Archiv für den Monat: Mai 2012

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Salafisten: Innenminister beraten über Radikalisierung junger Muslime

Die halbjährlich stattfindende Innenministerkonferenz berät in diesen Tagen über die Radikalisierung junger Muslime durch Salafisten. Unterdessen wurde ein Salafist türkischer Herkunft aufgefordert Deutschland zu verlassen.

Die ständige Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (IMK) tagt vom heutigen Mittwoch bis zum Freitag, den 1. Juni 2012 in Göhren-Lebbin (Mecklenburg-Vorpommern). Auf der IMK werden vor allem sicherheitsrelevante Themen durch die Innenminister der Länder und den Bundesinnnenminister Friedrich (CSU) besprochen. Auf der Tagesordnung der IMK stehen sowohl neue Formen der Zusammenarbeit von Bund und Ländern im Kampf gegen Extremismus (besonders im Kampf gegen Rechtsextrmismus, nach den Vorfällen der NSU), als auch das aktuelle Thema “Sicherheit in Fußballstadien”. Besonders von öffentlichem Interesse ist auch die Thematisierung der “Radikalisierung junger Muslime durch Salafisten”.[1]

Der Druck auf Salafisten in Deutschland soll erhöht werden und Handlungskonzepte für Präventionsarbeit, aber auch Sicherheitskonzepte gegen radikale Salafisten sollen besprochen und angestoßen werden.

Im Focus der Gespräche der Innenminister stehen vor allem jüngste Vorkommnisse, bei denen Salafisten, die von der rechtsextremen PRO NRW mit Karikaturen provoziert wurden, Sicherheitsbeamte angegriffen haben. Zudem tauchten im Internet diverse Videos auf, die sowohl Drohungen gegenüber Journalisten beinhalteten, als auch zu Anschlägen in Deutschland aufriefen. Sicherheitsexperten sind besorgt, weil solche Videos und Aufrufe muslimische Jugendliche potenziell radikalisieren könnten.

Der Vorsitzende der IMK, Innenminister Lorenz Caffier sieht die Gewaltbereitschaft der Salafisten in Deutschland mit Sorge. Am Rande eines Treffens mit Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime sagte Caffier[2]:

„Ich betrachte die Entwicklung der Gewaltbereitschaft der Salafisten in Deutschland mit Sorge und teile die dahingehenden Auffassungen meiner Amtskollegen. Aus diesem Grunde werden wir uns mit dem Thema Salafismus als besonders extreme Form des Islamismus in der Frühjahrstagung der IMK Ende Mai ganz sicher auseinander setzen. Ausgeprägte Angriffe wie in den letzten Tagen gegen die Polizei als Vertreter des Staates hat es bisher in der Bundesrepublik nicht gegeben. Das nunmehr gezeigte Verhalten bestätigt jedoch, dass Salafisten alle anderen Staatsformen als den sogenannten Gottesstaat ablehnen und bereit sind, in kämpferischaggressiver Art und Weise gegen die Bundesrepublik vorzugehen. Neben gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Rechts- und Linksextremisten sind nun offensichtlich auch gewalttätige Auseinandersetzungen von Rechtsextremisten und Salafisten zu befürchten. Eine wehrhafte Demokratie wie die Bundesrepublik Deutschland darf sich solche Angriffe von Extremisten nicht bieten lassen. Da spielt es keine Rolle, ob die Motivation politisch rechts, links oder religiös begründet ist.“

Gleichzeitig mahnte Caffier aber auch zur Sachlichkeit:

„Salafisten sind eine extreme Strömung innerhalb der Glaubensrichtung des Islams. Wir würden etwa 4 Millionen Muslimen in Deutschland unrecht tun, wenn wir sie zusammen mit 3.800 Salafisten unter Generalverdacht stellten. Die überwiegende Mehrheit der Muslime in Deutschland steht zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung in der Bundesrepublik. Eine Glaubensrichtung unter Generalverdacht zu stellen hieße auch, in überkommene Denkmuster zurück zu fallen und den Neonazis geistige Schützenhilfe zu bieten. Das kann nicht unser Ziel sein.“

Erster Salafist des Landes verwiesen?

