Bildung und Forschung in Deutschland

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Ausnahmsweise habe ich mich mal mit den einzelnen Punkten des Sparpakets der Bundesregierung auseinandergesetzt. In diesem ersten Teil widme ich mich ausschließlich der Zusagen der Bundesregierung, dass man Bildung und Forschung in Deutschland unterstützen wolle. Gerade deshalb haben man ja nicht an diesen Punkten gespart hieß es. Ich möchte die verschleierte Wahrheit ein bisschen ins Licht rücken.

Sparen?

Was versteht man unter Sparen? Anscheinend weiß nicht mal die Regierung Merkel was das Wort an und für sich bedeutet. Denn das “Sparpaket” was uns so liebevoll präsentiert wurde dient nicht dem Sparen, sondern der Ausgabenbegrenzung.

Sparen bedeutet nämlich, dass man etwas über hat von seinen Einnahmen und zur Seite stellt. Deutschland spart aber nicht, sondern begrenzt die Ausgaben um weniger als geplant auszugeben. Das ist immer noch eine Ausgabe. Aber eben kein Sparen.

Wenn wir uns das einmal vor Augen halten sind wir schon einen Schritt weiter bei der vernünftigen Bewertung der Pläne der Bundesregierung.

Bildung und Forschung

Dazu gehört zum Beispiel, dass die Ausgaben für Bildung und Forschung in Höhe von 12 Milliarden Euro nicht gesenkt werden sollen. Das klingt zunächst einmal gut. Aber in der eigentlichen Debatte geht unter, dass an vielen Stellen in den Ländern dieses Geld, also 12 Milliarden Euro, so gut wie gar nichts bewirkt.

Viele Studenten müssen in ihrem Bundesland weiterhin Studiengebühren entrichten und viele Schülerinnen und Schüler müssen weiterhin für ihre Bücher Geld zahlen. Da darf man eigentlich erwarten, dass sich etwas an dem Zustand der Bildungshäuser ändern würde, aber Fakt ist, dass vor allem an Universitäten die Gelder für neue Materialien und Geräte ausgegeben werden, während langfristige Personalentscheidungen vermieden werden. Denn neu eingestelltes Lehrpersonal würde Folgekosten nach sich ziehen. Dies ändert also an dem Zustand unserer Universitäten gar nichts.

Ein Dozent hat jetzt vielleicht einen Laptop und zwei Bildschirme mehr, aber dadurch unterrichtet er nicht besser und dadurch werden die Studienbedingungen an sich nicht besser.

Das Geld was so viel klingt, 12 Milliarden Euro, ist bis 2012 eingeplant. Pro Jahr ergibt das gerade mal 4 Milliarden Euro für 16 Bundesländer. Und dieses Geld wird nicht gekürzt. Na toll. Aber wer profitiert davon? Die Forschung? Die Bildung?

Wohl kaum. Es ist eher nötig gewesen die Ausgaben für Bildung und Forschung zu erhöhen, aber davon kann keine Rede mehr sein, denn man möchte ja “sparen.”

So werden die Massen über den eigentlichen Skandal belogen. Gute Bildung ist eben nicht für alle da, sondern nur noch für eine ausgewählte Elite, die die nötigen finanziellen Ausgaben verkraften kann und die es sich leisten kann ihre Kinder gut zu versorgen.

In keinem anderen Land der Welt gibt es deshalb einen so starken Zusammenhang zwischen dem Erfolg eines Kindes und seines Elternhauses. Man darf bezweifeln, dass sich dieser Trend zu einem besseren wandeln wird. Eher wird sich dieser Trend bis 2012 sogar noch verstärken und dann werden wir erst recht Alarm schlagen müssen. Dafür verliert Deutschland dann aber auch eine große Generation an klugen Köpfen. Diese werden vermutlich am Ende irgendwann die maroden Sozialkassen noch stärker beanspruchen als jetzt…

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