Buch #4: Das Geheimnis des Kalligraphen; Rafik Schami

Rafik Schami ist einer meiner liebsten Autoren. Schon als Jugendlicher stieß ich auf seine Literatur, die mich nicht nur fasziniert, sondern verzaubert hat. Es ist immer wieder ein Genuss seine Bücher zu lesen, von denen mehrere Exemplare in meiner Privatbibliothek zu finden sind. Eines dieser Bücher ist zweifelsohne ein Meisterwerk: “Das Geheimnis des Kalligraphen”.

Es ist ein Roman, der sich in Damaskus des vorigen Jahrhundert abspielt. Schami erzählt darin die Geschichte verschiedener Personen, die miteinander verwoben ist. Es geht um Macht, Geld, Intrigen, Visionen und vor allem die Liebe. Es geht auch um Religion, aber ganz besonders geht es um die arabische Sprache und das schwer zu beherrschende Werk der Kalligraphen.

Beim Lesen taucht man ab in dieses alte Damaskus, von dem heute vermutlich nichts mehr übrig geblieben ist. Man leidet mit den Protagonisten, man fühlt ihren Kummer, ihren Schmerz aber auch ihre Freude und ihr Glück. Schami glänzt mit Detailwissen und holt den Leser von Anfang an ab auf einer Reise, dessen Ende eigentlich bekannt ist. Dennoch: Was vorhersehbar wirkt, ist unvorhersehbar und was man glaubt gar nicht mehr zu erfahren, erfährt man.

Der Autor wurde nicht umsonst mit den wichtigsten Preisen (abgesehen vom Nobelpreis) dieser Welt in Bezug auf Literatur ausgezeichnet. Er ist jeden Preis Wert, weil er den Menschen mit seinen Geschichten vor allem eines gibt: Hoffnung. (5 von 5 Sternen)

Kitap #3: Hakikat ve Hurafe; Dücane Cündioğlu

Kitapta ‘hakikat ve hurafe’ kavramları ilmi, itikadi ve felsefi yönlerden araştırılmaktadır. Yazar hakikatlerin hurafe ve hurafelerin hakikat olabileceğine işaret etmekle beraber, daha çok dini ve örfi adetleri sorgulamaktadır. Bu kitap herkese hitap etmiyor olmasa bile, islami konularla ilgilenen herkes tarafından okunmalıdır diye düşünüyorum. (5 yıldızdan 4)

Buch #2: Vampir à la Carte; Lynsay Sands

Eigentlich beginnt der Roman „Vampir à la Carte“ ziemlich interessant. Doch es entwickelt sich, anders als man bei einer Vampir-Story annimmt, nicht zu einer schönen Liebesgeschichte, sondern zu einem Softporno. Der Schluss ist dann alles andere als zufriedenstellend. Insgesamt zu kitschig und kaum lesenswert. Selbst der dargestellte Sex ist übertrieben und unrealistisch. Hat mir unnötig die Zeit geraubt. (1 von 5 Sternen)

Buch #1: Faust, der Tragödie erster Teil; Johann Wolfgang von Goethe

Es ist das am meisten zitierte und für viele auch bedeutendste Werk von Johann Wolfgang von Goethe. Allerdings hat das Reimen irgendwann keinen Spaß mehr gemacht. Es wurde träg und öde. Nur ob man das über ein Werk sagen darf, dass so wichtig und gewaltig ist? Ich denke ja. Für ältere Semester wunderschön, für jüngere wahrscheinlich schwer zu verstehen. Dennoch: Die Geschichte an sich, eine interessante und traurige. (4 von 5 Sternen)

Zur Hamburg-Wahl

Diese ganzen Einladungen um irgendwelche Seiten “türkeistämmiger” Kandidaten für die Hamburg-Wahl mit “Gefällt Mir” zu markieren, gehen mir gewaltig auf den Sack. Nein, ich werde nicht irgendjemanden unterstützen, nur weil sie einen “Migrationshintergrund” hat und Vorsitzende eines “türkischen” Vereins ist. Und nein, ich werde auch Niemanden unterstützen, nur weil sie ein zerstückeltes Kopftuch auf dem Haupt trägt und sich als “Muslimin” bezeichnet.