Der Baden-Württembergische Innenminister Reinhold Gall (SPD) verkündete gestern über die Website und Pressestelle des Innenministeriums “Baden-Württemberg hat heute einen radikal-islamistischen Salafisten mit türkischer Staatsangehörigkeit ausgewiesen.“[3]

Als Begründung für die Ausweisung wird der Kommentar des türkisch-stämmigen Salafisten unter einem Video angeführt. Der Türke soll ein Video, dass zum bewaffneten Kampf aufruft mit den Worten “Möge ALLAH uns allen die Möglichkeit geben, zum DSCHIHAD zu ziehen und als Märtyrer zu sterben” kommentiert haben. Das Video zeige bewaffnete Personen. Innenminister Gall (SPD) erklärte, man “werde konsequent gegen Salafisten vorgehen, die Gewalt befürworten und den Frieden im Land gefährden.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) begrüßte die Ausweisung des türkischen Salafisten. Im ZDF-Morgenmazin erklärte der Innenminister, dass man jede Möglichkeit nutzen müsse um solche Bestrebungen von radikalen Salafisten zu unterbinden und Personen, die die Sicherheit des Landes gefährden.

Über den türkischen Salafisten wurde zudem bekannt, dass dieser in der Vergangenheit bereits einmal verurteilt und eine Haftstrafe abgesessen habe – eben wegen der Verbreitung von Video-Material, dass dem Terror-Netzwerk der Al Qaida zuzuordnen sei.

Allerdings gibt es widersprüchliche Medien-Berichte, wonach noch nicht ganz klar ist, ob der türkische Salafist auch wirklich Deutschland verlassen hat. Fest steht, dass dem Salafisten die Abschiebe-Erklärung zugestellt wurde. Er hätte noch die Möglichkeit gegen seine Abschiebung in die Türkei zu klagen.

Pierre Vogel kündigt Comeback an

Unterdessen kündigte einer der Star-Prediger der Salafistischen Szene sein Comeback in Deutschland an. Der Ex-Boxer und Laienprediger Pierre Vogel will am 9. Juni 2012 aus Ägypten zurück nach Deutschland einreisen und bei einer Open-Air-Veranstaltung in Köln vor einem großen Publikum sprechen.[4]

Im Vorfeld der Vorbereitung zu diesem Event stilisiert sich der Prediger zusammen mit seinem Protegé Sven Lau als Friedens-Mann und Opfer einer Hetz-Kampagne der Medien.

Vogel gilt neben Ibrahim Abu Nagie (bekannt aus der Koran-Verteil-Aktion) als einflussreicher Star der salafistischen Szene. Kritiker werfen ihm vor mit seiner Lehre der Radikalisierung von Muslimen und insbesondere von jungen Muslimen Vorschub zu leisten.

Muslimische Verbände und Organisationen haben sich in den letzten Tagen deutlich von Salafisten distanziert.

Quellen
[1] IMK-Pressemitteilung
[2] Pressemitteilung Caffier
[3] Baden-Württemberg weist Salafisten aus
[4] Homepage von Pierre Vogel

Adem Ljajić aus serbischer Nationalmannschaft geflogen

Der bekennende Muslim Adem Ljajić, Star-Mittelfeld-Spieler des Teams AC Florenz in der Serie A der Italienischen Liga, ist aus der serbischen Nationalmannschaft geflogen, weil er die Nationalhymne nicht gesungen hat.

Es ist ein eindeutiges Zeichen wie stark der Nationalismus in Serbien wieder erstarkt. Nach der Wahl des Nationalisten Timoslav Nikolic zum neuen Präsidenten zeigt sich auch am demonstrativen Ausschluss des Mittelfeld-Spielers Adem Ljajić aus der serbischen Nationalmannschaft wie es um das Gemüt der Serben bestellt ist.

Der Trainer der serbischen Nationalmannschaft wollte unbedingt, dass seine Spieler die serbische Hymne mitsingen. Beim Test-Spiel mit Spanien blieben die Lippen von Adem Ljajić still. Der Mittelfeld-Star des AC Florenz gab an, dass er aus persönlichen Gründen die Nationalhymne nicht mitsingt. Diese persönlichen Gründe werden eindeutig, wenn man sich mal den Text der Hymne anschaut. Nationalismus und religiöser Eifer in einem:

Gott der Gerechtigkeit, der du gerettet
vor dem Untergang uns bis jetzt,
hör auch von nun an unsere Stimmen
und sei von nun an unsere Rettung.

