Archiv für den Monat: April 2012

Menschenrechte im Islam: Katajun Amirpour und der missglückte Vortrag

Meine Eindrücke vom Vortrag von Frau Prof. Dr. Katajun Amirpour bei der heutigen SCHURA-Verstaltung “Menschenrechte im Islam”.
Weiterlesen

Freitagspredigt: “Hadithe sind eine unverzichtbare Quelle für uns.”

„Sprich (O Muhammad): ‚Wenn ihr Allah liebt, so folgt mir. Lieben wird euch Allah und euch eure Sünden vergeben; denn Allah ist allvergebend, barmherzig.‘” (Sure Âl-i Imrân, [3:31])

Verehrte Muslime,

unser Prophet Muhammad (saw) wurde uns Menschen als eine Barmherzigkeit gesandt. Als der letzte Gesandte Allahs brachte er uns die Botschaft Gottes und lebte sie uns vor. Wir Muslime haben heute nicht die Möglichkeit, den Propheten selbst zu sehen, direkt von ihm zu lernen oder mit ihm zusammen zu leben. Deswegen sind seine Hadithe eine unverzichtbare Quelle für uns. Durch sie können wir dem Propheten näher kommen.

Liebe Geschwister,

wie jeder Mensch musste auch unser Prophet Muhammad (saw) seine Reise ins Jenseits (Âchira) antreten. Aufgrund seiner enormen Wichtigkeit für uns wurden viele der Worte, Taten und Haltungen des Propheten nach seinem Tod zunächst mündlich und bald auch schriftlich festgehalten und bis in unsere Tage überliefert. Auf die besondere Stellung des Propheten weißt Allah im Koran zum Beispiel in folgendem Vers hin: „Sprich (O Muhammad): ‚Wenn ihr Allah liebt, so folgt mir. Lieben wird euch Allah und euch eure Sünden vergeben; denn Allah ist allvergebend, barmherzig.‘” (Sure Âl-i Imrân, [3:31])

Aus diesem Grund entstanden nur wenige Jahrhunderte nach dem Tod unseres Propheten große Hadithsammlungen. Unter diesen Büchern befinden sich zum Beispiel die Sammlungen von Imam Buchârî und Imam Muslim. Neben diesen großen Sammlungen, gab und gibt es zahlreiche Gelehrte, die versuchen, den Hadith jedem zugänglich zu machen. So etwa das Werk „Vierzig Hadithe“ von Imam Nawawî. Heutzutage kommt man leicht an Hadithsammlungen, in welcher Sprache auch immer. Auch viele islamische Kinderbücher drehen sich um Hadithe und erklären diese kindergerecht und praxisnah. Wir haben also einen direkten Zugang zu den Quellen.

Verehrte Muslime, 

die Überlieferungen des Propheten stellen die zweite Quelle des Islams dar. Aus dieser Quelle erfahren wir, wie der Prophet den Koran verstanden hat und ihn in sein Leben eingebracht hat. Dem Weg des Propheten zu folgen bedeutet nicht nur der Liebe Gottes zu begegnen, sondern auch das eigene Leben in geordnete Bahnen zu lenken. So ist jeder von uns aufgefordert sich mit Hadithen des Propheten Auseinanderzusetzen. Abschließend heißt es in einer Überlieferung des Propheten: „Wer meine Sunna belebt, der belebt mich. Wer mich belebt, der ist im Paradies mit mir.“ (Tirmizî, Ilm, 16)

IGMG-Irschadabteilung

Quelle: http://www.igmg.de/islam/freitagspredigt/artikel/2012/04/27/hutba-unsere-hadithkultur.html

Engel: Welche Engel gibt es und was sind ihre Aufgaben

Auf dem Boden, in den Himmeln, in unserer Umwelt, einfach überall um uns herum sind Engel. Ihre genaue Zahl kennt einzig allein Allah (swt). Und jeder Einzelne von ihnen hat eine wichtige Aufgabe.

