Hamburg: Alkoholverbot in Bussen und Bahnen

Seit Jahren existiert ein Verbot des Verzehrs von alkoholischen Getränken in Bussen und Bahnen auf dem Papier. Halten tat sich Niemand dran – und wirklich durchsetzen wollte es auch Niemand. Das war der Grund warum es dann immer wieder Menschen wie mir zugemutet wurde, dass wir den Gestank und das Gegröle von Leuten ertragen mussten, die sich vollaufen ließen. Aber wirklich zufriedenstellend ist die Lösung ohnehin nicht… Sie hat nämlich Lücken…

Klar, nicht jeder Bus- und Bahnfahrer ist ein notorischer Alkoholiker. Klar ist auch, dass es Menschen gibt, die eben auf ein kühles Bier nach dem Feierabend in der Bahn nicht verzichten möchten. Das schmeckt nicht jedem, aber solange man Niemanden stört, war es auch immer egal.

Aber ebenso klar ist, dass es viele Idioten da draußen gibt, die den Alkoholmissbrauch in Bussen und Bahnen fortsetzen. Sie lassen sich nicht nur vollaufen, sie grölen, pöbeln und wenn es hart auf hart kommt, dann prügeln sie auch.

Das jetzige Verbot sieht vor, dass es einen Gewöhnungsmonat gibt. Ab dem 1. Oktober 2011 sollen dann Personen die gegen die Beförderungsbedingungen des HVV verstoßen (darin wurde das Alkoholverbot auch aufgenommen) mit einer Strafe von 40 EUR belangt werden.

Die Idee an sich ist gut, schützt aber die Bus- und Bahnreisenden nicht vollständig vor Chaoten.

Denn oftmals lassen sich diese Idioten nicht in der Bahn und im Bus vollaufen, sondern beginnen mit dem Trinken schon vorher. Sie sind dann bereits völlig alkoholisiert und füllen sich nur noch weiter ab.

Ob sich das Bild in den Bussen und Bahnen zu bestimmten Tagen also wirklich wandeln wird, bleibt anzuzweifeln, aber es ist ein erster Schritt in eine richtige Richtung. Hamburg könnte so zu einem Vorreiter und Modell für andere Länder werden.

31. August 2011,

Kategorie(n): Politik
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