Mit mächtiger Hand führe, verteidige
der serbischen Zukunft Schiff,
Gott rette, Gott ernähre,
serbische Länder, serbisches Geblüt!

Gott beschütze Serbien unser,
bittet dich dein serbisches Geblüt!

Einige die teuren serbischen Brüder
auf jedes prächtige (ein) ruhmreiches Werk,
Einigkeit wird des Gehörnten Niederlage sein
und des Serbentums stärkste Feste.

Möge über Serbien erstrahlen der Glanz
der brüderlichen Eintracht golden Frucht,
Gott rette, Gott ernähre,
serbische Länder, serbisches Geblüt!
Gott beschütze Serbien unser,
bittet dich dein serbisches Geblüt!

Aus finsterem Sohnes Grab
leuchtet des serbischen Ruhmes neuer Schein,
angebrochen ist eine neue Zeit,
neues Glück, gib uns Gott.

Serbien, das verteidige uns Gott,
aus fünf Jahrhunderten Kampfes Frucht,
Gott rette, Gott ernähre,
serbische Länder, serbisches Geblüt!

Gott beschütze Serbien unser,
bittet dich dein serbisches Geblüt!

Adem Ljajić ist bekennender Muslim. Er singt daher die Zeilen der serbischen Nationalhymne nicht mit. Trotzdem kannte der Trainer der serbischen Nationalmannschaft kein Erbarmen. Er warf Adem Ljajić raus. Ein Sprecher erklärte Adem Ljajić könne zur Mannschaft zurück, wenn er seine Haltung bezüglich der Nationalhymne überdenkt. Ein klarer Fall von nationalistischem Übereifer in einer Fußball-Mannschaft, die an der EM 2012 in der Ukraine und Polen teilnimmt.

Doch mit dem Fall in der serbischen Nationalmannschaft bleibt es nicht bestehen. Der Ausschluss von Adem Ljajić hat auch in anderen Ländern erneut eine Diskussion über den Umgang der Nationalmannschaften mit ihren Spielern ausgelöst.

Nun werden auch in Detuschland wieder Stimmen laut die den Ausschluss von bestimmten Spielern (oft mit Migrationshintergrund) aus der DFB-Auswahl fordern. Denn viele der Stars im Team der DFB-Auswahl singen die Hymne nicht mit (oftmals weil sie einfach den Text nicht draufhaben). Dazu zählen auch solche Stars wie Mesut Özil oder Lukas Podolski. Jetzt fordern Nationalisten in diversen Foren und auch in den Feuilletons so mancher Zeitung, dass diese Spieler bitte auch ausgeschlossen werden sollen, oder zumindest zum Aufsagen der Hymne gezwungen werden sollen.

Ob sich langfristig die Spieler diese Form des Nationalismus gefallen lassen werden ist aber fraglich. Zumindest bei Adem Ljajić dürfte wohl feststehen, dass er es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann eine Hymne aufzusagen, die diametral seinem Glauben entgegen steht und vor allem Nationalistisch ist.

Personal: Suchen und Finden für Job und Karriere (auch im Netz)

Derzeit dreht sich bei mir alles nur noch um das Thema Bewerbungen. Einerseits bin ich auf der Suche nach einem neuen Job, der mich herausfordert und vor allem der auch zu mir passt (Geld spielt eher eine unwichtigere Rolle, aber so ca. 1400 € (Netto) sollten es schon sein), andererseits sind die Jugendlichen in meinem Umfeld auch gerade auf Job-Suche. Und es stellt sich immer wieder die Frage, wie das eigentlich mit den Online-Bewerbungen so geht und ob die Personal-Suche auch klappt. Nicht zuletzt Personaler haben immer noch Probleme geeignete Personen für maßgeschneiderte und anspruchsvolle Stellen zu finden. Ein kleiner Blick in die weite Welt der Personal-Suche und Personal-Gewinnung.
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1und1 Server Update: TYPO3 Probleme und Lösungen