Sonne hinter den WolkenEinige von diesen Engeln sind einzig damit beschäftigt Allah (swt) zu lobpreisen und zu ihm zu beten. Und wieder andere sind damit beauftragt die Dinge zu beaufsichtigen, welche das Gleichgewicht des Universums betreffen. Diese Engel tun das, was der menschliche Verstand nicht zu begreifen im Stande wäre.

Neben all dem gibt es auch Engel, die den Menschen das Gute zeigen, sie von dem Schlechten fernhalten, ihnen in ausweglosen Situationen zur Seite stehen und vor allem den Gläubigen zur Hilfe eilen. Mit der Existenz der Engel hat Allah (swt) seine unendliche Allmacht endgültig bewiesen.

Uns bekannte Engel

Im Qur’an wie auch in der Sunna finden wir immer wieder Hinweise und klare Botschaften die Engel betreffend. So ist uns eine bestimmte Zahl von Engeln samt ihrer Pflichten und Aufgaben genau bekannt.

Gabriel (as)
Der Engel Gabriel (as) ist der am höchsten gestellte Engel bei Allah. Er war damit beauftragt die Bücher und Botschaften Gottes an die Propheten zu verkünden. Sowohl die Thora als auch das Evangelium wie auch der Koran wurden den Propheten durch Gabriel vermittelt.

Michael (as)
Dieser Engel ist mit der Verwaltung der Naturgesetze betraut. Wenn es regnet, wenn es schneit, wenn ein Wind weht oder wenn die Saat aufgeht, so geht dies alles auf Michael (as) zurück.

Israfil (as)
Von diesem Engel wird berichtet, dass er in der Zukunft in ein Rohr blasen wird, welches zunächst den Tag des Jüngsten Gerichts verursachen wird. Nach dem Tag des jüngsten Gerichts wird Israfil (as) die Toten Menschen wieder zum Leben erwecken, in dem er ein zweites Mal in das Rohr blasen wird.

Azrael (as)
Von diesem Engel wird uns berichtet, dass dieser eigentlich den Menschen ihr diesseitiges Leben nimmt. Azrael (as) wird auch als Todesengel bezeichnet.

Neben diesen vier großen Engeln gibt es auch weitere uns bekannte Engel.

Kiramen Katibin
Von diesen Engeln wird mehrfach berichtet. Die Kiramen Katibin sind zwei. Sie sitzen auf den Schultern eines jedes Menschen. Der eine rechts, der andere links und schreiben jeweils die guten wie schlechten Taten eines Menschen in dessen “Tatenbuch” hinein. Dieses Tatenbuch wird am Tag des jüngsten Gerichts dazu genutzt werden den einzelnen Menschen insgesamt zur Rechenschaft zu ziehen.

Münker und Nekir
Diese Engel werden auch als Frage-Engel bezeichnet. Von ihnen wird berichtet, dass sie die Toten im Grab besuchen und ihnen Fragen stellen. Je nach Ausgang der Fragerei und der Antworten wird entschieden, ob der Mensch für die Zeit im Grab Pein oder Belohnung erfahren wird.

Ridwan (as)
Ob es sich bei Ridwan (as) wirklich um einen Engel handelt, ist umstritten. Es ist allerdings klar, dass es sich um den Wächter der Paradies-Tore handelt, der zudem als Führer der Paradies-Engel gilt.

Malik (as)
Dieser Engel soll der Wächter über die Höllen-Tore sein.

Im Qur’an finden sich mehrere Stellen über die Engel.

So heißt es unter anderem in Sura 2, Vers 98 in ungefährer deutscher Übersetzung:

Wer auch immer ein Feind Allahs ist und Seiner Engel und Seiner Gesandten und Gabriels und Michaels, dessen Feind ist Allah; denn siehe, Allah ist ein Feind der Ungläubigen.

und in Sura 2, Vers 161 heißt es

Siehe, wer ungläubig ist und als Ungläubiger stirbt, auf ihnen lastet der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen insgesamt.

Es gibt viele Verse im Qur’an die man sicherlich mit einem geeigneten Programm besser auflisten könnte. Wir belassen es hier nur bei diesen zwei Versen.

