsinnig ist, dass katholische Schulen Parallelgesellschaften schaffen würden.</p>
<p>Die Politik täte gut daran die Sache nicht mehr weiter aufzubauschen und erst Recht darüber nachzudenken, wie denn die Planung für das Viertel insgesamt aussieht. Denn es gibt weiterhin keinen vernünftigen Plan, der auf etwas zuarbeitet.</p>
<p>Das einzige worin sich diese Damen und Herren einig zu sein scheinen ist, dass sie sagen: &#8220;Nur für Muslimische Geschäftsleute geht nicht.&#8221;</p>
<p>Das ist problematisch und so nicht richtig. Es muss nicht bedeuten, dass die Geschäfte, die dort entstehen nur für Muslime ausgerichtet sind. Noura A. kann sich aussuchen mit wem sie arbeiten möchte. Sie tut es direkter und stellt Bedingungen auf, damit sich andere eben keine Hoffnungen machen. Der ehemalige Verkäufer und Vermieter des Gebäudes hätte selbst darüber nachdenken können, ob er sich sicher ist, das Gebäude an Noura A. zu überlassen. Hat er anscheinend nicht, weil es auch bestimmt kaum Interessenten für das Gebäude gab. Die Frage nach der Nachfrage dürfte also das Schicksal entscheiden über Noura A. und ihr Projekt. Und ich sehe in Harburg derzeit einfach keinen Bedarf für ein solches Center. Es gibt genügend andere Möglichkeiten für Muslime (sogar in unmittelbarer Nachbarschaft) ähnliche und sogar bessere Gebäude und Räume zu finden.</p>
<p>Es regt mich auf, dass es einerseits eine Muslima ist, die für so viel Wirbel sorgt, aber andererseits auch die bekannten populistischen Köpfe in Harburg, die mit Integration nichts zu tun haben. Es ist fragwürdig, warum seit Wochen über dieses Thema gestritten wird, wo es doch sicherlich mehr zu tun gäbe. Der Verfassungsschutz soll beobachten, die Politik soll sich empören, aber wenn ich ständig und immer wieder über das gleiche Thema in dreißig unterschiedlichen Satz-Umstellungen lese, dann bin ich dem Thema überdrüssig und einfach nur noch genervt. So viel Radau durch ein Plakat?! Habt ihr denn nichts besseres zu tun???</p>
<p>Wer Integration will sollte die Grundlagen dafür schaffen. Anscheinend hat das bei Noura A. nicht geklappt, das liegt aber weniger am Islam, als an den gesellschaftlichen Umständen. Ich frage mich ernsthaft wie stark diese Frau von der Gesellschaft wohl verstoßen worden sein muss, und wie sehr sie wohl in einer Parallelgesellschaft groß geworden ist, dass sie den Kontakt zu Nicht-Muslimen in der Geschäftswelt nicht haben möchte. Und ich frage mich natürlich auch, wie sie das mit ihrem Glauben vereinbaren kann, wo doch Nächstenliebe und Respekt in unserer Religion eigentlich stärker ausgeprägt sind, als in anderen Religionen. Hat da was nicht mit dem Islam-Verständnis geklappt? Oder ist das jetzt einfach nur eine Rache für Jahrelange Diskriminierung???</p>
<p>Gerade aus der Praxis kann ich ihr jetzt schon versichern, dass sie mit ihrer Entscheidung nur mit Muslimen zusammenarbeiten zu wollen nicht glücklich wird. Muslimische Geschäftsleute haben meist keine Ahnung und sind, wenn sie Ahnung haben, ziemlich unmuslimisch und sehr kapitalistisch. Das so ein Geschäftsmodell aufgehen wird, kann ich mir einfach nicht vorstellen&#8230; Aber ich brauche nur einen Artikel und nur ein einziges mal um klarzustellen, dass die Heuchlerei und Kritik an dem Vorgehen von Noura A. aufgetakelt ist und künstlich erzeugt wird.</p>
<p>Es ist einfach nur so, dass man eher damit wieder alle Muslime angreift und damit unweigerlich zu einer Solidarität unter Muslimen beiträgt. Es wäre mir lieber, es gäbe eine sachliche Debatte darüber, wie man in Zukunft die Stadtplanung sieht und wie man solchen Fällen vorbeugen kann. Das geschieht aber nicht. Wir diskutieren stattdessen über ein Problem, dass noch gar nicht wirklich fest steht und noch gar nicht richtig existiert &#8211; aufgrund eines Plakats.</p>
<p>Ich frage mich z.B. ob es überhaupt Leute gibt, die in einen solchen Laden einziehen möchten und wie erfolgreich das ganze sein wird. Ich gebe dem Laden jedenfalls keine Chance, nicht in dieser Ecke Hamburgs und schon gar nicht unter diesen Bedingungen. Muslime brauchen auch Diversity &#8211; vor allem in Hamburg.</p>