Vorgestern war es mal wieder soweit. 1und1 hat seinen Managed Servern erneut eine kleine Frischzellenkur gegönnt. Hintergrund war wohl vor allem die bekannt gewordene PHP-Lücke, über die ich ja schon an anderer Stelle berichtet hatte. Aber auch der Apache-Server wurde schön aktualisiert. Nach dem Update hatte ich allerdings (und habe bei einigen Instanzen immer noch) mit etlichen Problemen zu kämpfen. Deshalb an dieser Stelle ein Beitrag, der etwas technischer wird und helfen soll mögliche Fehlerquellen zu lokalisieren und zu lösen.
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Islam: Der Glaube an das Jenseits

So wie jeder Mensch und jedes Tier eines Tages stirbt, so wird es auch einen Tag geben an dem die Erde auf der wir leben auch stirbt. Als Muslime glauben wir, dass dies der Tag des Jüngsten Gerichts sein wird. Es ist das Ende des irdischen Lebens, aber auch zugleich der Beginn des Jenseitigen Lebens.

Sonne hinter den WolkenDer Engel Israfil wird, wenn die Zeit gekommen ist, in etwas pusten, was einfach nur “Sur” genannt wird. Mit dem gewaltigen und mächtigen Ton aus dem “Sur” werden alle Lebewesen auf der Welt (außer denen die Allah ausgesucht hat) sterben. Die Ordnung zwischen Himmel und Erde wird aufgelöst und das Universum wird eine neue Form gewinnen.

Es wird der Tag des Jüngsten Gerichts sein.

Erst nach einer ganzen Weile wird Allah Israfil die Erlaubnis geben erneut in das “Sur” zu pusten. Durch das zweite Mal werden alle Menschen, die je auf der Erde gelebt haben, wiederbelebt werden. Sie alle werden an einem Ort versammelt und stellen sich der Apokalypse.

An diesem Ort wird jeder einzelne Mensch seinem Schöpfer gegenübertreten. Jeder einzelne Mensch wird für seine Taten auf der Erde Rechenschaft ablegen. Die Engel Kiramen Katibin werden den Menschen ihre Tatenbücher in die Hand geben. Darin wird jede einzelne gute Tat wie auch schlechte Tat notiert sein. Jeder wird lesen, was er falsch und was er richtig gemacht hat.

Alle Sünden, egal ob geheim oder öffentlich, werden an diesem Tag ans Tageslicht kommen. Die guten Taten und die schlechten Taten werden auf der Waage der Gerechtigkeit aneinander gegenübergestellt und der Mensch wird für seine Handlungen auf der Welt das bekommen, was er verdient.

Jeder Mensch wird das bekommen, was er in seinem irdischen Leben gesät hat. Die göttliche Gerechtigkeit wird ihren Platz finden und Niemandem wird ein Fünkchen Ungerechtigkeit zu Teil werden.

Unser geliebter Prophet (saw) berichtet uns:

“Am Tag des Jüngsten Gerichts kann der Mensch sich nicht von seinem Schöpfer entfernen, ohne dass er über die folgenden Dinge ausgefragt wurde:

1. Wo er sein Leben verbracht hat.
2. Wo er seinen Körper zermürbt hat.
3. Wo er sein Vermögen her bezogen hat und wohin er es ausgegeben hat.
4. Was er von seinem Wissen für seinen Handlungen genutzt hat.” [1]

Dieses Leben, dass mit der Wiederauferstehung des Menschen beginnt und bis zur Unendlichkeit reichen wird, nennt man Jenseits. Der Glaube an das Jenseits ist eine der wichtigen Grundlagen des Glaubens der Muslime.

Fußnoten
[1] Et Tergib ve Et-Terhib Band 1 S. 125

Muhammad (saw): Kennen Sie diesen Menschen?

Sie mögen ein Atheist sein oder ein Agnostiker, ein Christ oder Jude, Buddhist oder Hindu, ein Europäer oder Asiat, Manager oder Putzfrau. Ganz gleich was oder wer Sie sind oder was Ihre ideologische und politische Gesinnung ist. Mit dem Wissen, dass der Mensch als Mensch einen unvergleichbaren Wert hat, sprechen wir Sie als Menschen an!