Natürlich möchten wir auch noch einen kleinen Ahadith erwähnen. So heißt es unter anderem:

Abu Huraira (r) überliefert, dass der Prophet (s) sagte:
“Kein Tagesanbruch vergeht, ohne dass zwei Engel herabsteigen, und der eine ruft:”Oh Allah, vergelte dem Spendenden (seiner Spende) entsprechend!”, und der andere ruft:”Oh Allah, Füge dem Geizigen (den entsprechenden) Schaden zu!”
(Al-Bukhâri und Muslim)

aus: RIYAD-us-SALIHIN – Gärten der Tugendhaften, München 1996, Band 1… S. 136
Zusammngestellt von Imam an-Nawawi
auf Deutsch erschienen im Dar-us-Salam / SKD Bavaria

Übernommen aus Kaba-Online

Libyen: Parteien wurden von Wahlen im Juni ausgeschlossen

Der Nationale Übergangsrat in Libyen hat religiöse Parteien und Parteien mit Stammes- oder Ethnien-Bezug von den geplanten Wahlen im Juni ausgeschlossen.

Begründung klingt nicht plausibel

LibyenDer Übergangsrat verabschiedete hierfür, als offizielle Übergangsregierung, ein Gesetz zum Verbot solcher Parteien. Das Verbot richtet sich Beobachtern Zufolge allerdings ausschließlich gegen die Islamisten im Land. Besonders muslimischen Gruppen, die auch international kritisch beäugt werden, wie die Muslim-Bruderschaft, sollen mit dem Verbot ausgeschlossen werden. Den Muslim-Brüdern wurden gute Chancen für einen Sieg bei den Wahlen eingeräumt.

Auch einige Stämmen in Libyen, die zu Zeiten von Gaddafi sehr viel Einfluss im Land hatten, wird es damit erschwert auf die künftige Ausrichtung des Landes Einfluss nehmen zu können. Ein Sprecher des Übergangsrates erklärte, dass durch das verabschiedete Partei-Verbot die Teilung und Spaltung des Landes verhindert werde.

Allerdings ist nicht eindeutig geklärt wie das Verbot sich auf bereits gegründete und aktive Parteien auswirken wird, die offiziell keinen Religionsbezug haben, aber trotzdem als politischer Ableger einer religiösen Gruppe bekannt sind.

Libyen-Partei der Muslim-Brüder im Visier

Hier steht besonders die Partei der umstrittenen Muslim-Bruderschaft im Fokus der Betrachtungen. Die Muslim-Brüder hatten im März diesen Jahres eine neue Partei gegründet, die auf den Namen Freiheits- und Gerechtigkeitspartei hört. Sie ist eng an dem türkischen Modell der Partei für Entwicklung und Gerechtigkeit von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan ausgerichtet.

Die Muslim-Brüder wurden ebenso wie die restlichen Menschen in Libyen durch das Gaddafi Regime unterdrückt. Beim Kampf gegen Gaddafi haben die Muslim-Brüder klar Stellung bezogen und die Revolutionskräfte unterstützt.

Das Verbot des Nationalen Übergangsrates wird daher auch mit Enttäuschung und Skepsis kommentiert. Die Muslim-Brüder verstehen vor allem nicht, wie man ein solches Verbot rechtfertigen möchte, in einem Land, dass vor allem stark durch seine Vielfalt geprägt ist.

Die Muslim-Brüder fordern eine Überprüfung des Gesetzes und klare Benennung, warum dieses Gesetz überhaupt eingeführt wurde – anderenfalls will die muslimische Vereinigung gegen die Regierung friedlich protestieren.

Die Wahlen im Juni diesen Jahres gelten als erster Test für die Post-Gaddafi-Ära. Es werden die ersten freien Wahlen nach dem Sturz des Diktators sein.

Engel im Islam – Qur’an und Sunna zu den Lichtwesen

Aus dem Qur’an al Karim und aus der Sunna des Propheten Muhammad (saw) haben wir viele Details über die Beschaffenheit, die Natur und die Eigenschaften der Engel erfahren. Als Muslime obliegt es uns, mit einem reinen Glauben, an die Existenz dieser Engel zu glauben. Die zweite Säule des Iman ist nämlich der Glaube an die Engel.