<p><em>Gerne hätte ich mir auch angehört was Noura A. zu der Angelegenheit zu sagen hätte. Ihre Sicht der Dinge wird ja schließlich nicht deutlich. Leider war sie gestern und heute telefonisch nicht erreichbar.</em></p>
<div class='footnotes' id='footnotes-1732'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-1732-1'>Siehe: <a href="http://www.abendblatt.de/hamburg/harburg/article669235/Fuenf-Fragen-an-Harburgs-Bezirks-Spitzenkandidaten.html" title="Abendblatt" target="_blank">Abendblatt</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1732-1'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Integrationsgipfel: Zu Nichts zu gebrauchen?</title>
		<link>http://www.akifsahin.de/2012/01/31/integrationsgipfel-zu-nichts-zu-gebrauchen/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 06:22:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Akif Sahin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute findet der 5. Integrationsgipfel statt. Offiziell soll heute ein Aktionsplan für Integration vorgestellt werden und die Bundesregierung spricht &#8211; natürlich &#8211; von einer erfolgreichen Geschichte. Trotz dieser Bekundungen mehrt sich allerdings sowohl von der Opposition als auch federführenden Türkischen Verbänden und dem Deutschen Gewerkschaftsbund, die Kritik am Integrationsgipfel. Die generelle Kritik zeigt, die Euphorie [...]<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute findet der 5. Integrationsgipfel statt. Offiziell soll heute ein Aktionsplan für Integration vorgestellt werden und die Bundesregierung spricht &#8211; natürlich &#8211; von einer erfolgreichen Geschichte. Trotz dieser Bekundungen mehrt sich allerdings sowohl von der Opposition als auch federführenden Türkischen Verbänden und dem Deutschen Gewerkschaftsbund, die Kritik am Integrationsgipfel. Die generelle Kritik zeigt, die Euphorie ist vorbei und jetzt wird gefordert, während die Regierung blockiert. Die Frage aber, die von den Betroffenen auch weiterhin gestellt wird, ist, was der Integrationsgipfel für sie eigentlich tut. So betrachtet, gibt es eigentlich nichts zu vermelden, es sei denn man schärft einmal den Blick und blickt auch hinter die Fassade, die der Integrationsgipfel ist.</p>
<p>Es gibt Euro-Gipfel, Integrationsgipfel und Berggipfel. Alle drei Namen klingen sehr hoch und doch sind sie zu nichts zu gebrauchen. Der Mensch, der im Fokus der Politik steht, weiß entweder nichts von diesen Gipfeln, oder aber wird überhaupt von diesen Gipfeln gar nicht angesprochen.</p>
<p>Die Bundesregierung hat eine Beauftragte für Integration. Das ist sehr wichtig. Denn Maria Böhmer hat die Rolle einer Beauftragten. Sie ist zwar Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin, hat aber aufgrund der Ansiedlung im Kanzleramt nur den Rang einer Parlamentarischen Staatssekretärin. Das ist sehr wichtig, weil es uns zeigt, dass es weiterhin kein Ministerium für Migration und Co. gibt.</p>
<p>Das Thema Migration ist bei Angela Merkel (CDU) fest angesiedelt. Die Kanzlerin hat im Jahr 2005 das Thema für sich entdeckt und zur Chefsache erklärt. Der erste Integrationsgipfel wurde euphorisch bejubelt, während viele schon im Voraus Kritik an der Zusammensetzung des Gipfels äußerten. Muslime waren nämlich beim Gipfel gar nicht vertreten. Weil sie aber besonders gut herumheulen und nörgeln konnten, wurden sie dann doch später ins Boot geholt. Maria Böhmer winkte damals zuerst noch ab und entschloss sich schließlich die Kritik im Keim zu ersticken. Die DITIB bildet sich aber bis heute etwas auf ihre Teilnahme ein.</p>
<p>An der Funktion hat sich nicht viel geändert. Maria Böhmer ist heute das was wir früher als Ausländerbeauftragte kannten &#8211; allerdings mit weniger Einfluss.</p>
<p>Sicher, es gibt alle zwei Jahre einen Bericht über die Lage der Migranten und Co. und ab und an gibt es auch Studien die uns zeigen sollen, wie die Integration vorangeht, aber die Wahrheit ist, dass das Amt nichts leistet.</p>