Der folgende Text ist weder eine Erzählung noch ein Märchen. Es ist ein Teil unserer gemeinsamen Geschichte.

Wir schreiben das Jahr 610 n. Chr., die damals bekannte Welt ist unter zwei Großmächten aufgeteilt – Persien und Rom. Der einzige Handelsweg zwischen diesen beiden Mächten führt über die arabische Halbinsel. Doch was für eine Gesellschaft lebt hier? Hier, wo Orient und Okzident aufeinander treffen?

Dieser Ort ist geprägt von Menschen, die Götzen dienen und Verendetes essen. Die Frauen verfügen über keinerlei Rechte und haben mehr den Status einer Ware, als den eines Menschen. Um der angeblichen Schande zu entkommen, werden die Töchter von ihren Vätern bei lebendigem Laibe vergraben. Dem Übel nicht genug werden grundlos über Generationen hinweg Kriege geführt. Die Machthaber profitieren aus diesen Lebensumständen und verteidigen diese. Der Reiche ist stark und mächtig und der Arme seine Ware. Ungerechtigkeit wird groß geschrieben und Freiheit verneint!

Dann kommt zu ihnen ein Mann aus ihrer Mitte und lädt sie zur Anbetung des einen Gottes ein, statt der Steine denen sie dienen. Er stoppt den Mord an Kindern, sorgt für die gesellschaftliche Mitbestimmung aller und baut das erste Sozialsystem der Menschheit auf.

Er erhebt die Frau zum Zentrum der Gesellschaft und sagt: “Das Paradies ist unter den Füßen der Mütter.

Doch wer ist dieser Mensch, der die Grundsteine für Freiheit, Frieden und Gleichwertigkeit legte?

“… eine Menge der detaillierten frühen Quellen zeigt, dass er ein ehrlicher und aufrechter Mann war, der den Respekt und die Loyalität der anderen erreicht hatte, die weise, ehrliche und aufrechte Männer waren.” (Encyclopedia Britannica Band 12)

Er müsste “Heiland der Menschheit” genannt werden. Ich glaube, dass, wenn ein Mann wie er, die Gewaltherrschaft der modernen Welt annehmen würde, er bestimmt erfolgreich sein und seine Probleme auf eine Weise lösen würde, die den lang ersehnten Frieden und das Glück mit sich bringen würde.” (Bernard Shaw)

Dieser Mensch, der als Barmherzigkeit für die Welten entsandt wurde, heißt Muhammad – Allahs Segen und Frieden auf ihm.

Er wurde im Jahre 570 n. Chr. in Mekka geboren. Verwaist als Kind, war er stets besonders besorgt um die Armen und Bedürftigen. Mit 20 war bereits ein erfolgreicher Geschäftsmann und bald wurde er Leiter einer Kamelkarawane für eine reiche Witwe. Als er sein 25. Lebensjahr erreichte, schlug sie ihm die Heirat vor, da sie seine Vortrefflichkeit erkannte.

Im Alter von 40 Jahren erhielt Muhammad die Offenbarung und begann den Islam zu predigen. Während den 23 Jahren seines Prophetentums hat er die arabische Halbinsel vom Heidentum zur Anbetung zu einem Gott verändert, von ständigen Stammeskriegen zu nationaler Solidarität und Kohäsion. Er hat einen Staat gegründet und eine Nation aufgebaut.

Er führte die Menschen von Trunkenheit und Ausschweifung zur Nüchternheit, von Gesetzlosigkeit und Anarchie zu Disziplin, vom äußersten Bankrott zum höchsten Grad an moralischer Vorzüglichkeit. Doch die großartigsten Erben, die Muhammad der Menschheit hinterlässt, sind der moralische Codex, die Initiierung zahlreicher gesellschaftlicher und politischer Reformen und die Einrichtung einer mächtigen und dynamischen Gesellschaft.

Die Durchführung dieser vollständigen Transformation vollzog Muhammad in gerade einmal zwei Jahrzehnten.

