Twitter-Video-Dienst: Vine erst ab 17 Jahren

Was 500px bereits vor einigen Wochen schmerzhaft erfahren musste, hat jetzt wohl auch den Video-Dienst Vine von Twitter getroffen. Die iOS App wurde mit einer Altersbeschränkung versehen.

Vine ist ein neuer Video-Dienst von Twitter. Das interessante ist, dass Vine, ähnlich wie Twitter, durch seine Begrenztheit die User reizt. So sind nur Video-Aufnahmen in einer Länge von 6 Sekunden möglich. Trotzdem erfreut sich die Anwendung großer Beliebtheit, weil man so kurze Video-Sequenzen festhalten und mit der Welt teilen kann. Ähnlich wie in Twitter können einem die Vine-User auch folgen, wenn man gutes zu bieten hat. Darüber hinaus gibt es auch immer auf der Vine-App eine Möglichkeit ausgesuchte Videos der Redaktion zu betrachten. Auch das Teilen von erstellten Videos in anderen Netzwerken ist in der neuesten Version möglich.

Problem: Jugendschutz

Doch die iOS App von Vine ist jetzt mit einer Altersbeschränkung versehen worden. In der neuen Version der App ist die höchste Grenze, nämlich eine Nutzung erst ab 17 Jahren, vorgesehen. Hintergrund ist, dass Vine mit anzüglichen und sogenannten Sexting-Videos zu kämpfen hat. Apple nimmt solche Dinge sehr ernst und hat anscheinend die Macher aufgefordert für Sicherheit zu sorgen.

Zwar scheint das Vine-Team darum bemüht gewesen zu sein, solche unartigen Videos aus den Streams soweit wie möglich rauszuhalten, doch am Ende hat man sich wohl mit Apple geeinigt – anderenfalls wäre die App wohl aus dem Store geflogen.

Auch 500px flog für kurze Zeit aus dem Apple Store raus. Hier ging es dann um Bilder die anzüglich waren, oder Akt darstellten. Zwar war in der App eingestellt, dass man nackte Haut eigentlich nicht sehen sollte, doch Apple war das anscheinend nicht genug. Die 500px App flog für kurze Zeit aus dem Store, kam aber in einer neuen Fassung wieder – mit einer Altersbeschränkung ab 17 Jahren.

Tatsächlich geht Apple in letzter Zeit stärker gegen Verletzungen ihrer hauseigenen Richtlinien für Apps vor. 500px und Vine sind dabei nur die prominentesten Beispiele, die der Firmenpolitik von Apple zum Opfer gefallen sind. Tatsächlich ist aber die Firmenpolitik durchaus in diesem Fall sinnvoll: Der Jugendschutz geht nun einmal alle an – auch im Netz.

Ob die Regelung allerdings wirklich funktioniert darf jedoch bezweifelt werden. Viele junge iOS Nutzer geben ein falsches Alter an und umgehen solche Hürden problemlos.


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