<p>Es wird im Integrationsgipfel viel gesprochen, aber keine Aktivität gezeigt. Der jetzt nun heute vorgelegte Aktionsplan für Integration ist nur eine Steigerung der Wortwahl um uns allen zu vermitteln, da würde etwas gemacht. Dem ist aber nicht so. Vielmehr ist es so, dass die Debatten nicht fruchten und dort wo es z.B. ein Umdenken geben müsste, wo Aktionismus auch gefragt ist, blockt Böhmer oder eben Merkel ab.</p>
<p>Es wird verhindert, eine fruchtbare Debatte über Integration zu führen &#8211; mit all seinen Möglichkeiten und Facetten. Sonst hätten wir heute auch einige Gesetze verändert und dies alleine verweigert die Bundesregierung.</p>
<p>Die Wirkungen und Gespräche während des Gipfels und auch danach, sind zudem für die Betroffenen nicht sichtbar. Müsste man das z.B. festmachen, kenne ich kein DITIB-Programm, dass sich nach dem ersten Gipfel bis heute, intensiver dem Thema Integration gewidmet hätte. Klar, es gab mal Aushänge zu Veranstaltungen, aber diese waren weder selbst verantwortet, noch wirklich interessant.</p>
<p>Was also bringt der Integrationsgipfel? </p>
<p>Für den Einzelnen, der von diesem Thema betroffen ist nichts. Der Türke, der wegen seines Nachnamens keinen Ausbildungsplatz erhält, wird auch im Aktionsplan keine Hilfe finden. Die Ehefrau eines Deutschen, die eine andere Staatsbürgerschaft hat, wird ohne Deutsch-Test auch weiterhin nicht einreisen können, obwohl der US-Bürger das darf. Der junge Mann, der zwischen Deutschland und dem Ursprungsland seiner Eltern hin und her wandelt, wird jetzt nicht das Recht auf einen Doppelten Pass erhalten.</p>
<p>Vielmehr wird der Aktionsplan für Integration versuchen neue Stichworte zu geben und neue Anregungen. Befolgen müssten sie die Verbände, aber es gibt keine Selbstverpflichtung und von Außen her kann kein Druck gemacht werden.</p>
<p>Der Integrationsgipfel gibt der Politik einfach die Möglichkeit sich zu präsentieren. Merkel kann sich weiterhin besser als die SPD-Politiker präsentieren. Sie und ihre Regierung hätten ja so viel für die Integration getan, wird es heißen. Realitätsverlust wird es aber bezeichnet werden.</p>
<p>Der Integrationsgipfel ist einfach nur herausgeschmissenes Geld. Mehr Nicht. Es gibt keine konkreten Ideen die umgesetzt werden sollen. Aktionsplan hin oder her.</p>
<p>Was es aber gibt, und das ist tatsächlich etwas sehr wichtiges, ist ein nicht deutlich genug verankertes parteiübergreifendes Verständnis. Der Integrationsgipfel der CDU-Regierung ist ein deutliches Zeichen dafür. Alle Parteien in Deutschland, die derzeit im Bundestag sitzen, haben sich im stillen darauf geeinigt auf das Thema Integration.</p>
<p>Was so selbstverständlich klingt, ist es nicht. Sehen wir uns einmal nur die Nachbarn Deutschlands an, dann merken wir schnell, dass fast alle Länder heute eine Ausländerpolitik betreiben, die auf Ausgrenzung aus ist. Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit werden nicht bekämpft, sondern gefördert. Allein in Holland oder in Frankreich sehen wir ein Erstarken der neuen Rechten, die sich vor allem als Ausländer-Feinde und Muslim-Feinde einen Namen machen.</p>
<p>Die Deutsche Politik hat sich weitestgehend (auch wenn es hier und da doch Ansätze dafür bei SPD, CDU und CSU gegeben hat) darauf geeinigt, sich auf Integration festzulegen. Mit Roland Koch (CDU/HESSEN) hat der letzte CDU Konservative versucht Politik auf Kosten von Ausländern zu betreiben &#8211; und ist damit kläglich gescheitert.</p>
<p>Heute wollen alle Parteien in Deutschland eine Integration und setzen sich dafür ein. Allerdings streiten sie alle auch um das Wie. Der Traum von Multikulti ist sicherlich gescheitert, aber jetzt geht es tatsächlich auch darum die Gesellschaft von Morgen zu formen. Dafür ist der Integrationsgipfel tatsächlich gut. Auch wenn die Ideen des Aktionsplans wahrscheinlich nicht durch die Verbände und Organisationen umgesetzt werden dürften, so wird er doch als Stichwortgeber für die Debatte um die künftige Gesellschaft dienen können. Am Ende dürfte es also vielleicht doch leicht dazu beitragen, dass ein Umdenken weiter vorangeht.</p>
