Hamburg lieben lernen (1) – Fahrt mit der Fähre
Eigentlich wollte ich heute mit dem Auto in die Innenstadt zu einer dringlichen Sitzung – doch leider hat meine Frau mir den Wagen vor der Nase weggeschnappt, sodass ich auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen musste.
Bis zu meinem 18. Lebensjahr hab ich übrigens nie die Fähren in Hamburg nutzen müssen. Wollte ich in die Innenstadt, dann nutzte ich die S-Bahn oder die U-Bahnen in der City. Ich bin damals eher per Zufall auf die Fähre gekommen. Wir wollten in unserem Freundeskreis einfach mal was neues ausprobieren.
Jetzt lebe ich ja in einem anderen Eck der Hansestadt und muss öfter mal wieder auf Bussse zurückgreifen und heute das erste mal nach 7 Monaten in der neuen Heimat auch auf die Fähre.
Finkenwerder ist schon ein bisschen dörflich. Die Menschen hier kennen sich größtenteils und das ganze Eck wirkt wie ein Kaff. Es ist schön ruhig und viel Ärger gibt es hier nicht. Die Segregation ist gut und man hat auch mal wieder richtige Deutsche Nachbarn, was mir z.B. in Wilhelmsburg sehr gefehlt hat.
Heute nun ging ich zu den Landungsbrücken in Finkenwerder und wartete auf die Fähre und fuhr von dort aus zu den Landungsbrücken bei St. Pauli.
Wer schon immer mal einen Blick auf die Stadt aus der Sicht der Elbe werfen wollte, wer schon immer mal einen kleinen Blick auf die Docks, den Strand bei Övelgönne, die Häuser und einfach nur mal die Luft auf dem Wasser atmen wollte, sollte sich unbedingt bei Gelegenheit eine Fahrt mit der Fähre gönnen.
Es war einfach wunderschön, besonders nach Sonnenuntergang dieses Ambiente und den Flair der Stadt von weitem zu genießen und den Wind vorbeirauschen zu hören.
Eine Seite an Hamburg, die man unbedingt kennen muss, wie ich finde… Und die ich in vielen vielen Jahren wieder fast vergessen hatte…
25. August 2011, Akif Sahin
Kategorie(n): Alltag
Tags: city, elbe, fähre, finkenwerder, hafen, hamburg, landungsbrücken, st. pauli, stadt, strand

Kennt sich aus mit den Themen Internet, Islam, Medien und Politik. Schießt für sein leben gerne Fotos und bearbeitet sie anschließend am Bildschirm. Ist seit Jahren in der muslimischen Jugend- und Studentenarbeit aktiv.




Wir wollten ja im Juni mit dir auf die Fähre, aber du hast uns im Stich gelassen
)
Die Unternehmung hat aber trotzdem stattgefunden, auch ohne dich
Ich kann nur bestätigen, die Fahrt mit der Fähre war schon sehr schön, und man kann Hamburg aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
Und ein bisschen Istanbul-Feeling ist bei mir auch aufgekommen.
Übrigens: In Finkenwerder hat mir das Eis sehr gut geschmeckt…
Gruß aus DU
Fez.