Wer seine politische Entscheidung aufgrund von Kriterien trifft, die sich um Abstammung oder Religion drehen, hat nicht verstanden, dass es eigentlich um die Inhalte gehen sollte. Man darf sich dann am Ende nicht enttäuscht zeigen, wenn die Personen, die sich heute ihrer “Abstammung” und ihres “Hintergrunds” rühmen morgen kein Wort mehr mit denen sprechen, die sie gewählt haben.

Ich empfehle einen genaueren Blick, statt blindes drauflos klicken… aber das ist wie immer zu viel verlangt, von einem Haufen Menschen, die wie programmiert alles mit “Gefällt Mir” klicken, was immer eine schöne Fassade bietet. Inhalte spielen da keine Rolle. Das ist auch der Grund, warum man insgesamt nicht weiter vorwärts kommt und ständig in einer Spirale umher wandelt.

Bücherliste für 2015

Jedes Jahr erstelle ich eine kleine Liste von 24 Büchern, die ich unbedingt während des ganzen Jahres über lesen möchte. Der Hintergrund ist, dass ich nach dem Studium nur noch selten Zeit gefunden habe, Bücher komplett und an einem Stück durchzulesen. Die Liste war quasi Ansporn und Überprüfung meines Fortschritts zugleich. Zwei Bücher im Monat durchzulesen, sollte ein Klacks sein. Im vergangenen Jahr scheiterte ich jedoch am eigenen Maßstab. Es waren nur 23 Bücher.

In diesem Jahr habe ich jedoch vor meine Leselust wieder an alte Tage anzupassen. Zumal ich auch etwas mehr Zeit zum Lesen haben werde, bietet sich daher eine längere Liste an. Ich habe bereits eine kleine Liste erstellt, die einen Anfang darstellen soll – auch mit Büchern, die ich bereits gelesen habe. Empfehlungen für weitere Bücher sind gern gesehen. Die Liste wird erweitert und nach Abschluss eines Buches, gibt es auch eine kleine Bewertung und eventuell Zusammenfassung.

Die Liste dient auch als Ansporn für eine kleine Aktion, die ich mit den Hashtags #LiesEinBuch und #BirKitapOku auf sozialen Netzwerken verbreite. Ich wünsche mir einfach, dass die Menschen in meinem Umfeld mehr Bücher lesen. Denn Bücher sind nicht nur Quelle von Wissen und Weisheit, sie sind auch Inspiration und das Tor zu einer unglaublich weiten, unerforschten und fantasiereichen Welt.

Liste (Stand: 26. Januar 2014, Zu Ende gelesene Bücher 4)

  1. Faust, der Tragödie erster Teil; Johann Wolfgang von Goethe
  2. Vampir à la Carte; Lynsay Sands
  3. Hakikat ve Hurafe; Dücane Cündioğlu
  4. Das Geheimnis des Kalligraphen; Rafik Schami
  5. Faust, der Tragödie zweiter Teil; Johann Wolfgang von Goethe
  6. Basic Cooking; Sebastian Dickhaut und Sabine Sälzer
  7. The Open Society and Its Enemies (Originalversion, Englisch); Karl R. Popper
  8. Der Präsident; David Baldacci
  9. Irische Elfenmärchen; Brüder Grimm
  10. Mr. K; J. A. Konrath
  11. Night School. Du darfst keinem Trauen; C. J. Daugherty
  12. Selbstständigkeit Wagen; Joachim Tanski, Andreas Schreier und andere
  13. Der Sieg des Islam; Edward Gibbon
  14. Das Leben Mohammeds, des arabischen Propheten; Washington Irving
  15. Erzähler der Nacht, Rafik Schami
  16. Gönül Yarası, Ahmed Günbay Yıldız
  17. Stratejik Derinlik, Ahmet Davutoğlu
  18. Kısas-ı Enbiyâ ve Tevarih-i Hulefa; Ahmed Cevdet Paşa
  19. The End of Power; Moses Naim

