Die syrische Menschenrechts-Organisation (Syrian Human Rights Observatory – SHRO) berichtet, dass die Zahl der Toten in Syrien in den letzten 21 Monaten auf mehr als 44.000 gestiegen ist.
Mehr als 44.000 Tote in Syrien
Der Vorsitzende der SHRO, Rami Abdurrahman erklärte gegenüber französischen Medien, dass seit Beginn der Proteste im März 2011 mehr als 44.063 Personen in Syrien getötet worden sind. Von diesen Personen waren 30.819 Zivilisten. Die SHRO ergänzte die eigenen Zahlen zusätzlich um die Angaben und Unterteilungen in “bewaffnete Zivilisten” und “Soldaten des syrischen Regimes”. Auch wurden unter den Toten mehr als 1482 abtrünnige Soldaten und 10978 Regime-Soldaten gezählt.
Die Zahlen der in London ansässigen SHRO basieren auf Angaben von Aktivisten und verschiedenen Repräsentanten in Syrien, ebenso wie auf Zahlen von zivilen und militärischen Quellen. Die Zahlen beinhalten keine Angaben zu den Tausenden von Vermissten und Inhaftierten Personen in Syrien.
Der Chef der Menschenrechts-Organisation, Rami Abdurrahman, hob hervor, dass es neben den veröffentlichten Zahlen zudem eine massive Zahl von Toten gibt, die sowohl auf das Konto der Regime-Truppen als auch auf das Konto der Oppositions-Truppen gehen. Die SHRO legt Wert auf die Feststellung, dass man nicht alle Menschenrechtsverletzungen aufzählen könne, weil damit auch die Moral der Opposition untergraben werden könnte.
Lage bleibt angespannt
Die Lage in Syrien bleibt weiterhin angespannt. Nach fast 2 Jahren Krieg zeichnet sich zudem immer stärker ein Konflikt der Konfessionen ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine UNO-Studie, die am heutigen Donnerstag vorgestellt wurde. Demnach hat der Krieg zwischen den Rebellen und der Armee sich deutlich zu einem Bürgerkrieg verändert, der zwischen den religiösen Gruppen im Land verläuft. Der Konflikt in Syrien wird demnach auch immer mehr ein Konflikt zwischen Sunniten und Alawiten.
Gleichzeitig geben die UN die Zahl der getöteten Zivilisten in Syrien mit 22.000 an. Die Vereinten Nationen sehen zudem die syrischen Rebellen-Truppen auf einem guten Weg im Krieg. Laut UN werden die Rebellen stärker und übernehmen zunehmend mehr wichtige Gebiete des Landes. Gleichzeitig beschränkt sich die syrische Armee größtenteils nur noch darauf wichtige Stellungen und die Hauptstadt Damaskus gegen die Rebellen zu verteidigen.
Trotz dieser erfreulichen Meldungen wird gleichzeitig von der UN angemahnt, dass die Lage der Syrer immer prekärer wird. Laut UN fehlen mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar an Hilfen um die Lage, der vom Krieg gebeutelten Menschen zu lindern.