Engel im Qur’an

Qur'an al Karim auf PultIn vielen Versen wird im Qur’an al Karim über die Engelberichtet. So heißt es unter anderem in Sura 2, Vers 98 in ungefährer deutscher Übersetzung:

“Wer auch immer ein Feind Allahs, Seiner Engel und seiner Gesandten und Gabriels und Michaels, ist, dessen Feind ist Allah; denn siehe, Allah ist ein Feind der Ungläubigen.”

und in Vers 177 der selben Sura heißt es:

Frömmigkeit besteht nicht darin, dass ihr euer Gesicht nach Westen oder Osten kehrt. Fromm ist vielmehr, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und an die Engel und die Schrift und die Propheten; und wer sein Geld — auch wenn er selbst Bedarf hat — für seine Angehörigen und die Waisen, die Armen und den Reisenden, die Bettler und die Gefangenen ausgibt; und wer das Gebet verrichtet; und wer die Steuer (zakat) zahlt; und die, welche ihre eingegangenen Verpflichtungen einhalten und in Unglück, Not und Gefahr standhaft sind: Sie sind es, die aufrichtig und gottesfürchtig sind.

Es gibt viele weitere Verse aus dem Qur’an zu diesem Thema. Wir haben uns nur mit diesen zwei begnügt, weil sie vor allem auf den Glauben an die Engel und die Freundschaft für diese hinweisen. Für tiefergehende und weitere Verse empfehlen wir einfach einen Glossar zum Thema für den Qur’an al Karim zu nutzen und nach den Versen zu suchen. Insgesamt gibt es etwas über 90 Verse mit verschiedenen Abwandlungen des arabischen Wortes “الملائكة‎” – wobei die Zahl der Verse die sich um das Thema Engel drehen deutlich mehr sind.

Beschaffenheit der Engel

Wir können aber kurz zusammenfassen, dass Engel Lichtwesen sind. Sie wurden aus Licht erschaffen. Sie essen nicht, sie trinken nicht und sie haben keinerlei Geschlecht.

Engel wurden als Diener Allahs erschaffen. Sie sind Gottes geliebte Diener. Sie erfüllen fehlerfrei die Aufgaben, welche ihnen von Allah zugetragen wurden und werden. Sie begehen keinerlei Sünden. Sie sind frei von Fehlern und Mängeln.

Die Engel sind aber auch ein Hinweis auf die Schöpfungsvielfalt Gottes. Bei den Geschöpfen Allahs gibt es Einige die wir als Menschen nicht mit dem bloße Auge sehen können, und es gibt wiederum andere die wir gar nicht sehen können. Das Sehvermögen des Menschen ist in dieser Hinsicht stark eingeschränkt. Er kann nicht alles sehen und auch nicht alles erfassen, was um ihn herum ist.

Einfache Beispiele: Der Mensch kann Mikroorganismen nicht ohne bestimmte Hilfsmittel sehen. Er kann die Luft die er atmet nicht sehen. Wir können weder unsere Seele noch unseren Verstand sehen. Wir können auch nicht sehen, wie der Strom durch die Leitungen fließt. Aber wir wissen trotz alledem um der Existenz dieser Dinge, obwohl wir sie mit dem menschlichen Auge nicht sehen können.

Und Engel sind genau solche Wesen. Wir können sie nicht sehen, aber wir wissen um ihrer Existenz und müssen als Muslime an ihre Existenz glauben.

Die größten Hinweise über die Existenz der Engel finden wir, wie bereits oben dargestellt im Qur’an al Karim. Darin wird in vielen Versen Bezug auf die Engel genommen. Sie werden leicht beschrieben und stehen vor allem im geschichtlichen Kontext um der Schöpfungsgeschichte des Menschen im Vordergrund. Aber auch einzelne Engel, samt ihren Aufgaben werden erwähnt (dazu später eine tiefergehende Zusammenfassung).

Engel in der Sunna

Unser geliebter Prophet Muhammad (saw) hatte selbst die Möglichkeit bestimmte Engel, allen voran den Erzengel Gabriel, kennen zu lernen und sie zu sehen. Er berichtete uns sogar z.T. ausführlicher über die Engel, als im Qur’an geschehen.

