Wikileaks: GIFiles stellen auch den Iran-Israel Konflikt in ein anderes Licht

Die auf Enthüllungen spezialisierte Plattform Wikileaks hatte zuletzt eher über ihren Chef, Julian Assange, Schlagzeilen gemacht. Assange sitzt weiterhin Groß-Britannien fest und wartet auf ein Urteil, dass darüber entscheidet ob er abgeschoben wird, oder nicht. Ihm werden in Schweden sexuelle Nötigung und Vergewaltigung von Frauen vorgeworfen. Assange selbst sieht sich als Opfer einer Kampagne gegen [...]

Die auf Enthüllungen spezialisierte Plattform Wikileaks hatte zuletzt eher über ihren Chef, Julian Assange, Schlagzeilen gemacht. Assange sitzt weiterhin Groß-Britannien fest und wartet auf ein Urteil, dass darüber entscheidet ob er abgeschoben wird, oder nicht. Ihm werden in Schweden sexuelle Nötigung und Vergewaltigung von Frauen vorgeworfen. Assange selbst sieht sich als Opfer einer Kampagne gegen ihn und das Netzwerk.

Jedenfalls war es still um mögliche Enthüllungen geworden, bis sich heute wieder die Medien zu Wort meldeten und auf Wikileaks und bevorstehende Enthüllungen aufmerksam machten. Es geht um mehr als 5,5 Millionen E-Mails des Unternehmens Stratfor. Dieses ist vor allem für geo-politische Analysen bekannt. Die E-Mails die jetzt also an die Medien gelangen dürften Enthüllungen größten Interesses enthalten. Nicht umsonst titelt beispielsweise Spiegel Online über die Schatten-CIA, wenn es über Stratfor spricht.[1] Denn tatsächlich war und ist das Unternehmen weiterhin daran beteiligt Geheimnisse zu bekommen, und das von vielen versteckten und bisher unbehelligten Personen aus der ganzen Welt. Insider geben bei Stratfor Hinweise auf mögliche Entwicklungen. Z.B. wurde bereits in den ersten Mails die auf Wikileaks verfügbar sind ein Journalist der Zeitung Haaretz als Informant des Unternehmens geoutet.[2]

Zu den Medienpartnern der diesmaligen Enthüllung gehören wieder namhafte Medien. Diese haben einen exklusiven Einblick vor allen anderen auf die Mails und können sich brisantes Material bereits schon mal vorab anschauen und als erste darüber berichten. Aus Deutschland, und das ist schon eine interessante Geschichte, hat sich diesmal die ARD zusammen mit dem NDR die Rechte gesichert.[3]

Es wird in den nächsten Tagen und Wochen mit heftigen Enthüllungen gerechnet. Die Medien bauschen das Thema natürlich auch weiter auf, geht es doch wieder einmal um richtig heftige Enthüllungen. Allerdings ist auch nicht ganz klar, woher Wikileaks die Daten her hat. Insider vermuten, dass die Datensätze von 5,5 Millionen E-Mails auf eine Zusammenarbeit zwischen Wikileaks und der losen und unabhängig voneinander agierenden Anonymous-Internet-Community zu tun hat. Anonymous hatte bereits vor einigen Monaten Stratfor angegriffen und das auch breit verkündet.[4]

Eine Mail allerdings möchte ich hier nicht verheimlichen. Sie könnte auf den gesamten Konflikt zwischen dem Iran und Israel und warum es wahrscheinlich doch nicht zu einem direkten Krieg zwischen beiden Ländern kommen wird, Aufschluss geben. In einer E-Mail wird ein Informant zu einer Reihe von Explosionen im Iran befragt. Er antwortet, dass er vermutet, dass kurdische Seperatisten (gemeint ist die PKK) in Zusammenarbeit mit Israelischen Truppen alle iranischen Atom-Anlagen, sabotiert und zerstört haben.[5] Die Angriffe sollen auf unterirdische Anlagen erfolgt sein. In der Depesche wird auch die Rolle Deutschlands bei einem möglichen Iran-Israel-Krieg bewertet. Die Trennung zwischen den Ländern, findet bereits hier Anklang.

Die Depesche gibt möglicherweise einen ersten Hinweis darauf, dass die Bedrohung durch den Iran deshalb auch von den USA und Israel heruntergespielt wird, weil sie genau wissen, dass die meisten Anlagen des Iran zur Herstellung einer Atom-Bombe zerstört sind. Und das ist das schöne an den Depeschen. Es darf wieder wild spekuliert werden…

Fußnoten
1. Siehe: Spiegel Online
2. Siehe: Wikileaks
3. Siehe: Medienpartner von Wikileaks bei den GIFiles
4. Siehe: Anonymous Operation Sec
5. Siehe: Wikileaks Depesche

27. Februar 2012,

Kategorie(n): Politik, Technik
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