<p>Wir werden die Ergebnisse allerdings erst viel später sehen. Zumal wir auch noch nicht wissen, wie andere diese Themen angehen werden &#8211; sollte Merkel 2013 nicht mehr Kanzlerin sein&#8230; </p>
<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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		<title>Politik: Brauchen wir mehr Muslime?</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 02:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Akif Sahin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Letztens bei einem Vortrag. Ein Imam einer Gemeinde fordert die Jugendlichen auf sich politisch zu engagieren. Auf Nachfrage erklärt er: &#8220;Die Jugendlichen sollten in Parteien eintreten und Abgeordnete werden.&#8221; Auf die Frage Warum und Wozu antwortet er: &#8220;Nur so kann man dem Islam in Deutschland dienen. Wir brauchen gute Politiker, die uns repräsentieren.&#8221; Die Denkweise [...]<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Letztens bei einem Vortrag. Ein Imam einer Gemeinde fordert die Jugendlichen auf sich politisch zu engagieren. Auf Nachfrage erklärt er: &#8220;Die Jugendlichen sollten in Parteien eintreten und Abgeordnete werden.&#8221; Auf die Frage Warum und Wozu antwortet er: &#8220;Nur so kann man dem Islam in Deutschland dienen. Wir brauchen gute Politiker, die uns repräsentieren.&#8221;</p>
<p>Die Denkweise ist einfach. Mehr muslimische Politiker, mehr Rechte für Muslime. Z.B. wenn es um den Islamischen Religionsunterricht geht, z.B. wenn es um das Schächten geht, z.B. wenn es um den Bau von Moscheen geht, z.B. wenn es um die Frage der Einbürgerung geht etc. pp.</p>
<p>Diese Denkweise ist völlig fehlerhaft und leider auch überhaupt nicht angebracht. Wenn Jugendliche mich fragen, was sie werden sollen, dann sage ich: Werdet Journalisten, werdet Ärzte, werdet Anwälte, werdet Beamte und Lehrer.</p>
<p>Ein Imam in Deutschland, der von Jugendlichen fordert, sie sollen doch bitte Politiker werden, hat weder das System in Deutschland verstanden, noch verstanden wie Politik funktioniert. Muslime in Deutschland brauchen nicht mehr muslimische Politiker, sondern gute Politiker, die sie unterstützen können. </p>
<p>Das kann man machen in dem man einer Partei beitritt und die Kandidaten z.B. auf Landeslisten unterstützt, die einem geeignet erscheinen. Einen Politiker nur nach muslimischen Vorstellungen auszuwählen ist zudem völlig falsch. Ein Politiker kann sich gerne den Muslimen vor den Wahlen als super Kandidat vorstellen, hat aber z.B. was die Privatisierung von Staatsfirmen angeht, ganz andere Vorstellungen. Außerdem ist schon so mancher Wolf im Schafspelz in die Parlamente gewählt worden, der sich vorher als netter Muslim vorgestellt hat.</p>
<p>Politik ist ein schwieriges und oftmals auch dreckiges Geschäft. Da gibt es nicht nur immer wieder Anfeindungen, sondern auch Intrigen und Druck. Allein schon der sogenannte Fraktionszwang macht das Geschäft sehr kompliziert. In diesem Fall stimmt man sogar für oder enthält sich bei einer Angelegenheit, obwohl man eigentlich dagegen ist.</p>
<p>Dieses System kann Muslimen daher keinen Vorteil bringen. Ein Arzt aber, der muslimisch ist, ein Anwalt der muslimisch ist, ein Journalist der muslimisch ist, können aufgrund ihrer kulturellen wie religiösen Wurzeln für das bisschen Diversity sorgen, dass Muslimen mehr halt und Wichtigkeit gibt. Es sind die Berufe, die Muslime anstreben sollten. Sie alle haben ihre Tücken, aber mit einem ehrlichen und bewussten Leben eines Muslims lassen sich diese Berufe doch mehr vereinbaren, als das schwierige politische Geschäft. </p>