Um nur wenigstens einen Hadith zum Thema Engel wieder zu geben, sei folgender Hadith erwähnt:

Abu Huraira (ra) berichtete:
“Der Gesandte Allahs (saw) sagte:

“Die Engel wechseln sich Tag und Nacht ab, um immer bei euch zu sein. Zur Zeit des Morgengebets und zur Zeit des Nachmittagsgebets treffen sie bei euch zusammen. Und nach dem Morgengebet steigen die Engel, die mit euch die Nacht verbracht haben, zum Himmel auf.

Allah fragt sie dann, obwohl er selbst es doch am besten weiß:

“In welchem Zustand habt ihr meine Diener verlassen?”
Sie antworten:

“Sie beteten, als wir uns entfernten. Und als wir am Nachmittag zuvor kamen, beteten sie auch!.”

überliefert bei Bukhari und Muslim.

Syrien: Die Menschen fliehen vor der Gewalt im Land

Trotz der Anwesenheit von UN-Beobachtern in Syrien, und obwohl die syrische Führung dem Waffenstillstand zugestimmt hat, ist die Lage der Menschen im Land weiterhin prekär. Die Flüchtlingsströme aus dem Land reißen nicht ab. Vor allem die Türkei nimmt die Flüchtlinge auf und bringt sie in Zeltstädten nahe der Grenze unter.

Gewalt in Syrien geht weiter

Die Gewalt in Syrien findet kein Ende. Nach ersten Berichten sind heute 25 Menschen (davon 7 syrische Soldaten) bei Auseinandersetzung gestorben, obwohl die Zahl der UN-Beobachter von 11 auf 15 erhöht wurde. Ein Ende der Gewalt ist, obwohl bald mehr als 300 Beobachter der UN in Syrien sein sollen, nicht abzusehen.

Kofi Annan, Sonderbeauftragter der Arabischen Liga und der Vereinten Nationen für Syrien, zeigt sich über die enden wollende Gewalt besorgt. Annan erklärte, die Entwicklungen in Syrien hätten Ausmaße angenommen, die “nicht hinnehmbar” seien. Sobald Beobachter in einer Region auftauchten, werde die Waffenruhe eingehalten. Sobald die Beobachter jedoch die Region wieder verließen, gehe das Blutvergießen erneut wieder los.

Lage der Flüchtlinge angespannt

Wie das Büro für Katastrophen-und Notfallmanagement des Ministerpräsidenten der Republik Türkei mitteilt befinden sich seit heute insgesamt 23.343 syrische Flüchtlinge in Notunterkünften in der Türkei. Seit dem Beginn der Ausschreitungen in Syrien sind mehr als 40.000 Menschen in die Türkei geflüchtet.

Die 23.343 syrischen Flüchtlinge werden in 9 Zeltstädten und einer Container-Stadt untergebracht. Die Situation der Flüchtlinge ist, obgleich sich die türkische Regierung und Humanitäre Hilfsorganisation um sie kümmern, weiterhin angespannt.

Die Bedürfnisse der Flüchtlinge nach Unterkunft, Essen, Medizinischer Versorgung, Sicherheit, Sozialer Aktivitäten und ähnlichem, werden durch die Helfer so weit wie möglich erfüllt.

Im Gegensatz zu anderen Flüchtlingscamps sieht man den Zeltstädten in der Türkei durchaus an, dass man hier darum bemüht ist, die Not der Flüchtlinge zu lindern, statt sie noch weiter zu verschärfen. Die Türkei demonstriert bei der Versorgung der Flüchtlinge, wie man vorbildlich und vor allem menschenwürdig agieren kann, wenn es um die Aufnahme von Flüchtlingen geht.

Amnesty International kritisiert Ausgrenzung von Muslimen in der EU

Die Europa-Zentrale der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International prangert in seinem neuesten Bericht die systematische Diskriminierung von Muslimen in Europa an. In dem Bericht wird insbesondere die Ausgrenzung von Muslimen sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch in der Bildung beklagt. Die Menschenrechtsorganisation ruft die EU-Nationen zu einem stärkeren Engagement gegen die Diskriminierung von Muslimen auf.

