Twitter Cards

In diesem Beitrag wird erläutert welchen Sinn und Zweck Twitter Cards haben, und wie man diese Funktion auf der eigenen Website oder Blog nutzen kann.

Was sind Twitter Cards?

Ein Nachteil von Links auf Twitter ist, dass man nicht sofort ersehen kann, was sich eigentlich hinter einem Link versteckt. Während bei Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Google+ meist eine kleine Beschreibung samt Bild bei jedem Link automatisch generieren und einbetten lässt, fehlte diese Funktion bisher auf Twitter. Seit dem letztem Jahr bietet Twitter allerdings für ausgesuchte User und Websites die Möglichkeit an mit sogenannten Twitter Cards Inhalte vorab in Tweets einzubinden. Das sieht dann so aus wie auf diesem eingebetteten Tweet mit einem Link zu einem Artikel auf dieser Domain.

Statt nur einfach den Tweet mit einem nichtssagenden Link gibt es jetzt also ausklappbar einmal den Titel, eine Kurzbeschreibung und wenn vorhanden auch ein Bild. Es handelt sich also um eine Zusammenfassung des Artikels der auf twitter verlinkt wurde.

Wie kann man diese Funktion nutzen?

Prinzipiell kann jede Seite diese Funktion nutzen, muss dafür aber in einem entsprechenden Format die eigenen Daten auf der Website vorbereiten und zur Verfügung stellen. Zusätzlich muss man Twitter darum bitten, dass auch die eigenen Links in dieser Form erfasst werden.

So habe ich beispielsweise per HTML-Tags die Inhalte für die Twitter Cards bestimmt. Im obigen Beispiel waren dies folgende Zeilen Code, die mit dem Artikel zusammen zur Verfügung gestellt wurden:

<meta name=”twitter:card” content=”summary”/>
<meta name=”twitter:site” content=”@blogger_one”/>
<meta name=”twitter:description” content=”Der Brandanschlag auf die Ensar Moschee in Berlin-Charlottenburg wirft unbequeme Fragen der muslimischen Community auf. Die Religionsgemeinschaften fordern Aufklärung und setzen die ermittelnden Behörden unter Druck.”/>

Twitter übernimmt diese Tags, die als Meta-Beschreibungen daher kommen, in Wirklichkeit aber XML-Beschreibungen darstellen, dann für die Beschreibung, die in den Twitter Cards erscheint. Andere Beschreibungsmöglichkeiten sind auf der Developers-Plattform von Twitter mit angegeben, aber im Grunde war es das bereits für die meisten Präsenzen. Neben der hier vorgestellten Summary Option gibt es auch die Möglichkeit Fotos oder sogar Videos als mediale Zusatzinformationen zum Tweet einzubinden.

Dies ist jedoch wie gesagt nur der erste Teil der Arbeit um Twitter Cards für die eigene Domain zu aktivieren. Im zweiten Teil muss man mit dem Twitter Cards Testing Tool gucken ob man auch alles richtig gemacht hat und schließlich einen Antrag für die Erfassung der eigenen Domain im Rahmen von Twitter-Cards stellen, damit diese auch wirklich aktiv werden.

Bei mir ließ sich Twitter allerdings deutlich viel Zeit. Mein Antrag ist jetzt fast schon wieder sechs Wochen her gewesen, bis schließlich am letzten Donnerstag die Cards aktiv waren. Daher muss man auch viel Geduld aufbringen und beim Antrag auf die richtigen Daten achten. Eine Benachrichtigung per E-Mail erfolgt nachdem die Funktion freigeschaltet wurde.

Gibt es Tools mit denen das auch automatisch gemacht werden kann?

Wer ein Blog mit WordPress betreibt kann sich diese Funktionen über ein Plugin auf die eigene Homepage holen. Es gibt in dieser Hinsicht keine Favoriten. Ich nutze allerdings selbst das Plugion WordPress SEO von Yoast. Darin ist auch diese spezielle Funktion mit implementiert. Die XML-Tags für Twitter Cards werden dann automatisch aus den Meta-Descriptions und Meta-Titles generiert. Die Angabe eines Twitter-Kontos ist allerdings Voraussetzung. Ich kann aus der Praxis heraus dieses Plugin nur wärmstens empfehlen. Weitere Plugins kann man auch im Repository auf wordpress.org finden. Dort reicht eine Sucha nach Twitter Cards.


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