Was alle Maßstäbe, mit denen menschliche Größe gemessen werden kann, betreffen, so können wir genauso gut fragen: “Gibt es einen größeren Menschen als ihn?” (A. de Lamertine, Histoiure de la Turcluie, Paris 1854, Vol II, S. 276-77)

In “Mahomet” verfasste Goethe seinen berühmten Lobgesang “Mahomets Gesang”, in der er die Bedeutung des Propheten in der Metapher des Stromes fasst, der, beginnend als kleines Rinnsal, immer breiter wird, sich ausdehnt und nach und nach zu einer gewaltigen geistigen Kraft anwächst, um schließlich glorreich in den Ozean, das Symbol der Göttlichkeit, zu münden.

Er beschreibt den religiösen Genius, wie er dem Strome gleich, die anderen Menschen, wie Bäche und Flüsse, mit sich fort zieht auf seinem Weg zum Meer.

Darüber hinaus bezeichnet Goethe in seiner Handschrift “Paralpomena III” Muhammad als “Oberhaupt der Geschöpfe“.

Nicht nur Goethe ließ sich von Muhammad inspirieren, sondern auch viele Menschen und große Persönlichkeiten der heutigen Zeit.

Zu diesen zählen Cat Stevens, der unter anderem durch den Titel “Morning has broken” weltweit bekannt geworden ist. Er konvertierte mit knapp 30 Jahren zum Islam und nannte sich fortan Yusuf Islam. Seitdem ist er einer der bekanntesten Botschafter der Religion. Auch der weltbekannte Boxer Cassius Marcellus Clay, der mit 22 Jahren konvertierte und seitdem seine größten Erfolge unter dem Namen Mohammad Ali feierte.

Prophet Muhammad war ein religiöser Lehrer, ein gesellschaftlicher Reformer, ein moralischer Führer, ein unerreichtes Staatsoberhaupt, ein treuer Freund, ein wunderbarer Begleiter, ein ergebener Ehemann und ein liebender Vater in einem.

Mahatma Ghandi, der über den Charakter von Muhammad spricht, sagt in “Young India”:

Ich möchte den Besten kennen, der heute unbestritten die Herzen von Millionen von Menschen beeinflusst.

Er war mehr als überzeugt, dass es nicht das Schwer war, welches in jenen Tagen die Stellung des Islams erhöhte, sondern die Lehre Muhammads, welche die Herzen eroberte.

“… Es war die Einfachheit, die gewissenhafte Rücksicht für seine Verpfändungen, seine intensive Hingabe zu seinen Freunden und Anhängern, seine Unerschrockenheit, seine Furchtlosigkeit, sein absolutes Vertrauen in Gott und in seine eigene Mission. Dies und nicht das Schwert hat alles überbracht, und hat jedes Hindernis überwunden. Als ich den zweiten Band über die Biographie des Propheten abschloss, war ich traurig darüber, dass es nichts weiteres mehr für mich vom großen Leben zu lesen gab.” (Ghandi)

Bilden Sie sich neben Cat Stevens, Cassius Clay und Mahatma Ghandi ihre eigene Meinung und lernen Sie Muhammad selber kennen.

Es wird sie nichts kosten, aber es mag den Islam für Sie aus einer neuen Perspektive beleuchten.

Für weitere Informationen sind folgende Bücher zu empfehlen:

Muhammad: Sein Leben nach den frühesten Quellen
Der Islam, Geschichte, Religion, Kultur
Der Islam und die Bestimmung des Menschen

Mit Material von enfal.de. Längerer Artikel zum Thema findet sich unter: http://www.enfal.de/kennen.htm

Muhammad (saw): Diener und Prophet Allahs

Das Glaubensbekenntnis der Muslime lautet: “La Ilahe Illallah, Muhammadun Rasulallah”. Dieses Glaubensbekenntnis besteht also sowohl aus dem Bekenntnis, dass man Allah, als den einen und einzigen Schöpfer anerkennt und akzeptiert, als auch dem Bekenntnis zu seinem Propheten und Diener, Muhammad (saw). Daher sollten wir uns den Diener und Propheten Allahs einmal in Kürze etwas genauer anschauen.