Ergebnisse der Studie von Amnesty International lassen sich auf Deutschland übertragen

Im Bericht von Amnesty International wird die Lage der Muslimen in diversen Ländern Europas und der Türkei analysiert. Deutschland ist zwar in der Analyse nicht direkt betrachtet worden, allerdings lassen sich die Ergebnisse der Studie auch grundsätzlich auf die Bundesrepublik übertragen. In mehreren Fußnoten wird auch Bezug zu Deutschland genommen, obgleich es nicht im Fokus der Studie stand.

Amnesty International Bericht zusammengefasst

Der Anti-Diskriminierungs-Experte Marco Perolini fasste bei der Vorstellung des Berichts die Formen der Diskriminierung von Muslimen wie folgt zusammen:

Muslimische Frauen werden nicht eingestellt, Mädchen mit traditioneller Kleidung, beispielsweise mit Kopftuch, werden nicht in die Klassen gelassen, wenn sie darin zur Schule gehen. Männer erhalten Absagen für Bewerbungen aufgrund ihres Bartes.

Auch die Politischen Parteien seien an diesem Umstand mitschuldig:

Statt sich gegen diese Diskriminierung zu stellen sind politische Parteien und Beamte oftmals, um Wählerstimmen zu bekommen, hetzerisch aktiv.

Der Bericht unterstreicht die Tatsache, dass Anti-Diskriminierungs-Gesetze im Bereich der Beschäftigung weiterhin noch nicht ausreichend umgesetzt wurden. Vor allem Belgien, Frankreich und die Niederlande müssen in diesem Bereich nachholen.

Vor allem Arbeitgeber begründen die Diskriminierung von Muslimen aufgrund ihres religiösen Bekenntnisses mit möglichen Umsatz-Ausfällen und möglichen Spannungen bei Kunden und Kollegen. Die Diskriminierung von Muslimen wird in der betrieblichen Identifikation, Corporate Identity, quasi festgeschrieben. Auch gibt es Fälle in denen mit einer angeblichen “Neutralität” argumentiert wird. Beides, sowohl die Corporate Identity, als auch die angebliche Neutralität wird zur systematischen Diskriminierung genutzt.

Diese Form der Diskriminierung steht auch in direktem Konflikt mit den Anti-Diskriminierungs-Gesetzen der EU. Allerdings haben die meisten Muslime, die Opfer von Diskriminierung wurden, kaum Möglichkeiten gegen diese systematische Ausgrenzung vorzugehen. Amnesty International hat deshalb die EU aufgefordert mehr gegen die Diskriminierung von Muslimen zu tun, damit auch sichergestellt wird, dass die Anti-Diskriminierungs-Gesetze der EU eingehalten werden.

Als weitere besondere Form der Diskriminierung wird auch das Thema der Kopftuchverbote bei Schülerinnen angesprochen. Amnesty International beklagt im veröffentlichten Bericht, dass Schülerinnen mit Kopftuch in Spanien, Frankreich, Belgien, Schweiz und den Niederlanden vom Unterricht ausgeschlossen werden.

Der Anti-Diskriminierungs-Experte Peroloni sagte hierzu:

Das Tragen religiöser und kultureller Symbole und Kleidung ist ein Teil der Rechte auf Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und der Gewissensfreiheit. Diese Freiheiten müssen von Anhängern aller Glaubensrichtungen genossen werden können. Jede Einschränkung des Tragens religiöser und kultureller Symbole und Kleidung in den Schulen muss auf dieser Grundlage beurteilt werden. Auch die Bedürfnisse müssen in jedem Einzelfall geprüft werden. Allgemeine Verbote beeinträchtigen den Zugang von muslimischen Mädchen zur Bildung und verletzen ihre Rechte auf freie Meinungsäußerung und manifestieren ihren Glauben.

Fünf Länder als Basis für Amnesty International Bericht

Die Studie von Amnesty International hat sich vor allem auf die Länder Belgien, Holland, Schweiz und Spanien konzentriert. Im Bericht werden vor allem Beispiele aus diesen Ländern aufgeführt, die zeigen in welcher Form Muslime dort diskriminiert werden und wurden.

