Bushido: Mieser Rapper mit vielen Freunden…

Ich bin ein Freund des Gangsta-Rap. Ja, ehrlich. Ich höre mir jeden Mist an und bin immer voll bei der Sache, wenn es neue Alben gibt. So auch, als Jay-Z sein neuestes Album “Magna Carta Holy Grail” rausbrachte, wollte ich wie immer nur das hören. Was ich nicht wirklich mag sind aber Raps von Leuten, die Milchbubis sind, die keine Eier in der Hose haben und die nicht texten können. Dazu zählt Bushido, oder wie man ihn in meiner Szene nennt, M******. Der ist nämlich kein echter Rapper, und Gangsta-Rapper schon gar nicht. Er ist höchstens ein Pseudo-Rapper – mit Texten ohne Rhyme und Sinn.

Ich verfolge ja seine Karriere schon länger. Viele Number One Hits, aber wirklich singen und wirklich rappen war da nicht dabei. So regt sich derzeit jeder kleine Politiker, von Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) bis hin zu Claudia Roth (Grüne) und Serkan Tören (FPD) auf. Sie fühlen sich beleidigt und natürlich auch bedroht. Im Song “Stress ohne Grund” von Shindy, hat Bushido einen kleinen Einspieler und droht mit Mord und Totschlag gegenüber diesen Personen…

Wowi will jetzt den “Rapper” anzeigen. Tören ist außer sich und Claudia wie immer angesichts geballter Multi-Kulti-Platzer enttäuscht und betroffen.

Wo bleibt eigentlich die Kunstfreiheit möchte man da nachfragen. Ich meine Bushido macht Musik. Sie ist zwar Scheiße, aber kann man damit nicht leben? Muss man einem größenwahnsinnigen Rapper auch noch eine noch größere Bühne bieten, indem man ihn ernst nimmt? In dem man sich von einem Milchbubi bedroht fühlt? Macht doch selbst einen Song würde ich da anraten… Sowas wie: “Bushido… Du kommst in die Hölle!!! Hölle hölle hölle!”

1 Mio mal gesehen

Ignorieren wäre schön gewesen, genauso wie Muslime ständig irgendwelche Drohungen und Beleidigungen ihrer Religion auch ignorieren müssen, weil die Staatsanwaltschaft eben nicht einspringt und gleich alles unter Kunst- und Meinungsfreiheit stellt. Was man machen kann ist natürlich den Song auf den Index stellen. Das ist schließlich nix für Kinder. Aber hier zeigt sich auch das grundsätzliche Problem unserer digitalen Zeit.

Während die GEMA wieder einmal jeden Scheiß bei YouTube sperren lassen kann, an dem Sie die Rechte haben, ist das Video von Bushido frei zu sehen. Nicht nur das: Bis jetzt haben knapp eine Million Menschen das neue Video angeschaut. Abschalten kann man das anscheinend also auch nicht. Genauso wie wir Terror-Videos aus YouTube nicht wegbekommen bleiben Shit-Raps leider auch online. Fragt sich nur was gefährlicher ist: Ein Milchbubi der herumstänkert weil ihn keiner mehr lieb hat, oder Al Qaida-Propaganda…

Bambi, Friedrich, CDU und Praktikum

Und natürlich komme ich nicht drum herum auch noch einmal daran zu erinnern, wer alles Bushido groß gemacht hat in der letzten Zeit. Erinnern wir uns an den Integrationsbambi für den Rapper der heute Wowereit und Co. droht. Erinnern wir uns an den Innenminister Hans Peter Friedrich, der sich mit seinem Kumpel Bushido ablichten ließ. Und nicht zu vergessen, woher Bushido auch seine neuesten Manieren her hat… er machte schließlich ein Praktikum bei der CDU

Diese Leute machen solche Leute groß, und wirklich integrierte müssen mit Häme und Schmach ertragen, dass wieder diese Leute ernst genommen werden… Schade… aber auf der anderen Seite… ein bisschen tut es gut… zu wissen, dass solche Looser das Idealbild von anderen Loosern sind… und am Ende sich gegenseitig fertig machen…

Update1: Mittlerweile hat YouTube das Video sperren lassen. Vor der Sperrung wurde das Video mehr als 1,1 Mio. Mal innerhalb von 48 Stunden angeschaut. Andere User haben das Video kopiert und auch hochgeladen. Warum YouTube das Video gesperrt hat, bleibt unbekannt. Interessant ist weiterhin: Al Qaida und Terror-Propaganda bleibt, Bushido muss gehen…

Update2: Bushido hat zu den Vorwürfen Stellung genommen in einem N24-Exklusiv-Interview. Darin wirft er der BILD Scheinheiligkeit vor und verneint einen Mordaufruf im Song. Gleichzeitig macht er auch deutlich, dass er die Worte nur geäußert hat, weil Claudia Roth und Serkan Tören ihm in der Vergangenheit des öfteren ans Bein gepinkelt haben. Er beruft sich auf die Stilmittel des Rap und HipHop. Tatsächlich wirkt die Argumentationskette hier und da sehr merkwürdig, aber insgesamt schlüssig.


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