Eigenschaften von Muhammad (saw)

Schahada“Im Qur’an al Karim heißt es in ungefährer deutscher Übersetzung: “Und Wir haben dich für die gesamte Menschheit nur als einen Freudenboten und Warner entsandt. Jedoch verstehen es die meisten Menschen nicht.” [1]

Und in einer weiteren Sura heißt es: “(O Muhammad!) Sprich: Oh ihr Menschen! Seht, ich bin der Gesandte Allahs an euch alle, Dessen das Reich der Himmel und Erde ist. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Er macht lebendig und lässt sterben. Darum glaubt an Allah und Seinen Gesandten, dem Propheten, der des Lesens und Schreibens unkundig ist, und an Seine Worte und folgt ihm, damit ihr rechtgeleitet seit.” [2]

Als Muslime glauben wir an alle Propheten (as) ohne zwischen ihnen einen Unterschied zu machen. Allerdings hat unser Prophet (saw) zwischen den Propheten (as) eine besondere Stellung und besondere Eigenschaften, die ihn von anderen Propheten unterscheiden.

Diese Eigenschaften kann man folgendermaßen zusammenfassen:

  1. Unser Prophet (saw) ist Allahs (swt) geliebter Diener, das höchste erschaffene und tugendhafteste Wesen.
  2. Er ist der letzte Prophet (saw) und nach ihm werden keine weiteren Propheten kommen.
  3. Die Propheten (as) vor Muhammad (saw) wurden nur bestimmten Völkern und Gruppen gesandt. Prophet Muhammad (saw) wurde allerdings der gesamten Menschheit gesandt.
  4. Die Aufgaben der Propheten (as) waren immer zeitlich begrenzt. Das Prophetentum Muhammads (saw) währt zeitlich unbegrenzt bis zum Tag des Jüngsten Gerichts.
  5. Der Islam, welcher vom Propheten Muhammad (saw) der Menschheit gelehrt wurde, wird bis zum Tag des Jüngsten Gerichts bestehen.

Der letzte Gesandte Allahs

In der Sura Ahzab in Vers 40 im Qur’an al Karim heißt es in ungefährer Deutscher Bedeutung: “Muhammad ist nicht der Vater eines eurer Männer, sondern Allahs Gesandter und das Siegel der Propheten. Und Allah weiß über alles bescheid.”

Der Letzte und der Größte aller Propheten ist unser geliebter Prophet Muhammad (saw).

Die von ihm berichtete Religion des Islam ist die letzte von Allah den Menschen offenbarte Religion. Der Qur’an al Karim ist das letzte den Menschen offenbarte Wort Gottes.

Mit der Beauftragung Muhammads (saw) wurde das Tor für nachkommende Propheten geschlossen. Er ist als Barmherzigkeit für die gesamte Menschheit hinabgesandt worden und diese Wahrheit wurde uns offen im Qur’an al Karim berichtet.

Während die vorhergehenden Propheten (as) allesamt nur bestimmten Völkern und Gruppen entsandt wurden, wurde unser geliebter Prophet (saw) für die gesamte Menschheit geschickt. Während die vorhergehenden Propheten (as) allesamt kleine Lichter der Wahrheit darstellten ist unser Prophet (saw) die Sonne für die gesamte Welt.

Nachdem die Sonne nun aufgegangen ist, braucht es kein weiteres Licht mehr für die Wahrheit.

Fußnoten:
[1] Sura 34, Vers 28
[2] Sura 7, Vers 158

Muhammad (saw): Die Wunder des Gesandten Allahs

Prophet Muhammad (saw) hat selbst einige Wunder gezeigt, um sein Prophetentum und seinen göttlichen Auftrag zu bestätigen. Wir möchten hier nur einige als Beispiele aufzählen.