Muslimische Frauen werden in die Arbeitslosigkeit getrieben

In dem Bericht wird auch die systematische Diskriminierung von Musliminnen auf dem Arbeitsmarkt beklagt. Muslimische Frauen haben laut Amnesty-Bericht im Vergleich zu ihren Geschlechtsgenossinnen weitaus weniger Chancen eine Beschäftigung zu finden, obwohl sie gleich gut qualifiziert sind.

Muslime brauchen Gebetshäuser

Die Menschenrechtsorganisation bekräftigte auch, dass der Ort für Gebete, Moscheen, ein Grundrecht von Muslimen seien. Diese Einrichtungen seien Bestandteile des muslimischen Glaubens und es gehört zur Religionsfreiheit, dass es diese Einrichtugen gibt. Amnesty kritisiert in diesem Zusammenhang, dass einige Länder sowohl dem Bau von Moscheen einen Riegel vorschieben, als auch das Minarett-Verbot in der Schweiz.

Auch Deutschland muss etwas tun

Obgleich im Bericht Deutschland ausgelassen wurde, lassen sich sämtliche Punkte, die im Bericht von Amnesty International angesprochen werden, auch auf die Bundesrepublik übertragen. Besonders die Diskriminierung von Frauen mit Kopftuch auf dem Arbeitsmarkt ist immer wieder ein Kern-Thema der Diskussionen um Diskriminierung von Muslimen. Dieser Umstand wurde sowohl von muslimischen Organisationen seit Jahren angesprochen, als auch zuletzt bei der Deutschen Islamkonferenz leicht thematisiert. Besonders fragwürdig und kritikwürdig ist das Kopftuch-Verbot für Lehrerinnen im Staatsdienst, dass ähnlich wie es Firmen in der EU tun, mit der “Neutralität” begründet wird.

Kostenloser Download des Berichts möglich

Den gesamten Bericht von Amnesty International Europe unter dem Arbeitstitel: “CHOICE AND PREJUDICE – DISCRIMINATION AGAINST MUSLIMS IN EUROPE” findet man für den kostenlosen Download hier: http://www.amnesty.eu/content/assets/REPORT.pdf

Allah: Der Glaube und die Liebe zu Allah im Islam

Von den Säulen des Iman (Arkanul Iman) ist die erste Säule der Glaube an Allah. Jeder Person, die mündig und bei geistigem Verstand ist, obliegt die Pflicht an Allahs Existenz und seine Einheit zu glauben. In diesem Beitrag setzen wir uns mit dem Glauben an Allah (swt) auseinander. Wir stellen uns der Frage wie man Allah (swt) lieben sollte und schauen uns an welche Tugenden durch die Liebe zu Allah entfaltet werden können.

Weiterlesen

Iman: Die Grundlagen des islamischen Glaubens

Iman meint die theologische Auffassung des Islam bezüglich des Glaubens. Den Islam als Religion anzunehmen, ist sehr einfach. Den Islam jedoch als Religion zu leben ist wiederum schwer. Eine solide Kenntnis des Iman ist daher für jeden Muslim Pflicht, denn eine solide Grundlage ist das A und O für einen bewusst gelebten Glauben.

Weiterlesen

Islam: Eigenschaften, die den Islam universell machen

Die Religion des Islam hat verschiedene Eigenschaften die ihn universell bzw. einzigartig machen. In diesem Beitrag wollen wir uns diesen Eigenschaften widmen und sie ein klein wenig erörtern.

Islam – Eine Religion für die gesamte Menschheit

Gebetsraum (Moschee in Visoko, Bosnien)Der Islam wurde der gesamten Menschheit offenbart und richtet sich nicht – im Gegensatz zu anderen Vorgänger-Religionen – spezifisch nur an eine bestimmte Gruppe oder an ein bestimmtes Volk. Die Bestimmungen des Islam werden bis zum Tag des jüngsten Gerichts Gültigkeit besitzen. Der Prophet Muhammad (saw) hat den Islam nicht nur den Arabern gelehrt, sondern die verschiedensten Völker und ihre Regenten durch Botschafter zum Islam aufgerufen.

