Uniday 2011 war ein großartiges Event
Es wird sicherlich in diesen Tagen noch viele Beiträge über den Uniday 2011 der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs geben… Ich selbst möchte an dieser Stelle keinen klassischen Beitrag über die Veranstaltung verfassen, sondern lieber einen kleinen Eindruck von dem geben was ich eigentlich gesehen habe… Erstmals seit Jahren habe ich mich entschlossen zum Uniday mit [...]
Es wird sicherlich in diesen Tagen noch viele Beiträge über den Uniday 2011 der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs geben… Ich selbst möchte an dieser Stelle keinen klassischen Beitrag über die Veranstaltung verfassen, sondern lieber einen kleinen Eindruck von dem geben was ich eigentlich gesehen habe…
Erstmals seit Jahren habe ich mich entschlossen zum Uniday mit meinem eigenen Fahrzeug anzureisen, sondern in der Gemeinschaft, im Bus aus Hamburg nach Bielefeld mitzufahren. Grund dafür war vor allem, dass die Hamburger Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich um 7.30 Uhr treffen und die Busfahrt um 8.30 Uhr losgehen sollte. Sollte, weil es eine Krankheit bei türkischen Muslimen gibt, die sich Unpünktlichkeit nennt. Tatsächlich losgefahren aus Hamburg sind wir erst um 9 Uhr. Wir mussten quasi erst einmal noch lange auf einige Teilnehmer die Probleme bei der Anreise hatten, warten.
Trotz allem fuhren wir mit zwei Bussen und mehreren Autos und Fahrzeugen nach Bielefeld. Insgesamt nahmen aus Hamburg mehr als 134 Personen teil.
Die Stimmung im Bus war super, was auch meinem Freund aus Wilhelmsburg, Adem Yilmaz von der Islamischen Hochschulgemeinde, geschuldet war. Er hat ein klasse Programm für die Busfahrt geplant und durchgeführt sodass es nicht langweilig wurde.
Vor Ort war dann viel los. Während sich alle noch mit ihren Tickets anstellten um die obligatorische Sicherheitsprüfung hinter sich zu lassen, holte ich erst noch meinen Laptop und meine Kamera. Als ich reingehen wollte, wurde ich dann noch von einem Bruder und Bekannten aus Hamburg angesprochen. Er war auch mit dem Fahrzeug angereist, und anscheinend hatte man vergessen ihm ein Ticket zu geben. Er wusste leider nicht an wen er sich wenden sollte und da ich ihm die unnötigen Schwierigkeiten ersparen wollte (meines Erachtens hätte er eine VIP-Karte als Einladung erhalten müssen) gab ich ihm mein Ticket, da ich es es nicht brauchte.
Ohne Kontrolle und ohne viel Stress wurde ich schließlich als Presse eingelassen (obwohl ich eigentlich eher in die Rubrik Technik gehörte). Vor Ort begrüßte ich viele viele alte Freunde und konnte dann schließlich bereits lange vor dem Einlass in den Saal um mir einen Platz für meine Arbeit zu suchen. Leider gab es nicht viele Alternativen und ich musste mit auf die Bühne und mich hinter einem Vorhang verstecken (mir wäre ein Platz eher hinten im Publikum vielleicht doch lieber gewesen, zumal ich so wieder einmal im Mittelpunkt stand, da die Gardine nicht alles absperrte). Alle Mitarbeiter des Uniday-Organisationsteams waren sichtlich genervt und gestresst. Ich habe leider keinen Teil dazu geleistet, dass diese hervorragenden Persönlichkeiten entlastet wurden, im Gegenteil, ich habe ihnen erst einmal mehr Arbeit gemacht, als sie eigentlich vorher hatten…
Aber selbst unter diesen Stress-Situationen blieben alle trotzdem ganz ruhig und halfen vor Ort so gut wie sie konnten. Möge Allah (swt) ihre Arbeit segnen und sie für ihre unermüdliche Arbeit an der Umma belohnen. (Allahumme Amin!)
