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Deutsche Islam Konferenz (DIK) – Meine Kritik

Es wird ja derzeit kein gutes Haar an der Deutschen Islam Konferenz (DIK) gelassen… an dieser Debatte, die oft von Beteiligten mit eigenen (Macht-) Interessen geschürt und gelenkt wird, möchte ich mich gar nicht wirklich beteiligen. Es sei nur kurz erwähnt, dass ich die Kritik z.T. nachvollziehen kann, z.T. aber auch für überzogen halte.

Man muss auch die Entwicklung sehen, und da sehe ich einen Innenminister der sich Mühe gibt. Das mag nicht jedem passen, aber so ist das halt… Politik ist eben kein: “Wir machen alles richtig!” Es geht auch darum da hineinzuwachsen und so langsam scheint ja Hans-Peter Friedrich (CSU) auch aus seinen Fehlern in der Vergangenheit zu lernen…

Was mir jedoch negativ aufstößt und so kaum bei der Kritik erwähnt wird, ist ein wichtiger Punkt, dessen Lösung eigentlich die meisten Probleme und auch den Geburtsfehler der Deutschen Islam Konferenz beheben könnte.

Es geht um die Frage der Transparenz. Die DIK ist ein geschlossener Kreis, in den man als Muslim und erst Recht als Betroffener keinen echten Einblick hat. Es gibt Gremien, es gibt Arbeits-Gruppen, es gibt das Plenum und all diese verschiedenen Teile machen in der Islam-Konferenz mit, und beschließen Dinge, die man als Außenstehender gar nicht richtig mitbekommt.

Einmal nach dem großen Plenum, wird dann etwas vorgesetzt und als Ergebnis der DIK präsentiert. Schön und gut, aber wie ist man zu diesem Ergebnis gekommen?

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Diese Intransparenz führt auch dazu, dass hinter verschlossenen Türen und in geheimen Gesprächen Dinge geklärt und geregelt werden, die man dann als Muslim auch überrascht aufnimmt. Es gab gar keine Möglichkeit mitzureden, als einfacher Muslim, oder als Betroffener. Da sitzen dann Vertreter von Muslimen, von Staat, Einzelpersonen, Politiker und Islam-Kritiker an einem Tisch und beschließen etwas über den Kopf von Muslimen in Deutschland hinweg.

Ich finde das Problem wird an der Diskussion um den Begriff “Muslimfeindlichkeit” sehr deutlich. Ich kann damit nichts anfangen und werde weiterhin auf dem Begriff “Islamfeindlichkeit” beharren und bestehen. Gerade hier wundert mich aber sehr, dass man die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema wohl gar nicht beobachtet hat. Dort wird in aller Regel von einem “antimuslimischen Rassismus” gesprochen.

Gerade hier hätte es mich doch mehr interessiert, wie man zu bestimmten Ergebnissen gekommen ist. Viel wichtiger als das, hätte ich aber auch gerne gewusst, wie sich ein Vertreter von einem muslimischen Verband eigentlich in den Debatten positioniert hat.

Wem kann ich eigentlich in der DIK zustimmen? Wen muss ich in Zukunft für sein Verhalten und bei der Debatte um wichtige Themen des Islam in Deutschland kritisieren?

Die Intransparenz der DIK ist ihr größtes Manko. Dies ist auch der Grund für die meisten Probleme und die jetzt aufkeimende große Kritik. Interessant ist ja, dass die maßgebliche Kritik von Teilnehmern der DIK kommt. Der Innenminister weist die Kritik zurück und behauptet, die Tagesordnung sei gemeinsam auch von den Teilnehmern abgesegnet worden. Einblick in die Protokolle und Sitzungen haben die Bürger aber nicht – so kann man auch nichts überprüfen und schon gar nicht eine eigene Meinung bilden.

Das wollte ich dann mal loswerden, weil es eben nicht gesagt wird…

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