Nichtraucher für eine Woche

Das Wochenende war schlimm. Wir waren unterwegs und haben uns mal wieder unserem Hobby, den Darts gewidmet. Mich hat es schon am Freitag irgendwie nicht mehr richtig gereizt gehabt, umso schlimmer wurde es am Samstag. Neben mir Pool-Billard-Tische (wobei ich das noch sehr gut beherrsche) und ein nicht gut laufendes Cricket Cut Throat Game. Gleichzeitig immer wieder Pausend, damit die Anderen rauchen gehen können. Irgendwie nervig. Weil man nicht weiß was man in den Pausen machen soll und keine Lust hat sich voll mit dem Rauch ins Gesicht qualmen zu lassen, verbringt man die Zeit lieber damit, sich eine Pizza oder was zu knabbern zu besorgen. (So wird das jedenfalls nichts mit dem Abnehmen).

Der Höhepunkt meiner Geduld war dann erreicht, als alle in einem Schischa-Kaffee rauchen und ich die offene Box von Mo, einem Kumpel, sehe. Ich greife zur Schachtel, alle schauen mich an.

Die erste Regel, die ich bei meinem letzten Versuch gelernt hatte war: Ist der Druck zu hoch, dann lass ihm nach.

Das ist keine Aufforderung es mir gleich zu tun, aber es ist eine Philosophie. Die Sucht kann nicht ständig der Begleiter eines selbst sein. Sie muss eingedämpft werden und vor allem muss sie beherrschbar werden.

Doch mittendrin Proteste von meinen Freunden. Einige wollen, dass ich die Kippe anzünde, andere wollen es mir ausreden. Ich zögere, zünde die Flamme an, setze wieder ab. Mo sagt dann das entscheidende: “Es beginnt mit einer Zigarette.”

Ich lege die Kippe wieder später hin, obgleich ich drei Mal noch das Ding im Mund habe und anzünden will.

Am Ende siegt die Vernunft über die Sucht. Eine Woche ist jetzt vorbei. Es kann nur noch besser werden und hoffentlich bleibe ich rauchfrei.


Dem Autor auf sozialen Netzwerken folgen?

Kommentar verfassen