Volksentscheid: Hamburger Schulreform ausgebremst

Die Volksinitiative “Wir wollen Lernen” hat es geschafft. Mit einem deutlichen Vorsprung und mehr als der nötigen Stimmenzahl von 247.335 hat sie die Pläne aller in der Hamburger Bürgerschaft vertretenen Parteien für eine sechsjährige Primarschule begraben.

Mit dem heutigen Volksentscheid haben die Hamburgerinnen und Hamburger entschieden, dass gemeinsames Lernen bis zur sechsten Klasse unsinnig ist. Nun wird es weiterhin so sein, dass nach der vierten Klasse die Kinder aufs Gymnasium können.

Die Schulreform insgesamt mit weiteren Teilen bleibt von der heutigen Entscheidung weitgehend unberührt. Allerdings wird es wohl nicht mehr möglich sein, 1000 neue Lehrerinnen und Lehrer für die Primarschulen einzustellen.

Politische Konsequenzen dürfte wohl vor allem die Bildungssenatorin Christa Goetsch ziehen. Sie dürfte ihren Posten ebenso wie der Bürgermeister Ole von Beust heute schon gemacht hat, räumen.

Außerdem sind nach dieser Schlappe und Entscheidung gegen die Bildungsreform in den ursprünglichen Plänen Neuwahlen so gut wie unausweichlich. Es darf sogar damit gerechnet werden, dass der konservative Führer der “Wir wollen Lernen” Initiative eventuell eine neue Partei gründet.

Die SPD hat bereits aufgrund des Rücktritts von Beust Neuwahlen gefordert.

Hinterlasse einen Kommentar

Copyright © 2010 Akif Sahin. Alle Rechte vorbehalten.
Alle Logos, Warenzeichen, Grafiken, Downloads und Texte auf diesen Seiten sind geschützt durch ihre Eigentümer.
Die Autoren und Herausgeber übernehmen keine Gewähr und Haftung für die Richtigkeit, Zuverlässigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Information.