Füller

14,95 € - so viel kostete mich mein letzter Füller. Es war ein spezielles und ziemlich unbeliebtes Modell von LAMY. Ich mochte aber meinen Füller. Er machte aus meiner schlechten Handschrift manchmal eine Bessere, als sie tatsächlich war. Zuletzt hatte ich meinen Füller im Jahr 2010 benutzt. Dann verschwand er in meiner Schublade und ich holte ihn nicht mehr heraus.

Jetzt ist es passiert. Die Probezeit in meinem neuen Job als Redakteur und Mediengestalter ist seit heute vorbei. Seit dem 1. April 2015 arbeite ich, wie ihr als treue Verfolger dieses Blogs ja bereits wisst, für ein mittelständisches Unternehmen im Musikbereich in Hamburg. Und es läuft gut. Die Arbeit ist anspruchsvoll, abwechslungsreich und ich lerne immer wieder neue und interessante Personen kennen.

Seit einigen Stunden schon sitze ich hier an einem Text, den ich eigentlich gestern hätte fertigstellen müssen. Doch ich hatte den Artikel, für den ich weit mehr als 2 Wochen Zeit gehabt habe und der aus rund 1.200 Wörtern bestehen sollte, komplett vergessen. Erst gestern ist mir das Ding wieder eingefallen, weil mein so selten schlaues Smartphone an den Abgabetermin erinnerte.

Der Besuch meines Hausarztes ist für mich immer wieder ein Genuss. Der Mann weiß, wovon er redet und er jagt mir immer einen Schauer über den Rücken – mehr als die Fachartikel aus Zeitschriften zu merkwürdigen Symptomen und Krankheiten. Dabei ist der Mann immer gut gelaunt und macht sich auf eine angenehm nervige Art über den gesundheitlichen Zustand aller seiner Patienten lustig. Mahnend erklärt er uns Opfern immer wieder, an welchen Krankheiten wir leiden werden, wenn wir nicht endlich etwas in unserem Lebensstil verändern.

Der Tag der Pressefreiheit ist zwar vorbei, aber dazu hab ich dann doch etwas, was mir schon längere Zeit auf dem Herzen liegt. Immer wieder beteuern die Menschen, dass sie für Meinungsfreiheit sind. Doch damit ist es schon bald vorbei, wenn ihnen die Meinung anderer Personen nicht in den Kram passt. Das durfte ich auch als Journalist und Blogger immer wieder aufs Neue erleben.

arbeitsplatz

Ende 2014 habe ich meinen Job als (Online-)Redakteur bei einem kleinen Verlag in Köln an den Nagel gehängt. Die Entscheidung und der Schritt fielen mir sehr schwer, weil sie auch ein Eingeständnis waren. Ich hatte mich in der Sache festgefahren. Das wollte ich - auch mir selbst gegenüber - lange Zeit nicht eingestehen. (Übrigens gibt es zu diesem Thema einen erstklassigen Artikel auf Spiegel Online)