Die Veranstaltung selbst ging an mir sehr schnell vorbei. Ich habe kaum etwas richtig mitbekommen, außer der großartigen Stimmung die sowohl in als auch um die Stadthalle selbst ihre Wirkung hatte entfalten können. Ich denke in einer solchen Atmosphäre hätten die Redner auch alles mögliche erzählen können, es wäre nur positiv aufgenommen worden.
Hinzu kam, dass ich eh an diesem Tag gar nicht geschlafen hatte. Meine Schlafstörung hatte sich pünktlich zur Veranstaltung gemeldet und es mir verwehrt ein bisschen wenigstens meine Augen zu schließen und zumindest ein bisschen Erholung zu haben. Unter diesen Gesichtspunkten habe ich mich auf das wenigste beschränkt und versucht meinen bescheidenen Beitrag zu leisten.
Mein persönlicher Höhepunkt bei dieser Veranstaltung war, als der Hamburger Vorsitzende der Islamischen Hochschulgemeinde, Baki Ince, eine Auszeichung als best arbeitende Studentenorganisation unter den Regionalverbänden der IGMG ausgezeichnet wurde. Es war deshalb ein Höhepunkt, weil ich fest mit einer Auszeichnung der Islamischen Hochschulgemeinde gerechnet hatte. Abgerundet wurde dies zudem durch die hervorragende Arbeit von Emine Medik, die einen Aufsatz über Andalusien eingereicht hatte und dafür ein iPad 2 erhielt.
Die Vorträge waren natürlich Klasse, hierzu wird inschaallah noch ein Beitrag erscheinen, den man dann an anderer Stelle lesen wird können (ich werde hier im Blog drauf hinweisen).
Im Grund war für mich der Uniday ein Fest des Wiedersehens mit alten Bekannten und einfach ein Teil dieser Atmosphäre zu sein. Besonders schön war es kurz vor Schluss noch mit einigen Geschwistern aus den sozialen Netzwerken zusammen einen Tee zu trinken und zu plaudern.
Leider hat mich die Hamburger Truppe doch tatsächlich vergessen gehabt und war ohne mich losgefahren. Es war nur meiner eigenen Intuition zu verdanken, dass ich nicht in Bielefeld komplett zurückgelassen wurde, ich musste aber den Tee-Abend apprubt abbrechen und hoffe das mir die Geschwister das nicht so sehr übel genommen haben.
In der Bewertung des Uniday im Bus habe ich viel positives gehört. Natürlich gab es auch Kritik, aber diese Kritik war oftmals eher an organisatorischen Dingen ausgerichtet, die man leider anders nicht hätte lösen können. Diese aufzuzählen wäre aus meiner Sicht auch nicht zweckdienlich. Lieber schreibt man solche Dinge dem Vorstand und hilft so die Qualität der Veranstaltung in Bezug auf das Organisatorische zu verbessern.
So verging für mich ein Uniday, der eigentlich länger als 10 Stunden gedauert hat, wie im Flug. In der Hoffnung, dass es auch weiterhin solch großartige Vorstellungen gibt, wünsche ich dem Vorsitzenden und dem Organisationsteam des Uniday weiterhin viel Erfolg. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz besonders bei Celal Tüter dafür bedanken, dass er diese Tradition, die es auch schon in den 90er Jahren gab, fortführt. Möge Allah (swt) diese Arbeit segnen und viel mehr Leute daran teilhaben lassen. (Amin!)
25. Oktober 2011, Akif Sahin
Kategorie(n): Alltag, Islam
Tags: bielefeld, busfahrt, hamburg, igmg, islamische hochschulgemeinde, organisation, schnell, stress, uniday, vorträge

Kennt sich aus mit den Themen Internet, Islam, Medien und Politik. Schießt für sein leben gerne Fotos und bearbeitet sie anschließend am Bildschirm. Ist seit Jahren in der muslimischen Jugend- und Studentenarbeit aktiv.




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