Ein neuer Lebensabschnitt…

Der letzte Arbeitstag ging gerade zu Ende. Ein letztes Mal recherchiert, ein letztes Mal Artikel online gestellt und ein letztes Mal den Leuten gesagt, wie manche Dinge funktionieren. Ein letztes Mal habe ich in den Plan geschaut, meine Mails abgerufen und mich im System eingeloggt. Ein letztes Mal habe ich für Andere geschrieben.

So endet eine großartige Zeit bei großartigen Menschen. Manche Dinge werde ich vermissen, einige andere wiederum nicht. Ich habe viele Geschichten gesammelt und vor allem viel Erfahrung. Jetzt suche ich mein Glück und meinen Verdienst woanders. Noch hat es nicht mit der richtigen Stelle geklappt, aber ich bin guter Hoffnung für 2015. Man soll ja schließlich auch immer positiv denken.

So endet wieder ein Jahr, dass ich eigentlich nicht vermissen könnte, wäre es nicht das Jahr in dem ein großes Geschenk Gottes auf die Welt kam. Es war seine Gnade, dass ich mein eigenes Kind in den Armen halten konnte. Ich bin Dankbar dafür und für so vieles Andere. Dankbar für den Segen in unserem Haus, dankbar für die Unterstützung aus meiner Familie, dankbar für so gute und wahre Freunde.

Nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Ein Ende einer Ära könnte man sagen, wenn man denn weiß, was ich die letzten sieben Jahren und davor die restlichen acht Jahre eigentlich genau gemacht habe. Aber Wandel ist gut. Denn ich war schon fast wieder eingerostet. Jetzt gilt es sich zu schütteln, aufzubauen und aufzustehen und die Herausforderungen die kommen zu meistern.

In diesem Sinne wünsche ich, dass das neue Jahr 2015 uns allen viel Erfolg, Gesundheit und Glück bringen wird. Ein Frohes Neues!

Gegen das Schicksal…

Man darf sich nichts auf dieser Welt zu sehr wünschen. Denn Wünsche gehen meist nicht in Erfüllung. Und wer nichts zu sehr wünscht, der kann eben auch nicht enttäuscht werden. Und das Schicksal ist ein Weg voller Enttäuschungen, den man nur gehen kann, wenn man sich darauf einstellt.

So wollte ich heute an einem glücklichen Freudentag teilnehmen. Wir hatten uns fertig gemacht, schick angezogen, ja sogar ein Geschenk für den Sohn eines Freundes besorgt. Doch das Schicksal ließ die Fahrt zur Veranstaltung, zum Fest, nicht zu. Die Bremsen meines Wagens fielen aus. Dies glücklicherweise an Ort und Stelle, und nicht auf der Fahrbahn. Es war mir ein Zeichen und ich sagte noch: “Normalerweise würde ich jetzt nicht mehr darauf beharren, weiter zu reisen.”

Doch einen weiteren Versuch war es dennoch Wert.  Schließlich sind mir meine wenigen Freunde wichtig. Also nahmen wir einen Ersatzwagen, doch auch dieser fiel aus. Hier versagte die Kupplung, vermutlich wegen des kalten Wetters. Ich rief meinen Freund an, und entschuldigte mich, dass wir nicht kommen könnten. Er klang etwas traurig. Ich tröstete ihn: “Sei nicht traurig. Gegen das Schicksal kommt man nicht an.”

Doch was wir nicht wissen ist, warum es so gekommen ist. Wer weiß, vielleicht wären wir heute verunglückt. Wer weiß, vielleicht wäre vor Ort etwas Schreckliches geschehen. Wer weiß, vielleicht hätte es Streit gegeben? Sicher ist: Es war Schicksal heute Zuhause zu bleiben. Und es war mein Schicksal diesen Beitrag hier zu verfassen.