Islam – Eine Religion von Verstand und Wissen

Die Religion des Islam misst dem Verstand sowie der Bildung einen hohen Stellenwert zu. Der Islam ruft den einzelnen Muslim dazu auf sich Wissen anzueignen. Der Erwerb von Wissen ist für jeden Muslim eine Pflicht. Lesen und Lernen sind somit ein fester Bestandteil des islamischen Glaubens. So heißt es auch in dem ersten überlieferten Vers des Qur’an al Karim: “Lies! Im Namen deines Schöpfers.” – Es war eine Aufforderung sowohl an den Propheten Muhammad (saw), als auch für die gesamte Menschheit.

Islam – Für das Diesseits und das Jenseits

Der Islam hat das Wohl der gesamten Menschheit, sowohl im Diesseits als auch im Jenseits, zum Ziel. Die Religion des Islam hat den Menschen immer wie ein Licht geholfen der Dunkelheit zu entfliehen und mit seinen Vorgaben die Bedürfnisse der Menschheit befriedigt.

Wenn wir es kurz fassen müssten, könnte man die Regelungen, die der Islam mit sich bringt wie folgt beschreiben: “Arbeite für das Diesseits so, als würdest du nie sterben, und arbeite für das Jenseits so, als wäre morgen dein Tod.”

Islam – Eine Religion der Leichtigkeit

Der Islam ist eine Religion der Leichtigkeit und nicht der Last. Die Bestimmungen des Islam sind dafür da um die Menschen reifer werden zu lassen und sie auf ein höher gestelltes Leben vorzubereiten. Der Islam gibt Denjenigen, die seine Bestimmungen befolgen, viele Erleichterungen, selbst bei der Ausübung von Gottesdiensten.

So ist das Fasten im Monat Ramadan den Kranken und Schwachen untersagt, ebenso wie das Gebet vom Reisenden verkürzt werden kann oder die Hadsch nur von solchen Gläubigen durchgeführt werden muss, die dazu finanziell und körperlich in der Lage sind.

Der Islam möchte nicht, dass ein Mensch sich und seinen Körper kaputt macht. Er verlangt aber von Jedem das er das als Gottesdienst vollbringt, wozu er fähig ist.

Islam – Keine Religion der Extreme

Der Islam verbietet jegliche Extreme. Der Islam ist dem Wesen und dem Verstand des Menschen am Nächsten. Den Muslimen obliegt es, seinen Regeln entsprechend zu leben und zu handeln. Und was der Islam ihnen vorschreibt, das müssen sie – soweit es ihnen möglich ist – tun. Aber sie dürfen dabei nicht in die Extreme verfallen.

Gottesdienste und Handlungen, die dem Körper schaden, die das von Gott erlaubte verbieten und ein Leben voller Last und Leid versprechen, haben im Islam keinen Platz. Sie sind verboten.

Unter diesem Aspekt sind auch terroristische Handlungen zu bewerten. Gott hat den Menschen das Leben gegeben und es für heilig erklärt. Im Qur’an heißt es ebenso, dass Derjenige, der einen Menschen tötet, so gehandelt habe, als hätte er die gesamte Menschheit getötet. Der Qur’an empfiehlt den Schutz des Lebens. Terror, Mord und Totschlag sind deshalb abzulehnen.

Islam – Eine Religion des Friedens und der Liebe

Der Islam ist eine Religion des Friedens. Sein Ziel ist es in der Gesellschaft einen dauerhaften Zustand der Zufriedenheit und des Friedens zu etablieren. Aus diesem Grund gibt es auch zahlreiche Bestimmungen in Bezug auf die zwischenmenschlichen Beziehungen.

So ist jeder Muslim dazu angehalten seinen Nächsten zu lieben, die Rechte von Anderen zu achten und diese mit seinem Leben zu beschützen. Dies bedeutet aber auch, dass der Muslim an sich immer sozial sein muss. Er muss sich in die Gesellschaft einbringen und für das Gemeinwohl arbeiten.