<p>Gerade in unserer heutigen Zeit wird Politik auch viel zu häufig überschätzt. Denn die Wutbürger machen es vor. Öffentlicher Protest bringt sehr gut etwas und vor allem Veränderung. Wenn Muslime geschlossen und organisiert auftreten, können sie auch die Missstände, die ihnen nicht gefallen, beseitigen. Das heißt allerdings nicht, dass es auch unbedingt Missstände geben muss.</p>
<p>In der letzten Zeit erzählen mir immer wieder irgendwelche hohen Funktionäre bei Organisationen, dass die Politik sehr wichtig sei, weil wir auch Interessen hätten. Das stimmt. Allerdings müssen diese Interessen nicht immer die Interessen der Muslime sein, sondern vielmehr die Interessen der Funktionäre. </p>
<p>Moscheebau ist da ein Thema, aber andererseits auch die Besetzung von Beiräten an Universitäten oder endlich die Anerkennung des Islam in Deutschland. </p>
<p>Ich halte es für falsch Muslime in die Politik zu schicken, weil man glaubt, so Einfluss auf die Politik nehmen zu können &#8211; das kann man nämlich so gut wie gar nicht. In diesem Sinne habe ich in den letzten Jahren ziemlich oft darüber nachgedacht ob es überhaupt richtig von muslimischen Organisationen ist, sich politisch zu engagieren und zu positionieren. Ich sehe da z.B. sehr kritisch, die Bevorzugung von bestimmten politischen Parteien, ebenso wie ich auch die Mitgliedschaft von bestimmten Funktionären bei Parteien sehr kritisch beäuge.</p>
<p>Islam und Politik sollten sich weitestgehend auseinander halten und die muslimische Selbstorganisation sollte zu allen politischen Parteien &#8211; meiner Meinung nach &#8211; distanziert auftreten. Das heißt nicht, dass man mit politischen Partnern zusammenarbeiten kann, aber dass man immer den nötigen Abstand halten sollte, um einerseits selbst nicht als eine Gruppe aufzutreten, die versucht ihre Interessen der Politik aufzudrücken, aber andererseits auch nicht als Gruppe aufzutreten, die von politischen Vertretern missbraucht wird.</p>
<p>Hier könnte man das Beispiel der Islamkonferenz anführen, oder Gespräche von bestimmten Verbänden mit staatlichen Stellen. Oftmals wird dieser Dialog falsch geführt, was einerseits an der Politik liegt (besonders schon die Partner-Auswahl ist kritisch zu betrachten) wie auch an der muslimischen Selbstorganisation selbst. Man möchte öffentlich anerkannt werden, und da macht es sich eben gut, als muslimische Organisation neben einem Staatsvertreter zu stehen, auch wenn diese gerade etwas beschließen, was gegen die Muslime gerichtet ist.</p>
<p>In diesem Sinne ist es einerseits falsch, dass die Muslimischen Organisationen in Deutschland zu politisch aktiv sind, und versuchen Einfluss zu nehmen, genauso wie es auch falsch ist, dass der Staat versucht politisch motiviert Einfluss auf den Islam zu nehmen. Das drückt sich sowohl bei der Islamkonferenz, als auch den sogenannten &#8220;Präventionsgipfeln&#8221; aus. Hier werden Muslime unter Generalverdacht gestellt und der Dialog mit ihnen wird nicht auf Augenhöhe geführt.</p>
<p>Auch die Etablierung einer islamischen Theologie an Universitäten ohne alle wichtigen Partner mit an Bord zu nehmen, ist kritisch zu betrachten. Hier wird dann auch z.T. versucht Muslime gegen Muslime auszuspielen.</p>
<p>Was es hier braucht sind vernünftige Konzepte, die einerseits den Dialog fördern, aber andererseits auch nicht erlauben, dass sich Muslime oder der Staat gegenseitig in die Quere kommen. Das ist bei Kirchen und Jüdischen Einrichtungen bereits vorhanden. Der Staat mischt sich in die Selbstverwaltung der Kirchen genauso wenig ein, wie er sich in die Selbstverwaltung der Synagogen einmischt. Er versucht aber sich bei den Muslimen einzumischen. Und da ist jetzt die Frage, wie weit das gehen darf. </p>
<p>Solange es aber an der Spitze von bestimmten Organisationen immer noch Leute gibt, die diese Problematik nicht verstanden haben, solange es Imame gibt, die fordern wir brauchen mehr muslimische Politiker in Deutschland, solange wird sich dieses Problem auch nicht lösen lassen.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.akifsahin.de">Akif Sahin</a></p>
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