Sprudelndes Wasser

Eines Tages war die Zeit für das Nachmittags-Gebet angebrochen, aber unser geliebter Prophet (saw) fand kein Wasser um die Gebetswaschung durchzuführen. Man brachte dem Propheten (saw) deshalb ein kleines Gefäß mit sehr wenig Wasser drin. Unser Prophet (saw) legte seine Hand in das Gefäß und zwischen seinen Fingern begann das Wasser empor zu sprudeln. Dieser Zustand hielt an bis die Gemeinschaft von ca. 300 Muslimen vor Ort mit diesem Wasser die Gebetswaschung vornehmen konnte. [1]

Der Dattelbaum

Als die Zahl der Muslime noch gering war, pflegte unser Prophet (saw) in Medina immer auf einen Dattelbaum beim Masdschid (Moschee) zu steigen um seine Predigten zu halten. Nachdem die Mengen der Muslime zahlenmäßig angewachsen waren, ließ der Prophet (saw) eine Mimbar (Kanzel) mit drei Stufen erstellen und predigte von dort aus. Es wird berichtet, dass die Gemeinschaft einmal mit dem Propheten (saw) zusammen hörten wie der Dattelbaum aus Traurigkeit darüber, dass er nicht mehr gebraucht wurde, weinte. [2]

Isra und Miradsch

Die Nachtreise und die Himmelfahrt des Propheten (saw) wird als eines seiner größten Wunder angesehen. Die Begebenheit von Isra und Miradsch ist auch von essentieller Bedeutung, weil der Prophet (saw) währen dieser Begebenheit sowohl in die Himmel stieg und mehrere andere Propheten (as) persönlich traf, als auch in die Zukunft sehen konnte und von Allah (swt) das fünfmalige Gebet am Tag für die Muslime aufgetragen bekam.

Der Qur’an al Karim

Das größte und ewig währende Wunder unseres geliebten Propheten (saw) ist der Qur’an al Karim, das überlieferte Wort Gottes. Der Qur’an al Karim ist in einem Zeitraum von knapp 23 Jahren vollständig überliefert worden. Der Qur’an al Karim ist ein Gedicht, und bis heute hat es Niemand geschafft in arabisch etwas auch nur annähernd Schöneres zu dichten. Ebenso ist der Qur’an al Karim voller Weisheit und voller schöner Beispiele und Tugenden für diejenigen, die sich von ihm für eine bessere Welt inspirieren lassen möchten.

Dies sind nur vier ausgesuchte Wunder vom Propheten (saw). Es gibt zahlreiche Überlieferungen und Berichte über weitere und vielfältigere Wunder. Wir wollten nur einen kleinen Eindruck verschaffen.

Wir werden uns mit diesem Thema noch intensiver und ausführlicher auseinandersetzen, wenn es dann um das Leben des Gesandten Allahs (saw) geht. Wer sich bereits jetzt dafür interessiert, dem empfehlen wir gerne die Deutschsprachige Prophetenbiographie: “Muhammad: Sein Leben nach den frühesten Quellen” von Abu Bakr Siraj Ad-Din (Martin Lings). Das Buch ist unter anderem beim Spohr-Verlag erhältlich, ist aber auch über andere Quellen beziehbar und findet sich in jeder guten Buchhandlung.

Fußnoten:
[1] Dieses Wunder findet sich vor allem in den Überlieferungen über die Tradition. Unter anderem überliefert in: Buhârî, Vudû’: 32, 46; Menâkıb: 25; Müslim, Fedâil: 45, 6; Nesâî, Tahâret: 60; Ebû Dâvud, Mukaddime: 5; Tirmizî, Menâkıb: 6; Muvatta, Tahâret: 32; Müsned, 3:132, 147, 170, 215, 289; İbni Hibban, Sahih, 8:171; Tirmizî (Ahmed Şâkir), no. 3635.

[2] Dieses Wunder findet sich unter anderem bei: Tirmizi, Menakıb 9, (3631)

Eurovision Song Contest: Diplomatische Krise zwischen Aserbaidschan und Iran

Im Zuge des Eurovision Song Contest in Baku ist es zu einer diplomatischen Krise zwischen Aserbaidschan und dem Iran gekommen. Die islamische Republik hat als erste Konsequenz aus einer Demonstration und angeblichen Beleidigungen gegen Land und Ayatollah, seinen Botschafter aus Aserbaidschan abgezogen. Der Abzug des Botschafters ist aber auch als eine harsche Kritik an Aserbaidschan als Austragungsort des diesjährigen Eurovision Song Contest zu verstehen.

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