Integration: Wir brauchen positive Beispiele

Seit ein paar Tagen bin ich am Austesten einer neuen Strategie für meinen bisher vor sich hindümpelnden twitter-Account. Statt wie bisher nur eigene Texte und für mich wirklich wichtige Texte zu posten, habe ich angefangen mehr Links zu Nachrichten mit positiven Beispielen für Integration von Muslimen zu teilen. Mit einem interessanten Zwischenergebnis.

Jeder will auf twitter mehr Follower – Ich will mehr Leute die mitmachen. Was bietet sich also mehr an, als eine Strategie zu verfolgen, die es erlaubt, dass mehr User die einem folgen dazu zu bewegen die Inhalte die man teilt, auch zu teilen?

Authority, also Einfluss, ist eine messbare Geschichte. Und tatsächlich hat sich mein kleines eigenständiges Test-Projekt interessanterweise bis jetzt ausdrücklich gelohnt. Innerhalb einer Woche gab es gleich mehr als 58 neue Follower. Von diesen sind immerhin weiter 21 Personen noch da und sie scheinen auch nicht weg zu wollen. Eine Zahl die ich sonst nur mit viel Mühe und viel Zeit erreiche.

Es handelt sich bei diesen Followern um echte Menschen und die wollen mir auf twitter folgen. Doch was hab ich gemacht? Nur Links zu teilen, kann ja nicht der einzige Grund sein.

Inhalte sind entscheidend

Es braucht einen guten Mix aus Fotos, Links zu Artikeln und kurzen kleineren und witzigen Kommentaren um Aufmerksamkeit zu generieren. Natürlich darf man auf hashtags nicht verzichten, aber vor allem muss man auch das liefern, was die User, die einem folgen oder folgen sollen, auch sehen wollen.

Also sollte man sich zunächst fragen, was sich für dieses Ziel am Besten eignet. Bei mir ist es mal wieder das Dauer-Thema Islam gewesen. Ich habe in den vergangenen Tagen viel mehr als sonst positive Artikel über Muslime und die Religion der Muslime in Deutschland geteilt. Alle Artikel waren durchweg positiver Natur und weit entfernt von dem was man sonst über den Islam in Main-Stream-Medien liest.

Die Rate der Retweets nahm ständig zu. Die Zahl der User die mir folgten in entsprechender Art und Weise.

Positive Beispiele sind erwünscht

Der Erfolg dieser Maßnahme liegt mitunter an der Tatsache, dass das alte System mit “Bad News are good News” nicht mehr auf Twitter funktioniert. Tatsächlich nimmt die Zahl der Besucher auf Websites die ständig nur über negative Beispiele für Integration berichten, wenn auch nur langsam, stetig ab.

Die Leute haben es satt, ständig immer das Gleiche zu lesen. Sie wollen vor allem endlich mal gute Nachrichten lesen. Und was bietet sich gerade bei einer Gruppe wie den Muslimen wohl mehr an? Schlechte Nachrichten, die von allen Medien gebracht werden, oder diese besonderen, schönen Nachrichten die ein positives Bild abgeben? Natürlich Letzteres. Und die Inhalte werden geteilt, geliked und entsprechend kommentiert. Eine Art Islamverherrlichung, wenn man so möchte.

Es ist schön, dass dieser Bedarf tatsächlich da ist und dass es noch viele Menschen gibt, die eben diese positiven Beispiele lesen möchten und anderen ans Herz legen möchten. Twitter ist dafür jedenfalls eine geeignete Plattform und ich denke ich werde diese Strategie noch einige Zeit weiterfahren… Mal sehen wie sich das entsprechend entwickelt.

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